Geschirr gehört in jeden Haushalt und doch werfen auch diese alltäglichen Gegenstände noch Fragen auf. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Tee- und einer Kaffeetasse? Aus welchen Bestandteilen besteht üblicherweise ein Essservice und wie unterscheidet sich dieses von einem Frühstücksservice? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen rund um das Thema Geschirr erhalten Sie in diesem Ratgeber.
Tassen
Man unterscheidet zwischen vier Arten: Kaffee-, Espresso- und Teetassen, welche meistens eher zierlich und
filigran sind, und Bechern. In den meisten Fällen wird Porzellan oder Keramik zur Herstellung verwendet.
Üblicherweise werden, insbesondere Kaffee- und Teetassen auf einen dazu passenden Unterteller (auch Untertasse
genannt) gestellt, auf dem ein Löffel und wahlweise auch Zucker oder Milch abgelegt werden kann.
In der
Tabelle finden Sie einen kurzen Überblick darüber, wie sich die einzelnen Tassenformen in Ihrem Fassungsvolumen
unterscheiden und eine Auflistung typischer Charakteristika:
Kaffeetasse

Inhalt: ca. 125 ml
Teetasse

Inhalt: ca. 125 ml
Espressotasse

Inhalt: ca. 40 ml
Becher

Inhalt
Oft sorgt die Unterscheidung der verschiedenen Formen für Verwirrung. Zwischen einer Tasse und einem Becher ist der Unterschied jedoch schnell auszumachen: Letzteres hat üblicherweise ein wesentlich höheres Fassungsvolumen und ist typischerweise zylinderförmig. Tassen sind in ihrer Form hingegen wesentlich vielfältiger: Zwar können sie auch zylinderförmig sein, sind meistens aber eher bauchig oder trichterförmig. Sie haben, anders als Becher, immer einen Henkel und werden mit Untertassen serviert. Während die Espressotasse aufgrund ihrer nur geringen Größe sehr schnell als solche zu identifizieren ist, lässt sich die meist nur sehr geringe Abweichung einer Kaffeetasse zu einer Teetasse oft nur von Kennern auf den ersten Blick erkennen. Tatsächlich können Sie den Unterschied anhand des Höhe-Breite-Verhältnisses an gängigen Modellen sehr einfach festmachen: Typischerweise ist eine Teetasse bei gleichem Fassungsvolumen flacher und breiter, das Verhältnis zwischen Höhe und Breite beträgt etwa 1:2. Bei einer Kaffeetasse ist diese Relation hingegen eher ausgeglichen. Das Design von Tassen und Bechern ist abwechslungsreich: Von klassisch-floral, über Comicfiguren, Fan-Drucken und witzigen Sprüchen, bis hin zu klassischem Weiß – es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Trinkgläser
Trinkgläser unterscheiden sich im Wesentlichen durch Ihre Form. Diese ist nicht etwa lediglich Geschmackssache, sondern davon abhängig, für welches Getränk das Glas gewählt werden soll. Die Form des Glases spielt bei allen Getränken eine besondere Rolle – beispielsweise zur Entfaltung der Aromen oder zum Gelingen der perfekten Schaumkrone auf dem Bier.
Insbesondere im Bereich der alkoholischen Getränken gibt es viele unterschiedliche Glastypen. Softdrinks und Säfte werden aus Wassergläsern getrunken – eine weitere Spezifizierung der Gläser gibt es für nicht-alkoholische Getränke nicht.
Einen Überblick über die charakteristischen Eigenschaften bietet Ihnen die folgende Tabelle:
Wasserglas

Inhalt: 200-300 ml
Bierglas

Inhalt: 200-300 ml
Weizenglas

Inhalt: 300 ml (klein) / 500 ml (groß)
Schaumweinglas

Inhalt: 150 ml
Weinglas (Rotwein)

Inhalt: 300-600 ml
Weinglas (Weißwein)

Inhalt: 200-400 ml
Cocktailglas

Inhalt: 100-400 ml
Schnapsglas

Inhalt: ca. 20 cl
Whiskeyglas

Inhalt: ca. 200 ml
Teller
Auch Teller sind in einer großen Produktvielfalt erhältlich. Entscheidend ist nicht nur der persönliche Geschmack der Farbe und Form, sondern vordergründig die Größe – das signifikanteste Unterscheidungsmerkmal bei Tellern – und die Verwendung. In den meisten Fällen werden Teller aus Porzellan oder Keramik hergestellt. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Tellerformen, ihre typischen Charakteristika, sowie eine Angabe zum durchschnittlichen Maß.
Platzteller
Größe: ca. 30-35 cm
Unterteller
Größe: ca. 15 cm
Essteller
Größe: ca. 20-30 cm
Frühstücks-, Kuchen und Dessertteller
Größe: ca. 20 cm
Suppenteller
Größe: ca. 25 cm
Service
Der Kauf eines neuen Services bedeutet nicht
immer eine Kompletterneuerung des Geschirrschranks. Es gibt beispielsweise auch Service, die lediglich die
Kaffee- oder Frühstückstafel decken oder nur zum Anrichten von Speisen dienen. Service sind für 2,4,6 oder 12
Personen (mit Ausnahme des Kinder- und Servierservices) erhältlich und entweder aus Porzellan, Steingut,
Steinzeug oder Kunststoff gefertigt.
Zur Übersicht finden Sie die unterschiedlichen Service und ihre
Zusammensetzungen in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:
| Kaffeeservice (Hier klicken) | - Kaffeetassen mit Untertellern, Kaffeekanne, Kuchenteller |
| Teeservice (Hier klicken) | - Teetassen mit Untertellern - Teekanne und Stövchen - Milchkännchen und Zuckerdose - selten auch Teebeutelteller |
| Frühstücksservice | - Kaffee- oder Teetassen mit Untertellern - Kaffee- oder Teekanne - Frühstücksteller oder -brettchen - selten auch eine Butterdose und Müslischalen. |
| Ess- und Speiseservice (Hier klicken) | - Essteller - Suppenteller - Dessertteller |
| Servierservice | - Schüsseln und Platten zum Anrichten von Speisen |
| Tafelservice | - Kombination aus Essservice und Servierservice |
| Kombiservice (Hier klicken) | - meistens Ess- und Kaffeeservice kombiniert - möglich sind aber auch andere Zusammenstellungen |
| Kinderservice | - Essteller - Müslischale - Tasse (meist aus Kunststoff) |
FAQ
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Wie decke ich den Esstisch korrekt mit
Geschirr ein?
Zuerst stellt man die Platzteller an ihren Platz. Diese bleiben dort, auch bei mehreren aufeinanderfolgenden Gängen. Sie haben nicht nur eine dekorative Funktion, sondern schützen zugleich auch die Tischwäsche vor Flecken. Auf die Platzteller werden dann die Teller gestellt. Die Positionierung des Bestecks erfolgt nach einer relativ simplen Regel: Alles was mit der rechten Hand benutzt wird, liegt auch rechts – die linksseitig genutzten Besteckteile dementsprechend links. Werden mehrere Gänge serviert, wird das Besteck des ersten Ganges ganz nach außen gelegt. Im weiteren Verlauf des Essens wird sich dann immer näher an den Teller vorgearbeitet. Dessertlöffel und -gabel liegen oberhalb des Tellers. Die Gläser werden auf der Seite der Messer aufgestellt, dabei gilt in der Sortierung auch hier die Reihenfolge der Benutzung: Zuerst kommt ein Wasserglas, dann ein Weißwein-, ein Rotwein- und für das Dessert eventuell ein Sektglas.
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Was muss ich beim Spülen des Geschirrs
per Hand beachten?
Vor dem Spülen sollten Sie sortieren: Stark verschmutztes sollte in der Regel erst zum Schluss gespült werden. Waschen Sie zuerst Ihre Gläser, da diese am schnellsten durch verschmutztes Spülwasser verschmieren können. Ihr Geschirr und Besteck waschen Sie am besten vor den Töpfen und Pfannen ab, da diese das Wasser am stärksten verunreinigen. In der Zwischenzeit können Sie eingetrocknete Reste in Töpfen und Pfannen gut mit Wasser und Spülmittel einweichen lassen, so dass sich auch feste Speisereste leichter lösen lassen. Grobe Verschmutzungen und Essensreste sollten auf Tellern vorab unbedingt mit einem Papiertuch entfernt werden. Mit warmem Wasser und Spülmittel in geeigneter Dosierung lässt sich Ihr Geschirr dann im Handumdrehen reinigen.
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Was muss ich beim Spülen des Geschirrs
in der Spülmaschine beachten?
Manchmal kommt es vor, dass das Geschirr auch nach dem Spülvorgang noch nicht richtig sauber geworden ist. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie vor allem auf das richtige Einräumen Ihrer Spülmaschine achten. Nur wenn Sie genügend Abstand zwischen den einzelnen Teilen lassen, können Wasser und Geschirrspülreiniger in die Zwischenräume gelangen und richtig funktionieren.
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Welches Geschirr darf in die
Spülmaschine?
Wenn Sie Ihr Geschirr im Geschirrspüler reinigen möchten, sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Herstellerangaben werfen. Diese unterscheiden zwischen „spülmaschinenfest“ und „spülmaschinengeeignet“. Für den Laien mag beiden Bezeichnungen zunächst die gleiche Bedeutung anhaften. Tatsächlich ist der Unterschied gering, aber dennoch von Bedeutung. Ein spülmaschinenfestes Geschirrteil kann ohne Bedenken in den Geschirrspüler gestellt werden, das Dekor wird auch nach längerer Zeit keinen Schaden nehmen. Dass es geeignet für die Spülmaschine ist, garantiert hingegen nicht unbedingt, dass der Aufdruck auch nach vielen Spülgängen unversehrt bleibt. Hier empfiehlt sich die Pflege per Hand.













