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Das Kaffeekochen mit Kaffeepulver oder -mehl ist die verbreitetste und gleichzeitig eine der günstigsten Varianten (ca. 8 Cent pro Tasse)
der Kaffeezubereitung. Für den Brühvorgang wird das Kaffeepulver, das
entweder bereits gemahlen gekauft wurde, oder aber mit einer speziellen Mahlmaschine aus Kaffeebohnen
selbst gefertigt wurde, in einen Filter getan und mit heißem Wasser
(etwa 100 Grad) übergossen. Dieser Vorgang kann entweder manuell, mit
einem Kaffeefilteraufsatz oder durch eine Kaffeemaschine automatisch
vorgenommen werden. Ein Vorteil dieser Zubereitungsmethode ist, dass
mehrere Tassen Kaffee zugleich gekocht werden können. Ein Nachteil ist,
dass es bei Kaffeepulvern keine sehr große Sortenvielfalt gibt, denn
diese beschränkt sich meistens auf die herkömmlichen Kaffeespezialitäten
und ihre verschiedenen Röstungen – aromatisierte Kaffeesorten gibt es
beispielsweise nur selten.
Wie der perfekte Kaffee zubereitet wird und welche Menge Kaffeepulver
die richtige ist, ist nicht nur von den persönlichen Vorlieben
abhängig, sondern auch vom Wasserhärtegrad und der Dauer der Brühung.
Als Faustregel für die Kaffeezubereitung mit Kaffeemehl kann man sagen, dass für eine normale Tasse Kaffee
(ca. 125 ml) etwa 6-9 Gramm Kaffee benötigt werden. Als Anhaltspunkt
dienen Kaffeemesslöffel, die glattgestrichen etwa ein Fassungsvolumen
von 7-8 Gramm haben.
Am besten schmeckt der Kaffee, wenn die Kaffeebohnen ganz frisch
gemahlen wurden, da sich das Aroma sehr schnell verflüchtigen kann. Wird
gemahlener Kaffee nicht fachgerecht gelagert – also dunkel, kühl und
trocken – kann es passieren, dass das Aroma schon nach wenigen Wochen
weg ist und der Kaffee ungenießbar wird.
Ähnlich günstig wie das Kaffeepulver sind auch Kaffeebohnen. Ganze Bohnen können entweder in einem Kaffeevollautomaten gemahlen und direkt danach gekocht werden, aber auch mithilfe einer Mahlmaschine separat gemahlen und im Anschluss daran in einer beliebigen Kaffeemaschine zubereitet werden. Den aromatischsten Kaffeegenuss versprechen Kaffeekenner dann, wenn die Bohnen erst kurz vor dem Gebrauch gemahlen werden, da so nahezu alle Aromen erhalten bleiben. Der richtige Mahlgrad ist dabei von großer Bedeutung: Zwar ist es so, dass je feiner der Kaffee gemahlen wurde, er umso aromatischer wird, jedoch bedeutet das auch, dass viele Bitterstoffe gelöst werden können und der Kaffee nicht mehr genießbar ist. Mahlen Sie die Kaffeebohnen hingegen zu grob, kann sich das Aroma kaum entfalten und der Kaffee schmeckt wässrig und sehr säuerlich. Den richtigen Mahlgrad zu bestimmen ist davon abhängig, für welche Maschine das Kaffemehl gemahlen werden soll. Für eine Espressomaschine eignet sich am besten sehr feines Kaffee- bzw. Espressopulver, für eine French Press hingegen sehr grobes. Mittelgrobes Kaffeepulver ist perfekt geeignet für Filterkaffeemaschinen und das Handfilterverfahren.

Zwar sind Pads mit ca. 18 Cent pro Tasse um einiges teurer als die Zubereitung mit Kaffeepulver oder Kaffeebohnen, jedoch sind Kaffeepads in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden. Die Gründe dafür sind leicht nachvollziehbar: Sie sind nicht nur leicht zuzubereiten und zu dosieren, es gibt sie auch in unzähligen verschiedenen Variationen. Mithilfe von Kaffeepads
können Sie Ihren Gästen schnell, einfach und vor allem gleichzeitig
Kaffee, Kakao oder Cappuccino anbieten und mit nur einem kleinen
Knopfdruck zubereiten. Die Anschaffung einer Kaffeepadmaschine
lohnt sich nicht nur für den, der die Vielfalt und Abwechslung liebt:
Auch Kaffeegenießer, die nur wenige Tassen Kaffee am Tag trinken, kommen
mit einer Padmaschine voll auf ihre Kosten, denn bei den meisten
Maschinen können nur maximal zwei Tassen zubereitet werden. So kann man
seinen Kaffee stets frisch genießen und immer nur so viel zubereiten,
wie gerade getrunken wird. Nachteilig ist die geringe Zubereitungsmenge
natürlich, wenn man sehr viele Gäste hat. Kaffeepads gibt es nicht nur
in zahlreichen Geschmacksrichtungen, sondern auch von verschiedenen
Herstellern und in unterschiedlichen Preiskategorien. Der Vorteil bei Kaffeepads
ist, dass im Normalfall jedes Pad in jeder Maschine zubereitet werden
kann. Mittlerweile existieren zwar auch einige wenige Pads, die einen
speziellen Einsatz benötigen, was aber auf den Verpackungen
differenziert gekennzeichnet ist. Ein Beispiel dafür sind Espresso-Pads:
Spezielle Einsätze sorgen dafür, dass das Pad mit mehr Druck gebrüht
wird, was für den Espresso und eine tolle Crema unbedingt erforderlich
ist.
Wen Sie die schnelle Zubereitungszeit und die leichte Dosierbarkeit überzeugen, Sie aber trotzdem nicht auf sein Lieblingskaffeepulver verzichten möchte, bieten die speziellen Pads zum Befüllen eine gute und kostengünstige Alternative.

Kaffeekapseln sind mit durchschnittlich 40 Cent die kostspieligste Variante der Kaffeezubereitung. Jedoch überzeugen Kapseln durch ihre Sortenvielfalt und Frische. Mit Kaffeekapseln lassen sich spielend einfach Kaffee, aber auch Tee, Kakao und vor allem viele aromatisierte Kaffeesorten zubereiten. Wer nur 1-2 Tassen Kaffee am Tag trinkt, wird zudem von der leichten Dosierbarkeit einer Kapselmaschine begeistert sein. Der Vorteil einer Kapselmaschine ist nämlich, dass auch nur eine Tasse passgenau zubereitet werden kann. Das ist zudem praktisch, wenn der Kaffeegeschmack in einem Haushalt sehr unterschiedlich ist: So kann jeder ganz individuell und unkompliziert den für ihn perfekten Kaffee genießen. Kaffeekapseln sind aromaversiegelt, was der Haltbarkeit und dem Aroma zu Gute kommt. Während große Kaffeepackungen nach dem Öffnen sehr schnell an Aroma verlieren können, sind die Portionsgrößen bis zu Verwendung luftdicht verschlossen und frisch. Das bekannteste Beispiel sind hier übrigens die Nespresso Kapseln.
Instant Kaffee oder, wie er auch genannt wird, löslicher Kaffee ist die wohl einfachste und schnellste Zubereitungsart des Kaffees. Je nach Produkt und Geschmack werden beim Instant Kaffee 1-2 Löffel in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser übergossen – nach kurzem Umrühren ist der Kaffee dann fertig. Der in den meisten Fällen ebenfalls aus Arabica oder Robusta hergestellte Kaffee eignet sich besonders gut für Unterwegs, im Büro oder überall da, wo man heißes Wasser, ein Gefäß und einen Löffel zur Verfügung hat, aber keine Kaffeemaschine. Besonders praktisch sind unterwegs die einzeln verpackten Portionsgrößen, die oft auch schon mit Zucker und Milch bereichert sind. Mittlerweile gibt es Instant Kaffee auch mit einem Zusatz von sehr fein gemahlenem Röstkaffee, was dem unverwechselbaren Aroma eines frisch aufgebrühten Kaffees besonders nah kommen soll.
Um die Entscheidung über die perfekte Zubereitungsart zu erleichtern, hier nochmal alle Vor- und Nachteile auf einem Blick:
| Zubereitungsart | Vorteile | Nachteile |
| Kaffeepulver | günstig, es können viele Tassen Kaffee auf einmal gekocht werden | Das Aroma kann sich bei gemahlenem Kaffee schnell verflüchtigen, oft nur wenig Sortenvielfalt |
| Kaffeebohnen | günstig, besonders aromatisch und frisch | Die Anschaffung der Kaffeemaschine oder Mahlmaschine kann relativ teuer sein, Sortenvielfalt oft beschränkt |
| Pads | große Sortenvielfalt, einfache Handhabung und Dosierung, schnelle Zubereitungszeit | relativ teuer, es kann nicht für mehrere Leute gleichzeitig Kaffee gekocht werden, |
| Kapseln | frische durch luftdichten Verschluss der Kapseln, schnelle Zubereitungszeit, einfache Handhabung und Dosierung, große Sortenvielfalt | Die teuerste Variante, es kann nur eine eine geringe Menge Kaffee auf einmal gekocht werden, Kunststoffkapseln belasten die Umwelt |
| Instant Kaffee | schnell und unkompliziert in der Zubereitung, relativ günstig | oft weniger aromatisch als andere Kaffeearten |
Wer nicht auf fertig aromatisierte Kaffeevarianten zurückgreifen möchte, dem bieten Kaffeesirups zum individuellen Einsatz eine gute Alternative. Kaffeesirup gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Sorten: Geschmacksrichtungen wie Haselnuss, Karamell, Vanille und Schokolade sind dabei besonders beliebt. Es gibt aber auch ausgefallene Sorten wie Pfefferminze oder Lebkuchen. Damit sich der Sirup optimal entfalten kann, empfiehlt es sich, den Sirup nicht in den puren Kaffee zu geben, sondern dem Heißgetränk vorab Milch und Sahne zu gleichen Teilen hinzuzufügen. Der Milchanteil begünstigt nämlich die Entfaltung des Aromas, ansonsten schmeckt der Kaffee einfach nur süß.
Die Röstung ist ein Prozess bei dem durch eine große Hitzezufuhr die Aromastoffe der Kaffeebohne freigesetzt werden. Dabei können bis zu 1000 verschiedene Aromen aus der Kaffeebohne gelöst werden. Die Röstdauer und -temperatur beeinflussen den Kaffeegeschmack im Wesentlichen in der Säure, dem Röstaroma und der Freisetzung von Bitterstoffen. Ist die Röstung zu hell, schmeckt der Kaffee eher säuerlich. Eine sehr dunkle Röstung, wie sie beispielsweise für Espressobohnen verwendet wird, kann hingegen sehr viele Bitterstoffe enthalten.
Die verschiedenen Röstungsgrade können folgendermaßen gestaffelt werden:
| Röstungsgrad | Farbe | Geschmack |
| helle Röstung | hellbraun | säurebetont, nur wenige Röststoffe |
| mittlere Röstung | mittelbraun | säurebetont, leichtes Röstaroma |
| dunkle Röstung | mittelbraun-dunkelbraun | wenig Säure, Starkes Röstaroma, Zunahme der Bitterstoffe |
| doppelte Röstung | dunkelbraun | sehr starker Röstgeschmack |
Auf Kaffeeverpackungen sind häufig keine direkten Angaben über das Röstverfahren gegeben. Stattdessen dienen Bezeichnungen wie „mild“, „kräfig“ oder „stark“ der Orientierung.
Wo Bio drauf steht, da ist auch Bio drin – und das ist in Europa anhand des grünen Bio-Zeichens leicht zu erkennen. Produkte, die mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet sind, wurden nach den strengen Kriterien der EG-Öko-Verordnung hergestellt und kontrolliert. Das heißt vor allem: Es wurden keine künstlichen Spritz- und Düngemittel verwendet. Beim biologischen Anbau des Kaffees werden oft nur sehr hochwertige Kaffeebohnen gewählt, meistens zu 100% Arabica.
Fairtrade – das steht vor allem für einen fairen Handel und gerechte Löhne für die Kaffeebauern. Die Zertifizierungszentrale setzt sich dafür ein, dass die Bauern einen Mindestpreis pro Pfund erhalten, der über dem Weltmarktpreis liegt. Zudem sollen langfristige Lieferbeziehungen, die möglichst ohne Zwischenhändler funktionieren, zur finanziellen Stärkung der Kaffeebauern beitragen. Zwar sagt das Fairtrade-Siegel nicht direkt etwas über die Qualität des Kaffees aus, jedoch sind Fairtrade-Produkte sehr häufig auch mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet.
Das UTZ-Zertifikat steht nicht nur für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Anbau von Kaffeepflanzen; die UTZ CERTIFIED Foundation setzt sich vor allem für verbesserte soziale Lebensbedingungen der Kaffeebauern ein. So werden ihnen beispielsweise Schulungen ermöglicht und ihnen vermittelt, wie sie am Weltmarkt überhaupt eine Chance zum Bestehen haben. Auch setzt sich die Organisation beispielsweise für den Zugang zu Ausbildungen und für die gesundheitliche Sicherung der Kaffeebauern ein.
Innerhalb der einzelnen Kaffeesorten kann es große Unterschiede in der Qualität geben, diese sind jedoch für den Endverbraucher meistens nur schwer erkennbar. Der Hinweis, dass es sich um „100% Arabica-Bohnen“ handelt, ist prinzipiell ein Gütekriterium, wenngleich nicht festgehalten wird, von welcher Qualität diese sind. Wird keinerlei Angabe zur Kaffeebohnensorte gemacht, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine Kaffeemischung handelt. Außerdem gibt es qualitative Unterschiede, die sich vor allem auf die Reife der geernteten Kaffeefrüchte oder die Höhenlage der Kaffeeplantage beziehen. Für den Endverbraucher sind jedoch auch diese Unterschiede nur sehr schwer festzumachen. Lediglich der Zusatz „Hochlandkaffee“ lässt auf ein Anbaugebiet in einer äußerst guten Höhenlage schließen und ist demnach eine besondere Qualitätsauszeichnung.
Auch entkoffeinierter Kaffee enthält Koffein, wenn auch nur in einem sehr geringen Maß. Allerdings gilt in der EU die Richtlinie von 0,1 Prozent – Kaffee, der mehr Koffein hat, darf nicht als entkoffeiniert oder koffeinfrei verkauft werden. Trotz des so niedrigen Prozentsatzes an Koffein sollten Sie jedoch, besonders in der Schwangerschaft und bei einer Koffeinempfindlichkeit – auch koffeinfreien Kaffee nur in Maßen genießen und in der Schwangerschaft am besten ganz darauf verzichten. Wer sehr viel Kaffee trinkt, kommt auch so auf eine relativ hohe Koffeinzufuhr.
Bezieht man sich auf die Menge, hat Espresso tatsächlich mehr Koffein. Pro Tasse gerechnet haben Kaffee und Espresso jedoch gleich viel Koffein, da bei beiden etwa 7 Gramm Kaffeepulver verwendet wird. Dass eine Tasse Espresso am Morgen also wacher macht als eine Tasse Kaffee ist ein Irrglaube.
Bio-Kaffee unterscheidet sich von normalem Kaffee insbesondere in der Herstellung, denn es wird komplett auf künstliche Spritz- und Düngemittel verzichtet. Das schont nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Natur. In Europa werden Bio-Produkte mit dem grünen Bio-Siegel gekennzeichnet, das nur nach der Erfüllung strenger Kriterien verwendet werden darf. Für Kaffee gibt es eine Reihe weiterer unterschiedlicher Gütesiegel, wie beispielsweise das Fairtrade-Siegel und die UTZ-Zertifizierung, die den fairen Handel, die faire Bezahlung und eine bessere soziale Situation der Kaffeebauern garantieren.
Pauschal ist das sehr schwer zu beantworten, da die Geschmäcker beim Kaffee sehr unterschiedlich sind. Fest steht jedoch, dass das Kaffeearoma am besten zur Geltung kommt, wenn das Kaffeepulver ganz frisch gemahlen ist, da sich die Aromen sonst sehr schnell verflüchtigen. Neben den Kaffeebohnen zum Selbermahlen bieten auch die Kaffeekapseln aufgrund ihrer Aromaversiegelung eine Frischegarantie.
Die Kaffeeröstung spielt eine sehr große Rolle, vor allem für das Aroma. Erst beim Rösten werden bis zu 1000 Aromastoffe von der Kaffeebohne gelöst. Wird ein Kaffee nur sehr leicht geröstet, ist die ursprünglich hellgrüne Kaffeebohne nur leicht gebräunt und hat noch einen sehr hohen Säuregehalt. Röststoffe sind dann erst sehr wenige zu schmecken. Je länger und stärker die Bohnen geröstet werden, desto mehr entfaltet sich das Röstaroma und die Kaffeebohne wird zunehmend dunkler. Bei einer sehr dunklen Röstung können jedoch nicht nur die Röstaromen den Geschmack dominieren, sondern auch die durch die starke Röstung freigegeben Bitterstoffe.
Laut des Deutschen Kaffeeverbands trinkt jeder Deutsche durchschnittlich über 150 Liter Kaffee im Jahr – kein Wunder also, dass die Kaffeevielfalt immer größer wird. Sich zwischen den verschiedenen Kaffeesorten
und Zubereitungsarten zu entscheiden, fällt da mittlerweile gar nicht
mehr leicht. Was ist der richtige Röstungsgrad für den optimalen Kaffee? Und welche Vor- und Nachteile hat die Zubereitung mit Pulver, Pads oder Kapseln? Auch die ökologische Kaffeeherstellung
ist in den letzten Jahren für viele Käufer immer wichtiger geworden –
doch wie erkennen Sie überhaupt, unter welchen Bedingungen Ihr Kaffee
hergestellt wurde? In unserem Ratgeber verraten wir Ihnen, wie Sie den
für Ihren Geschmack perfekten Kaffee finden, und auf welche Siegel Sie
achten sollten, wenn Sie auf die ökologische Herstellung Ihres Kaffees
besonderen Wert legen.

Arabica-Kaffee macht über die Hälfte des gesamten Welthandels aus und zählt somit zu den meistverkauften und -verarbeiteten Kaffeesorten der Welt. Der Geschmack des Arabica-Kaffees wird unter Kennern oft als edel und besonders fein beschrieben, da er aufgrund der leichten Röstung über nur sehr wenig Bitterstoffe und eine besonders ausgewogene Säure verfügt. Im Vergleich zu anderen Kaffeesorten hat der überwiegend im Hochland angebaute Kaffee zudem einen relativ geringen Koffeingehalt von unter zwei Prozent. Auch der Gehalt an Chlorogensäure, der für die Magenverträglichkeit ausschlaggebend ist, ist bei einem Kaffee der Sorte Arabica sehr gering. Durch den niedrigen Chlorogengehalt wird zusätzlich der Harndrang, der häufig durch übermäßigen Kaffeegenuss hervorgerufen wird, deutlich vermindert. Robusta-Kaffee ist die zweite, und neben dem Arabica-Kaffee einzige, auf dem Weltmarkt stark vertretene Kaffeesorte. Da die Pflanzen der Robusta-Bohne deutlich unempfindlicher sind und wesentlich schneller wachsen, ist der Ertrag der Robusta-Kaffeepflanze um ein Vielfaches höher als der der Arabica-Pflanze. Der Geschmack wird jedoch häufig als erdig oder modrig beschrieben. Zudem verfügt der Robusta-Kaffee über sehr viele Bitterstoffe. Der Koffeingehalt ist beim Robusta deutlich höher als beim Arabica: Er enthält durchschnittlich zwei Mal mehr Koffein. Auch der Gehalt an Chlorogensäure ist sehr viel höher. Aufgrund des relativ starken Koffeingehalts und des typisch herben Geschmacks, der von Espresso-Liebhabern oft auch als typisch für einen guten Espresso empfunden wird, wird der Robusta-Kaffee auch besonders häufig in Espressomischungen verwendet. Jedoch sind auch in handelsüblichen Kaffeepackungen, sofern nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird, Arabica und Robusta sehr oft in einem Mischverhältnis abgepackt. Das Verhältnis zueinander kann variieren, jedoch ist meistens ein kleinerer Teil an Robusta-Kaffee zugefügt. Erst die explizite Auszeichnung „100% Arabica-Kaffee“ gibt dem Käufer die Sicherheit, dass der gekaufte Kaffee tatsächlich aus reinem Kaffee der Arabica-Bohne besteht. Andernfalls ist davon auszugehen, dass es sich um eine Kaffeemischung handelt. Natürlich gibt es auch innerhalb der einzelnen Sorten Unterschiede, die sich vor allem auf die Reife der geernteten Kaffeefrüchte oder die Höhenlage der Kaffeeplantage beziehen. Für den Endverbraucher sind diese Unterschiede jedoch nur sehr schwer festzumachen. Lediglich der Zusatz „Hochlandkaffee“ lässt auf ein Anbaugebiet in einer äußerst guten Höhenlage schließen und ist eine besondere Qualitätsauszeichnung. Bei Arabica-Kaffee geht man bei etwa 600-1200 Metern über dem Meeresspiegel von einer optimalen Lage der Kaffeeplantage aus, Robusta-Plantagen liegen etwa bei der Hälfte.
Koffein kann Aufmerksamkeit und Konzentration steigern und macht vor
allem wach – ein Grund, warum viele Kaffeeliebhaber auf ihren
morgendlichen Kaffee nicht verzichten wollen. Allerdings kommt es auch
vor, dass das Koffein im Kaffee zu Einschlafproblemen und sogar
Bluthochdruck führt. Koffeinempfindliche Menschen sollten dann auf einen
entkoffeinierten Kaffee zurückgreifen.
Zur Entkoffeinierung gibt es verschiedene Verfahren: Beim ersten
kommerziellen Entkoffeinierungsverfahren, dem Roselins-Verfahren, wurden
die Kaffeebohnen zunächst in einer Salzlösung zum Quellen gebracht und
im Anschluss mit dem Lösungsmittel Benzol behandelt. Seit einigen Jahren
wird Benzol jedoch als gesundheitsgefährdend eingestuft, so dass diese
Praktik keine Anwendung mehr findet. Stattdessen verwendet man
heutzutage Lösungsmittel, die auch in verschiedenen Obst- und
Gemüsesorten vorkommen oder alternativ dazu Verfahren, die mit
Wasserdampf und Druck oder mithilfe spezieller Öle das Koffein
extrahieren. Abhängig vom jeweiligen Verfahren können jedoch beim
Extrahierungsprozess auch die für den richtigen Kaffeegeschmack
so entscheidenden Aromen gelöst werden. Das Arbeiten mit
Kaffeebohnenöl, das aus gerösteten Kaffeebohnensamen besteht, verhindert
die Verflüchtigung der Aromastoffe.
Das gesamte Koffein zu entziehen, ist bisher bei keinem der Verfahren möglich, so dass immer ein geringer Restgehalt
bleibt. Es darf in einem entkoffeiniertem Kaffee allerdings nicht mehr
als 0,1 Prozent Koffein enthalten sein – so schreibt es die EU als
einheitlichen Richtwert vor. Wer also sehr empfindlich auf Koffein
reagiert, der sollte auch entkoffeinierten Kaffee unbedingt nur in Maßen
genießen, denn 10 Tassen können dann so viel Koffein enthalten, wie
eine normale Tasse Kaffee – das sollte man auch in der Schwangerschaft
unbedingt beachten.
Als Alternative zu koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee gibt es
auch Kaffeemischungen, die in einem 50:50-Verhältnis stehen, diese sind
meistens durch Zusätze wie beispielsweise „Balance“ gekennzeichnet.

Das ursprünglich aus Mailand stammende Heißgetränk ist eine besonders konzentrierte Variante des Kaffees. Typisch für den Espresso ist die sehr dunkle Röstung der Kaffeebohnen
und die hellbraune Schaumschicht – die sogenannte Crema. Um das
optimale Aroma und eine gleichmäßige Crema zu erhalten ist der Druck der
Maschine von besonderer Wichtigkeit: Etwa 9 Bar sollte die Espressomaschine leisten können, um einen guten Espresso genießen zu können. Auch der Mahlgrad ist beim Espresso nicht unwichtig: Ist das Mehl zu fein gemahlen, so kann es sein, dass der Espresso-Kaffee
zu bitter wird, da unter Umständen zu viele Bitterstoffe freigesetzt
wurden. Ein zu grober Mahlgrad hingegen kann einen eher säuerlichen oder
zu geringen Geschmack hervorrufen, auch kann sich ein zu grobes Pulver
negativ auf die Konsistenz und Menge der Crema auswirken.
Oft wird angenommen, dass in einem Espresso deutlich mehr Koffein
enthalten ist. Jedoch wird für die Zubereitung im Normalfall die gleiche
Menge Kaffeemehl verwendet, wie für einen herkömmlichen Kaffee: etwa 7
Gramm (~ 50 Gramm Kaffeebohnen). Eine Tasse Espresso
hat also nicht mehr Koffein, als eine Tasse Kaffee – der wesentliche
Unterschied ist die relativ geringe Portionsgröße eines Espressos von
etwa 25 ml.
Espresso ist auch für Kaffeeliebhaber, die eher eine leichtere Variante
des Kaffeegenusses favorisieren, unerlässlich geworden. Er bildet
nämlich die Basis einiger beliebter Kaffeegetränke wie Latte Macchiato,
Caffè latte oder Cappuccino.
Das Thema Nachhaltigkeit wird in Deutschland auch im Bereich Lebensmittel immer wichtiger – im Zuge dessen ist auch Bio-Kaffee in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden. Dieser unterscheidet sich vom herkömmlichen Kaffee im Wesentlichen in der Art des Anbaus. Beim ökologischen Anbau wird auf künstlich hergestellte Spritz- und Düngemittel verzichtet, so dass nicht nur der Boden des Anbaugebiets geschützt wird, sondern auch die Natur. Mit einem nachhaltigen Kaffeeanbau kann zudem dafür gesorgt werden, dass das Ackerland besonders fruchtbar bleibt. Bio-Kaffee zeichnet sich in den meisten Fällen zusätzlich durch eine gehobene Qualität aus: Zur Herstellung werden meistens zu 100% Arabica-Bohnen verwendet. Dass es sich um ein hochwertiges Bio-Produkt handelt, ist für den Verbraucher anhand des grünen Bio-Siegels leicht ersichtlich. Zudem sind viele Bio-Kaffeesorten auch unter den Bedingungen des Fair Trades (also des fairen Handels mit den Kaffeebauern) hergestellt worden oder entsprechen anderen ökologischen Gütekriterien.
In den vergangenen Jahren hat aromatisierter Kaffee zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Was vor einigen Jahren in angesagten Kaffeeshops für einen regelrechten Hype sorgte, hat längst Einzug in deutsche Haushalte erhalten: Kaffee mit verschiedenen Aromen. Wer den speziellen Kaffeegenuss sucht, der ist hier genau richtig – ob Karamell, spezielle Schokoladensorten, Pfefferminze oder Lebkuchen, die Auswahl ist riesig. Auch die Form der Zubereitung ist vielfältig: Mittlerweile ist die mit Aromastoffen bereicherte Variante des Kaffees in fast allen möglichen Zubereitungsformen möglich. Besonders sind jedoch die Kaffeepads, -kapseln und Instantvarianten für ihre Produktvielfalt durch spezielle Aromen bekannt. Wer trotzdem seinem mit Pulver gekochten Kaffee eine spezielle Note verpassen oder nur ab und zu auf Aromazusätze zurückgreifen möchte, für den gibt es spezielle Kaffeesirups, die je nach Geschmack und Vorliebe hinzugegeben werden können.