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Matratzenart: Kaltschaummatratzen - Härtegrad: H2
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Matratzen Ratgeber

1. Matratzenarten

1.1 Schaummatratzen

Die Kaltschaummatratze besteht aus Polyurethan, einem Stoff auf Rohöl-Basis – sehr weich und geruchsneutral – der einen gesunden Schlaf fördert. Bei der Herstellung entstehen große und kleine Poren, die für die Flexibilität der Matratze und eine gute Luftzirkulation sorgen. Das kann Milben- und Schimmelbefall vorbeugen.

Die wichtigste Eigenschaft für einen gesunden und gemütlichen Schlaf sind die fünf bis sieben verschiedenen Liegezonen, über die jede Kaltschaummatratze verfügt. So wird der Körper nach Bedarf entlastet oder gestützt. Das beugt Verspannungen und Schmerzen vor.

Die Viscoschaum-Matratze besitzt eine Kaltschaumbasis, auf die der Visco-Schaum aufgetragen ist. Das garantiert die notwendige Stützkraft, die das weiche Material alleine nicht bieten würde.

Vorteile Nachteile
Kaltschaummatratze
  • Formstabil
  • Außergewöhnlich lange Lebensdauer
  • Geringes Gewicht, dadurch leicht transportabel
  • Verschiedene Poren sorgen für eine gute Feuchtigkeits- und Luftzirkulation
  • Kann während eines Transportes gefaltet oder gerollt werden
  • Durch die gute Wärmeisolation wird die Schweißbildung gefördert
  • Es wird bei der Herstellung auf feuerhemmende Stoffe verzichtet; durch spezielle Überzüge wird das Risiko jedoch verringert
Viscoschaum-Matratze
  • Optimale Entlastung, da kein Gegendruck entsteht
  • Gleichmäßige Gewichtsverteilung
  • Bei orthopädischen Beschwerden ideal unterstützend
  • Absolut antiallergisch
  • Reagieren sehr träge und behindern dadurch Veränderungen der Schlafposition
  • Schlechte Belüftung durch starke Wärmespeicherung
  • Härtegrad stark von der Zimmertemperatur abhängig

1.2 Latexmatratzen

Wenn Sie über den Kauf einer Latex-Matratze nachdenken, haben Sie die Wahl zwischen einer natürlichen- und einer rein synthetischen Matratze.
Die Naturlatex-Matratzen bestehen aus einer Mischung aus natürlichem und synthetischem Latex. Dabei verfügt das natürliche über eine höhere Elastizität als das synthetische. Die größten Vorteile dieser Matratzenart sind:

Vorteile der LatexmatratzeNachteile der Latexmatratze:
Sehr hygienisch, benötigt aber regelmäßige Pflege Hervorragende Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung Ein hoher Naturlatexanteil passt sich optimal an den Körper an Sehr gut für Allergiker geeignet Hoher Anteil an synthetischem Latex führt schnell zu Formverlust Hoher Kautschuk-Anteil sehr teuer Kalte Raumtemperaturen beschädigen das Material und können Schimmel verursachen Lichteinfall kann die Matratze auf Dauer beschädigen Nicht alle Lattenroste können verwendet werden

Zusätzlich ist bei großen und schweren Personen empfehlenswert, die Raumdichte der Matratze zu beachten. Diese sollte möglichst hoch sein und 70 kg/m³ nicht unterschreiten, da sonst keine optimalen Liegeeigenschaften geboten werden können. Der Naturlatex-Anteil ist sehr lichtempfindlich, weswegen immer eine gute Abdeckung auf der Matratze liegen sollte.

1.3 Federkernmatratzen

Federkernmatratzen bestehen im Kern aus Stahlfedern. Es existieren folgende unterschiedliche Federkerne:

Bonnellfederkern:
  • Große, spiralförmige Federn; relativ unelastisch
  • Je höher die Belastung wird, desto härter wird das Liegegefühl auf der Matratze
Leichtfederkern/ Endlosfederkern
  • Kleine, rechteckige Federn; doppelt so viele wie bei der Bonnell-Matratze
  • Geringes Gewicht; relativ elastisch
Taschenfederkern
  • Einzelne, in Taschen eingenähte Federn; auf die gesamte Fläche verteilt
  • Gute Anpassung an den Körper; sehr elastisch

Schemazeichnung Federkernmatratze [Hier klicken und Einblenden]

Häufig werden die Federn und der Schaumstoff zur Gewährleistung der idealen Flexibilität in abwechselnder Reihenfolge in einer Matratze verarbeitet.
Die Polsterträger bestehen dabei zumeist aus Filz oder Vlies und fangen die Reibung der Federn ab.

Vorteile der Federkernmatratze:Nachteile der Federkernmatratze:
Durch die Metallfedern sehr robust und haltbar Geräuscharm Hervorragende Belüftung Sehr pflegeleicht Der robuste Kern federt die Bewegung des Schläfers ab Hochwertige Matratzen haben eine gute Punktelastizität Hochwertige Modelle relativ teuer Günstige Modelle: keine ideale Punktelastizität. Durch die relativ feste Form für verstellbare Lattenroste ungeeignet Federn können sich durch die Polsterung drücken und den Liegekomfort einschränken

1.4 Weitere Matratzenarten

Luftbett
  1. Naturmatratze
    • Schadstofffrei und natürlich
    • Besteht aus: Rosshaar, Stroh, Kokosfasern oder Seegras
  2. Futon
    • Dünne, mit Baumwollfasern gefüllte Matratze
    • Traditionell direkt auf dem Boden liegend
  3. Luftkernmatratze
    • Luftbefüllter Kern, dadurch gute Anpassung an den Körperdruck
    • Ähnelt den Eigenschaften eines Wasserbettes
  4. Wasserbett
    • Durch das Wasser wird kein Druck auf den Körper ausgeübt
    • Optimale Entlastung der Wirbelsäule

2. Matratzenbezüge und -schoner

Matratzenschoner

Der Matratzenbezug gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Matratze, da er sowohl dem Schutz der Matratze, als auch dem idealen Liegen dient. Bei der Herstellung des Bezugs werden viele verschiedene Materialien verwendet:

Reine Polyesterbezüge:
  • Sehr dehnbar/elastisch, weich und gemütlich
  • Kostengünstig
  • Vermindert allergische Reaktionen
Lyocell-Bezüge
  • Bequem, atmungsaktiv, elastisch
  • Lange Lebensdauer
Frottee-Bezüge
  • Besonders gute Saugkraft
  • Elastisch und sehr haltbar

Um die Haltbarkeit zu steigern und Hygiene zu gewährleisten, ist Pflege und Reinigung der Bezüge sehr wichtig. Besonders abnehmbare Bezüge, die problemlos bei 60 Grad Celsius gewaschen werden können, haben deutliche Pluspunkte bei der Hygiene.

Matratzenschoner

Mit einem hochwertigen Matratzenschoner wird die Haltbarkeit der Matratze erheblich verlängert und außerdem für eine verbesserte Hygiene gesorgt. Die gesteppte Auflage kann der Nutzer mittels Gummibänder an den Ecken der Matratzen befestigen. Sie liegt daraufhin zwischen Laken und Matratze und schützt die Matratze vor Verschmutzung. Da die meisten Matratzenschoner zwischen 60 und 95 Grad waschbar sind, ist auch eine Reinigung unproblematisch.

Zusätzlich sind die Schoner sehr weich und erhöhen daher auch den Schlaf- und Liegekomfort.

3. Härtegrad

Im Idealfall sollte der Mensch so liegen, dass der menschliche Körper seine natürliche Doppel-S-Form einnehmen kann und die Wirbelsäule zwischen Kopf und Steißbein eine gerade Linie bildet. So ist die Regeneration des Körpers optimal gewährleistet. Grundsätzlich können folgende Durchschnittswerte für die Härtegrade festgehalten werden:

H1: WeichBis ca. 65 kg Körpergewicht
H2: Mittel Bis ca. 80 kg Körpergewicht
H3: HartBis ca. 95 kg Körpergewicht
H4: Sehr hartÜber 95 kg Körpergewicht

Fast noch wichtiger für einen guten und erholsamen Schlaf als der Härtegrad ist eine angemessene Höhe der Matratze. Wenn die Matratzenhöhe zu gering ist, um den Druck des Körpers richtig zu verteilen, kommt es zu Stauchungen und die ideale Liegeposition kann nicht erreicht werden. Eine gesundheitsfördernde Matratze sollte mindestens 16 Zentimeter hoch sein.

4. Liegezonen

Empfohlene Matratzengröße
Erwachsener (eine Person)Mindestens: 90x200 Zentimeter
Erwachsene (zwei Personen)Mindestens: 160x200 Zentimeter
KinderMindestens: 60x120 Zentimeter

Wichtig: Bei der Länge der Matratze gibt es ebenfalls Unterschiede. Als Faustregel für das gesündeste Liegen gilt:

Länge = Körpergröße + 20 Zentimeter

Die meisten Matratzen werden mit 200 Zentimeter Länge angeboten. Matratzen mit 190, 210 oder 220 Zentimeter Länge werden aber auch produziert, um jedem Benutzer einen idealen Schlaf zu ermöglichen.

Die gängigsten Matratzengrößen

Liegezonen

Um sowohl eine gerade Wirbelsäule, als auch eine gute Durchblutung zu fördern, werden Matratzen in verschiedener Ausprägung und mit bis zu sieben Liegezonen hergestellt:

7 Liegezonen der Matratzen
  • Fersenzone
  • Oberschenkel-/Wadenzone
  • Beckenbereich
  • Lendenbereich
  • Rückenzone
  • Schulterzone
  • Kopfzone

Sollten Sie mit einer Region besondere Probleme haben, zum Beispiel im Beckenbereich, achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihre neue Matratze unterstützend den Linderungsprozess beeinflusst.


5. Lattenroste

Der Lattenrost gehört ebenfalls zu den Kernelementen des Bettes. Er sollte elastisch, flach und anpassungsfähig sein. Federholzrahmen werden diesen Anforderungen zumeist gerecht. Ein guter Lattenrost besteht aus 28 Leisten und mehr, um eine gute Punktelastizität zu gewährleisten und die Wirbelsäule zu stützen. Außerdem hat das Gestell eine enorme Bedeutung für die Hygiene, da durch die Zwischenräume des Lattenrostes die Luft zirkuliert.

Welche Lattenroste gibt es?
  1. Unverstellbarer Lattenrost
    • Mit elastischen Doppel-Federleisten ausgestattet
    • Für nahezu alle Matratzenarten geeignet
  2. Federholzlattenrost
    • Gewölbte Holzleisten werden in flexiblen Taschen befestigt
    • Besteht aus 16-48 Leisten
    • Oftmals besondere Schulter- und Beckenzonen
    • Kopf- und Fußteil manuell verstellbar
  3. Mehrzonenlattenrost
    • Besonders für Matratzen mit mehreren Liegezonen geeignet
    • Durch die Federn und den Teller kann der Härtegrad in allen Bereichen angepasst werden
  4. Rollrost
    • Leisten aus Schichtholz, die nicht an einem Rahmen, sondern durch ein elastisches Band miteinander verbunden sind
    • Ausreichende Luftzirkulation
Flexibler Lattenrost
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