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Holzspalter (106 Artikel)

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Holzspalter Ratgeber

1. Was Sie beim Kauf eines Holzspalters beachten sollten

Leistungsstarke Modelle spalten nasses, feuchtes und trockenes Holz sowie Astholz gleichermaßen. Dabei bestimmt die zu verarbeitende Holzmenge und -art die Größe und Typ des Gerätes.

Sowohl für den gewerblichen, als auch für den privaten Gebrauch sind Holzspalter interessant.

Privatgebrauch:

  • Die Hydraulik eines Holzspalters ersetzt das mühevolle Spalten von Kamin- und Brennholz mit der Axt. Vorteil: Ein Holzspalter entlastet und schont den Rücken
  • Müssen meist maximal Meterstücke verarbeiten können
  • Die Anschaffung lohnt sich bei einem Verbrauch von mehreren Raummetern im Jahr, also beispielsweise für ein Haus, das per Holzofen erwärmt wird
  • Hohe Mobilität durch Räder und kompkte Bauweise.
  • Leichte Bedienbarkeit
  • Hohe Sicherheitsstandards

Gewerblich:

  • Hier sind Holzspalter unverzichtbar, um die anfallenden Mengen an Holz zu verarbeiten.
  • In der Regel werden dafür sehr große und teure Geräte verwendet, die teilweise ganze Baumstämme spalten können.
  • Bis 30 Tonnen Spaltkraft möglich.
  • Sind meist schwer und sperrig.

Antriebstypen:

TypVorteileNachteile
Elektro-HolzspalterGrößte Auswahl, da häufigster Antrieb. Meist kompakt, deshalb für den Hausgebrauch geeignet. Es gibt Geräte mit 230V und mit 400V (Starkstrom). Geringe Betriebslautstärke. An Steckdose gebunden, geringe Mobilität.
Verbrennungsmotor- HolzspalterMobil, da nicht auf Stromkabel angewiesen.Meist kompakt, für den Garten durchaus geeignet.Genug Reservebenzin muss eingeplant werden. Hoher Geräuschpegel.Abgase – nicht in geschlossenen Räumen verwenden.
Wasser-Hydraulik- HolzspalterEinige Modelle können optional auch über die Zapfwelle eines Traktors betrieben werden. Für längere Holzstämme bestens geeignetOft sehr groß und schwer.Weniger mobil, da sie mithilfe eines Hochdruckreinigers betrieben werden.Wasser und Stromanschluss vonnöten.
Zapfwellen- HolzspalterMobil – können überall betrieben werden, wo der Traktor hinkommt. Antrieb über die Zapfwelle eines Traktors.Für große Holzstämme geeignet.Unabhängig von StromTraktor muss laufen – hoher Benzin- oder DieselveLauter als die anderen Varianten.



2. Stehend oder liegend

Die Spaltkraft wird bei allen Modellen entweder von Hydraulikzylindern erzeugt, die sich auf und ab bewegen, oder von einem hydraulischen Sockel, der das Holz gegen den Spaltkeil presst. Zudem gibt es die Holzspalter in einer liegenden als auch stehenden Ausführung.


2.1 Liegende Holzspalter

    Liegende Holzspalter
  • Bei liegenden und mobilen Holzspaltern müssen Sie immer für einen festen Untergrund sorgen.
  • Mehrere Holzstämme hintereinander zu spalten, beschleunigt den Arbeitsablauf ungemein, besonders mit größeren Modellen.
  • Praktisch: Das Holz landet nach dem Spaltvorgang direkt auf dem Boden und benötigt somit keine weitere helfende Hand.
  • Bei liegenden Holzspaltern wird das Holzstück auf einem Gleitschlitten platziert und dann in einen Spaltkeil hineingeschoben
  • Die Spaltkraft beträgt bei den meisten Modellen um die vier Tonnen.
  • Diese Geräte sind in der Regel günstiger und platzsparender – eher für den Hausgebrauch geeignet.

2.2 Stehende Holzspalter

  • Stehende Holzspalter haben meist eine höhere Spaltkraft als die liegende Variante, ab sieben Tonnen.
  • Bei dieser Art von Holzspaltern wird das Holz auf einem Spalttisch platziert und durch den von oben nach unten fahrenden Spaltkeil zerteilt.
  • Besonders bei größeren Holzmengen zum dauerhaften Heizen, sind stehende Holzspalter die deutlich bessere Alternative.
  • Wegen der weitaus höheren Spaltkraft, sind stehende Holzspalter im Preissegment in der Regel höher angesiedelt als liegende.



3. Spezifische Eigenschaften von Holzspaltern

Spaltdruck/Spaltkraft
    Spaltdruck
  • Wichtig: gibt die maximale Kraft an, mit der das Holz zerteilt wird.
  • Kleinere Holzspalter haben einen Spaltdruck von vier bis acht Tonnen, größere Profi-Holzspalter sogar bis zu 30 Tonnen.
  • Eine hohe Spaltkraft wird besonders für das Spalten von nassem Holz benötigt – günstigere Geräte sind dafür weniger geeignet.
Spalthub
  • Ist die Länge, bzw. der Weg, den das Spaltwerkzeug für den Spaltvorgang zurücklegen muss.
  • Für Kaminholz eignet sich ein Holzspalter mit kleinerem Spalthub, da das Spaltwerkzeug nur einen geringeren Weg zurücklegen muss – das spart Zeit
Motorleistung
  • Sollte abhängig von der zu verarbeitenden Holzart gewählt werden.
  • Bei stärkeren Hölzern, wie z. B. Eiche, wird auch deutlich mehr Motorleistung gefordert.
Vorlauf-/Rücklaufgeschwindigkeit
  • Gibt an, wie schnell sich das Spaltwerkzeug bewegt, also die Geschwindigkeit mit der das Holz gespalten wird.
  • Manche Holzspalter können das Holz sowohl im Vorlauf als auch im Rücklauf spalten.

Sicherheit
Folgende Sicherheitseinrichtungen sollten Sie beachten:

Zweihandbedienung
  • Unverzichtbar: Sie sorgt dafür, dass das Spaltmesser erst dann nach unten fährt, wenn beide Bedienhebel von Ihnen nach unten gedrückt werden
  • Wenn sich eine Hand dabei löst, bleibt das Spaltmesser sofort stehen.
  • Nur bei diesen Geräten wird sichergestellt, dass sich beim Spalten keine Hand mehr am Holzscheit befindet.
Elektrische Anlaufsicherung
  • Wenn der Strom nach einer Unterbrechung wiederkehrt, verhindert die Sicherung ein unkontrolliertes Wiederanlaufen des Geräts.
Schlauchüberzüge über den Hydraulikleitungen
  • Sorgen dafür, dass bei Beschädigungen kein Hydrauliköl austreten kann.
Überlastventil
  • Wenn das Spaltmesser auf nicht spaltbares Material stößt und dadurch blockiert wird, kann es zu einem Systemüberdruck kommen. Das Überlastventil verhindert Motorschäden.
Sicherheits-Notschalter:
  • Dieser bewirkt im Bedarfsfall ein sofortiges Stoppen der Maschine.


4. Der sichere Umgang mit dem Holzspalter

  • Vor Inbetriebnahme des Holzspalters lesen Sie zuallererst die Betriebsanleitung.
  •  Immer entsprechende Arbeits- und Schutzkleidung tragen. Dazu zählen besonders: Sicherheitsbrille, Schutzhelm, Arbeitshandschuhe und Sicherheitsschuhe.
  • Besonders wichtig: Achten Sie darauf, den Standort so zu wählen, dass der Holzspalter unter keinen Umständen wackeln oder kippen kann.
  • Die Bedienung des Holzspalters sollte nur von einer Person durchgeführt werden, da herumfliegende Holzstücke Personen im Umkreis von mindestens fünf Metern verletzen könnten.
  • Die Zweihandbedienung darf ebenfalls immer nur von einer Person und mit beiden Händen bedient werden.
  • Achten Sie besonders darauf, dass keine Kinder in die Nähe des Gerätes kommen.
  • Wichtig ist, dass man das Holzstück sachgemäß einlegt, ansonsten sorgen herumfliegende Teile für ein hohes Verletzungsrisiko.
  • Beim Spaltvorgang ist es wichtig, immer ein Auge auf das gerade im Spalter befindliche Holzstück zu haben.
  • Sollte es vorkommen, dass sich der Tisch des Holzspalters durchbiegt - z. B. durch ein eingeklemmtes Holzstück - schalten Sie die Maschine unbedingt sofort aus. Erst dann kann das Holzstück per Hand aus dem Spalter entfernt werden.
  • Bei einer Pause unbedingt den Stromkreislauf unterbrechen, bzw. den Stecker ziehen. Nur so können Sie wirklich sicher sein, dass der Holzspalter ausgeschaltet ist.Sicherheitsbrille
  • Ebenfalls wichtig: Nur frisches Holz darf quer gespalten werden, da trockenes Holz schnell splittert und leicht Verletzungen verursachen kann.
  • Keine Gegenstände in der Nähe des Holzspalters aufstellen, da diese beschädigt werden können und Ihre Sicherheit beeinträchtigen.



5. Holzraummaße

Die Maße für Holz werden meist in Raummetern angegeben. Insgesamt gibt es drei verschiedene Mengenangaben für Holz: Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, was Sie beim Holzkauf beachten müssen:
Festmeter (FM) Raummeter (RM) Schüttraummeter (SRM)
Bezeichnet ein massives Holzstück mit der Kantenlänge 100 x 100 x 100 cm. - Mengenangabe für Kaminholz.
- Ebenfalls Holz mit den Lagermaßen 1 m³.
- Hier werden die Lufträume zwischen den gestapelten Holzscheiten mitgerechnet.
- Mengenangabe für Kaminholz.
- Abfüllung durch Schüttung.
- Es entstehen unregelmäßige und teilweise große Luftzwischenräume.
- Lagermaße auch hier 1m.³
1 Festmeter Entspricht 1,6 Raummeter Entspricht 2 – 2,4 (SRM).