Kronleuchter blicken auf eine Geschichte von über 2500 Jahren. zurück: Im Laufe der Jahrhunderte wurde die feudale Beleuchtung mit zahlreichen Lichtquellen und spiegelnden Glas- oder Edelsteinelementen gerade in Palästen und Kirchen immer verbreiteter, da sie nicht nur effektiv, sondern auch edel waren. Wie sie sich auch in modernen Räumen integrieren lassen, in welchen verschiedenen Stilen Kronleuchter auftreten und welche Leuchtmittel sich dafür eignen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Besondere Stile
Kronleuchter gehören zur Lampenkategorie der Pendelleuchten. Klassischerweise bestehen sie aus einem runden Eisen-, Glas- oder Metallgestell, das sich durch eine Vielzahl an Leuchtarmen auszeichnet. Der Lüster, wie der Kronleuchter auch genannt wird, dient inzwischen vielen modernen Wohn- oder Schlafzimmern als charmanter Hingucker.
Speziell Kronleuchter im barocken Stil werden auch noch heutzutage produziert, wobei die Leuchten zumeist weiterhin in Kerzenform vorkommen. Dabei haben sich die Hersteller aber mittlerweile auf ein breiteres Publikum eingestellt. Für den größten Absatz sorgt die preisgünstige Variante, bei der die Ketten und der Lampenträger aus Kunststoff hergestellt werden. Das Material Polyacryl sorgt dabei für einen Glanz, der dem von Kristallglas nahe kommt. Alternativ bestehen viele der Steinketten aus Plexiglas. Auch wenn diese Varianten weit weniger spektakulär erscheinen, sorgen sie für Flair in Ihren Räumen und werden dank vieler Details und Verzierungen zum Blickfang Ihrer Einrichtung.
Wer mehr Wert auf anspruchsvolle Designs und Originalität legt, der wird sich für einen Kronleuchter aus echtem Kristallglas entscheiden. Das geschliffene Glas verleiht dem Lüster nicht nur mehr Glamour, sondern lässt zudem schimmernde Reflexe entstehen, indem die Kristalle das Licht brechen und widerspiegeln. Die aufwendigen Glasbläserarbeiten übertreffen die Kunststoffvarianten zwar in Optik und Qualität, sind aber auch weniger erschwinglich. Solche Kronleuchter-Modelle sind nur für echte Liebhaber geeignet. Für diejenigen, die keine Kristalle in ihrem Kronleuchter verarbeitet finden wollen, gibt es zahlreiche Modelle aus Metall. Die kunstvoll geschwungenen Schmiedearbeiten aus Edelstahl sind langlebig und sind mit ihren hochwertigen Designs optisch ebenso ansprechend.
2. Leuchtmittel für Kronleuchter
Stilistisch betrachtet eignen sich vor allem Kerzen- oder Windstoßlampen für Kronleuchter. Mit ihrer Wachskerzen-Form erinnern sie an die ursprüngliche Lichtquelle. Die Kerzenlampe ist ebenfalls als effiziente LED-Lampe erhältlich. Moderne Kronleuchter und Leuchter mit einem Schirm lassen sich auch mit der üblichen Glühbirnenform kombinieren. Ein achtflammiger Kronleuchter vermag sogar große Räume auszufüllen. Für kleine Zimmer oder als zusätzliches Beleuchtungselement reichen hingegen weniger Flammen aus. Mehrere kleine Glühbirnen sorgen für langanhaltende Beleuchtung.
Klassische Kronleuchter werden mit echten Kerzen bestückt. Dies ist heutzutage nicht mehr allzu üblich. Wenn Sie darauf nicht verzichten möchten, können Sie gegebenenfalls auf eine Kombination aus echten und elektronischen Kerzen zurückgreifen. Immer häufiger kommen auch Halogen- und LED-Lampen als Leuchtmittel für Kronleuchter zum Einsatz.
Erfahrungsgemäß richtet sich die Wirkungskraft eines Kronleuchters nach der Fülle seiner Leuchtmittel. Je mehr Lichtquellen vorhanden sind, desto prachtvoller präsentiert sich der Lüster.
3. Tipps für die Wohnraumgestaltung mit Kronleuchtern
Kronleuchter entfalten ihre volle Wirkungskraft, wenn Sie mittig in hohen Räumen angebracht sind. Wenn Ihr Wohnraum keine hohen Decken hat, sollte der Lüster erst recht in der Raummitte positioniert werden. Ein Kronleuchter passt nicht zu allen Einrichtungsstilen: Bevorzugen Sie einen viktorianischen Wohnstil, empfiehlt sich die Kombination mit einem antiken Kristalllüster. Pflegen Sie hingegen den Landhausstil, eignen sich besonders rustikale Kronleuchter.
Stuckverzierte Altbauwohnungen sind prädestiniert für Kronleuchter: Sie betonen den kunstvollen Stuck und schaffen eine edle und royale Atmosphäre. Wer Kitsch vermeiden will, sollte auf dezente Wandfarben achten. Eine dunkelgraue Wand hingegen hebt Kronleuchter stark hervor. Ein Kronleuchter eignet sich aufgrund seiner Form hervorragend zum Dekorieren. So können Sie um die Weihnachtszeit zum Beispiel Mistelzweige oder Christbaumkugeln an den Leuchtarmen anbringen. Auch für Feierlichkeiten lassen sich diese für die Anbringung von Girlanden oder Luftballons nutzen.
FAQ
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Welche räumlichen Voraussetzungen brauche ich für die Anbringung eines Kronleuchters?
Seine volle Wirkung entfaltet ein Kronleuchter, wenn er in hohen Räumen montiert wird. Da der Kronleuchter oftmals mit einem beachtlichen Gewicht ausgestattet ist, lässt sich dieser nur an tragfähigen Decken anbringen. Reicht die Deckenhöhe nicht aus, können Sie höhenverstellbare Varianten in Betracht ziehen. Damit der Durchgang nicht behindert wird, sollte der Abstand zum Boden mindestens zwei Meter betragen.
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Wie halte ich einen Kronleuchter sauber?
Aufgrund seines verschnörkelten Erscheinungsbildes gilt der Kronleuchter als Staubmagnet. Er benötigt daher viel Pflege. In regelmäßigen Abständen muss der Lüster abgestaubt werden. Eine Nassreinigung mit lauwarmem Wasser und Spülmittel sollte zweimal im Jahr erfolgen. Bevor Sie damit beginnen, sollten Sie unbedingt die Sicherung rausdrehen. Kalkrückstände lassen sich verhindern, wenn Sie für die Reinigung destilliertes Wasser benutzen. Zusätzlich können Sie auf Spezialmittel für Kronleuchter zurückgreifen.
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Wie vermeide ich, dass der Wohnraum mit Kronleuchter überladen wirkt?
Da Kronleuchter den Blick sofort nach oben lenken, sollte der Standort mit Bedacht gewählt sein. Grundsätzlich passt ein Kronleuchter in jeden Raum, so macht er über der Schlafstätte eine ebenso gute Figur wie im Wohn- oder Esszimmer. Es macht einen harmonischen Eindruck, wenn der Lüster in der Raummitte angebracht ist. Achten Sie zudem auf eine dezente Wandgestaltung und verzichten Sie auf bunte Mustertapeten.









