Durchschnittlich verursacht jeder Mensch in Deutschland täglich mehr als ein Kilogramm Müll. Die Kombination aus passenden Mülleimern und richtigem Abfall-Management kann sich dabei gleich mehrfach auszahlen: Einerseits erleichtert es Ihnen den Alltag, weil etwa Biomüll nicht unbemerkt zwischen Plastik-Verpackungen zu schimmeln beginnen kann. Andererseits tragen Sie durch die korrekte Trennung von Müll einen wichtigen Teil zum Umweltschutz bei, da die Verarbeitung und Wiederverwendung erleichtert wird – allein Papier kann so bis zu fünfmal aufbereitet werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie nicht nur, welche Art von Mülleimer sich für welchen Bereich des Haushaltes eignet, sondern auch, worauf Sie beim Entsorgen generell achten sollten.
1. Allgemeine Informationen
Ganz gleich, wo Sie den Mülleimer platzieren möchten: Die Größe sollte sich stets nach der Anzahl der in Ihrem Haushalt lebenden Personen richten. Im Zweifelsfall greifen Sie zu einem kleineren Modell, denn wenn der Eimer zu lange nicht geleert wird (weil er noch nicht voll ist), bilden sich schnell Bakterien und unangenehme Gerüche.
2. Bauformen
In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen verschiedene Bauformen von Mülleimern vor.
2.1 Deckel
Der Deckel des Mülleimers bestimmt maßgeblich seine Handhabung: So müssen Sie einige Modelle stets per Hand öffnen, während Sie andere bequem über einen Trittmechanismus betätigen können. Andere Varianten bieten wiederum gar keine Abdeckung. Entscheiden Sie sich für ein Modell mit Deckel, überprüfen Sie zunächst, ob er passgenau sitzt und den Eimer gut abschließt. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Qualitätsmerkmal, das Rückschlüsse auf die restliche Verarbeitung zulässt; nur ein passender Deckel kann daneben auch die Verbreitung von unangenehmen Gerüchen eindämmen. Außerdem wird der Inhalt diskret verborgen. In der folgenden Übersicht haben wir für sie die gängigen Varianten und ihre Merkmale zusammengestellt:
- Hygienisch, da kein direkter Kontakt zwischen Händen und Mülleimer erforderlich ist.
- Hygienisch, da kein direkter Kontakt zwischen Händen und Mülleimer erforderlich ist.
2.2 Einfache Mülleimer & Abfalltrenner
Für die meisten Gelegenheiten im Haushalt reicht ein einfacher Mülleimer aus. Dazu können sie leicht an verschiedenen Stellen in der Wohnung platziert werden und sind in diversen Größen erhältlich. Abfalltrenner sind dann sinnvoll, wenn in einem Raum unterschiedlicher Abfall anfällt und Sie Wert auf eine schnelle und unkomplizierte Mülltrennung legen: Diese Modelle bestehen aus zwei oder drei getrennten Kammern, sodass Sie Bio-, Restmüll und gelben Sack-Müll direkt separat entsorgen können. Allerdings sind Abfalltrenner in der Regel unhandlicher und nicht so leicht zu bewegen wie einfache Modelle.
Bei einfachen Mülleimern können Sie zwischen verschiedenen Sonderformen wählen, die sich speziell für bestimmte Anwendungsbereiche eignen:
3. Übersicht: Welcher Mülleimer für welchen Raum?
Für die verschiedenen Räume in einem Haushalt eignen sich die verschiedenen Bauformen unterschiedlich gut. In der folgenden Übersicht sehen Sie, welcher Mülleimer sich für welchen Standort empfiehlt:
Anforderungen
- Einfacher Mülleimer mit Schwingdeckel
- Schnelle Entsorgung & Leerung
- Öffnung groß genug für DIN A4 Papier
Geeigneter Mülleimer
- Papierkorb
Fassungsvermögen
- 8-10 Liter
Anforderungen
- Hygienische Entsorgung von Sanitär- und Kosmetikabfall
- Feuchtigkeitsbeständig
Geeigneter Mülleimer
- Kosmetikeimer mit Trittmechanismus
Fassungsvermögen
- 3-4 Liter
Anforderungen
- Stauraum für unterschiedliche Arten von Müll
- Saubere Trennung von Bio-, Rest- und gelber Sack-Müll
- Deckel, um unangenehmen Gerüchen vorzubeugen
- Freihand-Benutzung
Geeigneter Mülleimer
- Abfalltrenner mit Trittmechanismus
Fassungsvermögen
- 15 Liter+
4. Unangenehme Gerüche vermeiden
Grundsätzlich sollten Sie Mülleimer regelmäßig und frühzeitig entleeren – das gilt insbesondere für den Biomüll in der Küche. Mitunter lassen sich unangenehme Gerüche jedoch schlichtweg nicht vermeiden. Die nachfolgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, die Geruchsentwicklung so weit wie möglich zu reduzieren:
- Legen Sie den Boden des Mülleimers mit Küchenrolle oder Katzenstreu aus. Besonders Bioabfälle verlieren Feuchtigkeit, die sich im Eimer ansammeln kann und die Bildung von Bakterien und Ausdünstungen begünstigt.
- Wickeln Sie Obstschalen und anderen feuchten Müll vor dem Wegwerfen ein, etwa in altes Zeitungspapier. So wird nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch schlechter Geruch im Inneren gehalten.
- Reinigen Sie den Mülleimer in regelmäßigen Abständen mit Wasser und Spülmittel.
- Bevorzugen Sie kleinere Mülleimer und entleeren Sie sie rechtzeitig. Je mehr und länger sich Abfall ansammelt, desto schneller beginnt er zu riechen.
5. Tipps zur richtigen Mülltrennung
Sie konnten es bereits in der Einleitung dieses Ratgebers lesen: Mülltrennung erleichtert nicht nur Ihnen den Umgang mit den Abfällen, auch die Umwelt wird geschont, da mehr Müll recycelt werden kann. In der folgenden Übersicht sehen Sie, welcher Abfall (nicht) in welchen Mülleimer gehört. Der Vollständigkeit halber führen wir zusätzlich den Altglascontainer auf – schließlich handelt es sich bei Marmeladengläsern und dergleichen ebenfalls um Müll, der im Haushalt anfällt.
Biomüll (1)
Richtige Abfälle
Falsche Abfälle
FAQ
-
Was kann ich tun, wenn sich im Biomüll Flüssigkeit am Boden absetzt?
Legen Sie den Boden des Mülleimers mit etwas Küchenrolle oder Katzenstreu aus – so wird ein Großteil der Feuchtigkeit aufgenommen. Wickeln Sie nassen oder feuchten Biomüll zusätzlich ein, beispielsweise in alte Zeitungen.
-
Wie kann ich unangenehmen Geruch vermeiden?
Entleeren Sie Müll grundsätzlich frühzeitig. Sollte er trotzdem riechen, kann es daran liegen, dass sich auf der Oberfläche im Laufe der Zeit Bakterien gebildet haben. Waschen Sie den Mülleimer zunächst gründlich mit Wasser und Spülmittel aus. Sollten Sie sich auch danach noch gestört fühlen, können Sie ein wenig Waschpulver in den Müll geben – hierdurch werden strenge Gerüche zumindest kurzzeitig überdeckt.
-
Was für Unterschiede gibt es zwischen Mülleimern aus Plastik und Modellen aus Metall?
Einer der Hauptunterschiede betrifft die Stabilität: Während Plastik-Eimer in der Regel schneller kaputt gehen oder umkippen können, besitzen Varianten aus Metall einen sichereren Stand und eine robustere Hülle. Das liegt zum einen am höheren Gewicht gegenüber Kunststoff und zum anderen an den häufig auf der Unterseite angebrachten Gummifüßen. Zudem können sich auf Plastik leichter Bakterien ansammeln als auf Metall.
-
Müssen Joghurtbecher sauber sein, bevor sie in den gelben Sack geschmissen werden dürfen?
Nein – zumindest nicht vollständig. Es reicht, wenn sie einfach leer in den Müll geworfen werden. Tatsächlich ist das Spülen von Müll, der in den gelben Sack gehört, eher schädlich als hilfreich: Der Energieverbrauch durch (warmes) Wasser, Spülmittel und dergleichen ist nämlich oft höher als die Energie, die durch die Wiederverarbeitung und –verwendung eingespart wird. Haben Sie deshalb kein schlechtes Gewissen, wenn Sie Verpackungen mit dem grünen Punkt nicht ganz sauber entsorgen.
















