Sie sind nicht besonders handlich und bieten keine umfassenden Multimedia-Funktionen – trotzdem können Wanduhren eine echte Bereicherung für Ihre Wohnung sein. So lässt sich die Zeit bereits mit einem flüchtigen Blick ablesen, ohne dass Sie Ihr Mobiltelefon herausholen oder gar den Computer anschalten müssen. Besonders als dekorativer Einrichtungsgegenstand kann sich eine Wanduhr harmonisch in Ihr Wohnungsbild einfügen. Was für verschiedene Modelle es gibt, für welchen Raum sich welche Variante eignet und was Sie zusätzlich beim Kauf einer Wanduhr beachten sollten, das erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Design & Bauformen
Neben ihrer primären Funktion, die Zeit darzustellen, ist eine Wanduhr in erster Linie ein dekorativer Einrichtungsgegenstand: Sie bestimmt das Gesamtbild eines Raumes meist maßgeblich mit. Dementsprechend sollten Sie darauf achten, dass sie sich ergänzend einfügt und nicht negativ heraussticht. Ein gezielt gesetzter Kontrast kann Ihrer Wohnung wiederum eine individuelle Note verleihen, zum Beispiel indem Sie eine traditionelle Wanduhr in einem modernen Umfeld platzieren. Da zahllose unterschiedliche Designs angeboten werden, sollten Sie für nahezu alle Gelegenheiten ein passendes Modell finden. Bedenken Sie allerdings, dass die Lesbarkeit unter ausgefallenen Farben und Formen leiden kann. Eine zentrale Frage bei dem Kauf einer Wanduhr sollte deshalb lauten:
Steht die Funktionalität im Vordergrund oder soll die Uhr hauptsächlich die Optik des Raumes aufwerten?
Je nachdem, wie Sie diese Frage für sich beantworten, achten Sie darauf, dass die Zeiger und gegebenenfalls Zahlen auch auf einen kurzen Blick aus der Distanz eindeutig zu erkennen sind. Wenn die Uhr im Badezimmer oder im Außenbereich angebracht werden soll, stellen Sie unbedingt sicher, dass sie entsprechend abgedichtet, also feuchtigkeits- und witterungsbeständig ist.
1.1 Wanduhren mit Zeigern
Das Funktionsprinzip von Wanduhren mit Zeigern hat sich über Jahrzehnte hinweg nicht verändert: Ein Zeiger bestimmt die Minuten, ein weiterer die Stunden und gegebenenfalls ein dritter die Sekunden. So kann die Uhrzeit stets intuitiv anhand der Zeigerpositionen festgestellt werden. Ebenfalls typisch ist das Ticken, das vom Uhrwerk ausgeht. In puncto Design finden Sie inzwischen ein umfassendes Angebot, das weit über das klassische Ziffernblatt hinausgeht. Je nachdem, ob Ihnen eine ausgefallene Optik wichtiger ist als ein pragmatisches Ablesen der Uhrzeit, können Sie aus zahlreichen Formen, Farben und Größen wählen.
Das Einstellen von Wanduhren mit Zeigern erledigen Sie in der Regel ganz leicht mit einem kleinen Rädchen auf der Rückseite. Beachten Sie jedoch, dass Sie die Zeit dabei nicht punktgenau bestimmen können – eine kleine Differenz lässt sich praktisch nicht vermeiden. Möchten Sie diesen Kompromiss nicht eingehen, sollten Sie zu einem Modell mit Funk oder alternativ zu einer digitalen Wanduhr greifen.
1.2 Digitale LED-Wanduhren
Digitale Wanduhren sind schlicht aufgrund ihrer komplexeren Technik etwas störanfälliger als ihre analogen Gegenstücke. Im Gegensatz zu Geräten mit Ziffernblatt, bei denen allein die Positionen der Zeiger bereits die Uhrzeit erfassen lassen, müssen Sie bei digitalen Wanduhren die Zahlen außerdem erst erkennen – ein flüchtiger Blick aus dem Augenwinkel reicht meistens nicht aus. Dafür brauchen Sie sich bei einer digitalen Uhr keine Gedanken um ein eventuell störendes Ticken zu machen, weshalb sich diese Modelle besonders gut für das Schlafzimmer eignen. Weitere Pluspunkte sind die sekundengenau einstellbare Zeit und bei einigen Modellen zusätzliche Funktionen wie die Datumsanzeige im Display.
1.3 Pendel-Wanduhren & Regulatoren
Pendel-Wanduhren begeistern in ihrer klassischen Form mit hochwertiger und stilvoller Optik. Das namensgebende Pendel sieht jedoch nicht nur elegant aus, es ist für den Betrieb unerlässlich (zu Ausnahmen siehe unten). Die Funktionsweise lässt sich wie folgt skizzieren:
- Die Schwingungen des Pendels werden im Uhrwerk in einen Takt übersetzt.
- Vom Uhrwerk geht wiederum eine Reaktion zurück an das Pendel.
- Durch die wechselseitige Stimulation läuft das Uhrwerk in der richtigen (Uhr-)Zeit.
Bei traditionellen Modellen hält also maßgeblich das Pendel den Mechanismus in Gang. Zudem werden diese Bauformen nicht mit Strom betrieben, stattdessen müssen Sie die Uhr in regelmäßigen Abständen von Hand aufziehen.
Wie lange ein solcher Aufzug hält, ist unterschiedlich; üblich ist eine Laufzeit von acht bis 30 Tagen. Eine Sonderform ist der sogenannte Regulator: So bezeichnet man Pendel-Wanduhren, die in einem – meist rechteckigen – Gehäuse mit einer Glasfront verbaut sind. Darüber hinaus gibt es Modelle mit Dreh-Pendel: Hier schwingt das Pendel nicht von einer Seite zur anderen, sondern dreht sich abwechselnd links und rechts herum um die eigene Achse. Die Funktion bleibt hierbei jedoch gleich.
Natürlich können Sie Pendel-Uhren heutzutage auch mit praktischem Netzbetrieb kaufen. Wenn Sie von der schönen Optik eines hin- und herschwingenden Pendels profitieren, aber ansonsten nicht auf moderne Technik verzichten möchten, greifen Sie zu Pendel-Uhren mit Quarz-Werk. Hier dient das Pendel nur einem gestalterischen Aspekt und ist unabhängig vom Uhrwerk. Daher schwingt es bei diesen Modellen manchmal auch nicht im (Sekunden-)Takt.
2. Schlagwerk & akustische Signale
Eine ähnlich große Vielfalt wie bei der optischen Gestaltung von Wanduhren werden Sie auch in Sachen Schlagwerk und akustische Signale vorfinden. Vom klassischen Bim-Bam-Schlag über Modelle, die zu jedem Vogelbild auf dem Ziffernblatt das passende Zwitschern verlauten lassen, bis hin zu zahlreichen Melodien. Wichtig in Zusammenhang mit akustischen Signalen sind besonders folgende Aspekte:
- Wann ertönt das Signal und lässt sich der Zeitpunkt einstellen?
- Kann das Signal bei Bedarf ausgeschaltet werden?
- Wie laut ist das Geräusch und kann es – beispielsweise in anderen Räumen – störend wirken?
Einige Wanduhren bieten zudem die Möglichkeit, das Läuten für einen bestimmten Zeitraum automatisch einzustellen, zum Beispiel nachts.
3. Welche Eigenschaft ist in welchem Raum wichtig?
Je nachdem, wo Sie die Uhr in Ihrem Haus aufhängen möchten, sollte das Modell bestimmte Anforderungen erfüllen. Die folgende Tabelle liefert Ihnen einen entsprechenden Überblick:
| Raum | Eigenschaften der Wanduhr |
|---|---|
| Schlafzimmer |
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| Badezimmer |
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| Außenbereich |
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| Wohnzimmer / Diele / Esszimmer |
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4. Befestigung an der Wand
Um eine Wanduhr an der Wand zu befestigen, sind Nägel eine gute Wahl. Als Orientierung gilt: Ein Nagel hält etwa fünf Kilogramm, was für viele Modelle bereits ausreicht. Beachten Sie zudem folgende Aspekte:
- Ein (nicht zu) breiter Kopf des Nagels erleichtert das Einhängen der Uhr.
- Für Wände aus Holz benutzen Sie Nägel aus ungehärtetem, bei Putz und Mauerwerk aus gehärtetem Stahl.
- Im Außenbereich verwenden Sie nur verzinkte Nägel, um Rost vorzubeugen.
- Etwa 2/3 des Nagels sollten in die Wand geschlagen werden.
- Schief eingeschlagene Nägel bieten keinen sicheren Halt und sollten ersetzt werden.
Je nachdem, wo Sie Ihre Wanduhr aufhängen möchten, eignen sich verschiedene Nagel-Typen unterschiedlich gut. Bei Hitmeister finden Sie eine große Auswahl an Nägeln. Die untenstehende Tabelle zeigt Ihnen die geläufigen Typen und ihre jeweiligen Eigenschaften auf.
| Nagel-Typ | Eigenschaften |
|---|---|
| Drahtstifte |
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| Stahlstifte |
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| Ankernägel & Schraubnägel |
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Ab einem Gewicht von 15 Kilogramm (oder drei Nägeln) sollten Sie hingegen zu Schrauben und gegebenenfalls Dübeln greifen. Informieren Sie sich zuvor stets über die Bestimmungen in Ihrer Wohnung, denn mitunter dürfen Sie nicht an jeder Stelle bohren oder nageln. Achten Sie immer auch auf vorhandene Stromleitungen. Klebestreifen sollten Sie nach Möglichkeit nicht zur Befestigung benutzen. Zwar ist dies in den meisten Fällen möglich, allerdings lässt sich die Uhr hinterher oftmals nur mit großem Aufwand ablösen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass Teile von Putz oder Tapete mit heruntergerissen werden.
5. Checkliste für den Wanduhr-Kauf
Bevor Sie sich für eine bestimmte Wanduhr entscheiden, sollten Sie die folgenden Fragen für sich beantworten können:
FAQ
-
Welche Wanduhr eignet sich für das Schlafzimmer?
Sinnvoll ist hier ein Modell ohne Schlagwerk oder zumindest mit der Möglichkeit, es in der Nacht abschalten zu können. Wenn Sie sich für eine Uhr mit Zeigern interessieren, sollten Sie auf ein geräuschloses Uhrwerk achten. Digitale Varianten eignen sich daher prinzipiell sehr gut für das Schlafzimmer.
-
Womit befestige ich eine Uhr am besten an der Wand?
Normalerweise reicht ein einfacher Nagel aus, um die Uhr sicher an der Wand aufhängen zu können. Je nach Beschaffenheit und Material der Wand eignen sich bestimmte Nagel-Typen jedoch besser. Grundsätzlich sollten Sie bei harten Mauern Nägel aus gehärtetem Stahl bevorzugen, wohingegen Sie bei Holz auch ungehärtete Varianten verwenden können. Im Außenbereich sollte das Metall zusätzlich verzinkt sein, damit sich kein Rost ansetzt. Klebestreifen sollten Sie nach Möglichkeit nicht benutzen. Die Uhr lässt sich dadurch nur schlecht wieder ablösen, was beispielsweise den Batteriewechsel erschwert. Außerdem können beim Ablösen Teile der Tapete oder des Putzes mit abgerissen werden.
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Wie lange hält der Aufziehmotor einer Pendel-Wanduhr?
Das ist von Modell zu Modell unterschiedlich: Gängige Laufzeiten bewegen sich zwischen acht und 30 Tagen. Achten Sie daher besonders auf die Angaben des Herstellers, in denen diese Information stets vermerkt sein sollte.
-
Sind Wanduhren ohne Sekundenzeiger immer lautlos?
Nein, da das Ticken im Wesentlichen durch das Uhrwerk verursacht wird. Ein Sekundenzeiger kann den Lautstärkepegel allerdings zusätzlich erhöhen. Wenn Sie sich von dem Betriebsgeräusch einer Wanduhr gestört fühlen, sollten Sie gezielt zu lautlos funktionierenden oder gleich digitalen Modellen greifen.









