Spannungsprüfgeräte
Ein Spannungsprüfgerät ist ein elektrisches Gerät, bei dem man das Vorhandensein und die Höhe sowie die Art der Spannung - beispielsweise Gleich- oder Wechselspannung - feststellen kann. Hier gibt es wiederum verschiedene Geräte, wie Spannungsprüfer für die Bereiche in der Niederspannung und für jene in der Hochspannung. In der Regel ist ein Spannungsprüfer eine elektrisch isolierte Lange, die mehrere Meter lang sein kann. Man führt sie an die Hochspannungsleiter heran und kann so eine schnelle Prüfung durchführen - so sieht man, ob eine Hochspannung vorliegt, da eine kapazitive Spannungsteilung akustisch und optisch angezeigt wird. Solche Geräte werden zum Beispiel in Labors, in Umspannwerken oder in Schaltanlagen im äußeren Bereich oft verwendet.
Unter anderem gibt es aber auch analoge Spannungsprüfgeräte. Hier bewegt sich ein Zeiger auf einer Anzeige mit einer nummerierten Skala. Bei diesem Gerät gibt der Zeiger dann einen Ausschlag, während der Strom durch ein Tauschspulen- oder ein Dreheisenmesswerk fließt. Mit rund 25 k? ist dieses Gerät zur Messung recht schwachohmig, daher benötigt man eine Zweihandbedienung, was auch sicherheitstechnischen Gründen benötigt wird. Da sie störsicher sind, werden Spannungsprüfer gerne im industriellen Bereich und bei Stromversorgern zur Feststellung einer Spannung genutzt.
Andere, sehr moderne Spannungsgeräte besitzen ein elektronisches Display und ein Bedienfeld, durch das man sich navigieren kann. Diese neuen Geräte kommen nicht nur in der Industrie oder im Handwerk sehr häufig zum Einsatz, sondern inzwischen auch in Schulen oder in der Universität. Der Vorteil ist, dass sie eine sehr hohe Messgenauigkeit bieten. Man kann zwischen Modellen wählen, welche eine manuelle oder eine automatische Bereichswahl besitzen, ab und zu ist auch eine Datenübertragung auf den PC möglich, was mit einer RS 232 Schnittstelle recht einfach und schnell funktioniert. Wichtiges Zubehör sind Prüfleitungen und Testkabel, die man zur Feststellung der Spannung benötigt.