Sanduhren
Eine Sanduhr zeigt auf sehr anschauliche Art wie die Zeit regelrecht verrinnt. Gerüchten zufolge geht die Entstehung schon auf das 8. Jahrhundert zurück. Angeblich wurde sie im Frankenland zu dieser Zeit das erste Mal gesichtet. Die erste belegbare Darstellung dieses wunderbaren Zeitmessers geht auf ein Fresko aus den Jahren 1337 bis 1339 in Siena zurück. Damals entdeckten die Menschen, dass die Dynamik dieser Uhr nicht von der Sandhöhe abhängig ist, sobald die konische Form des Glases den perfekten Winkel hat. Damals wurde zudem kein feiner Sand verwendet, sondern sehr fein gemahlene Eierschalen. Diese garantierten einen gleichmäßigeren Fluss. Darauf beruht auch eine ebenfalls übliche Bezeichnung für die Sanduhren, die Eieruhr. Gesichtet wurden Sanduhren vor allem in Stuben sowie auf den kirchlichen Kanzeln. So ist der Ausspruch von Klosterbrüdern "auf ein weiteres Glas" nicht auf eine Trinkgewohnheit der Klosterbrüder zurück- zuführen, der Spruch rief zum Umdrehen der Uhr auf, was eine neue Predigt- sequenz bedeutete.
Auch heutzutage werden Sanduhren noch häufig verwendet. Entweder dort wo die Zeit beispielsweise für Kinder veranschaulicht dargestellt werden soll, wie etwa beim Zahnputzen oder wenn man eine rein manuelle Uhr benötigt, wie in der Sauna. Sanduhren sind in einer großen Zeitspanne erhältlich. Üblich sind Uhren mit einer Laufzeit von einer Minute bis hin zu 24 Stunden. Genauso unterschiedlich sind die Formen und Größen. Genau auf den jeweiligen Verwendungs - zweck zugeschnitten sind Sanduhren erhältlich. Ob aus attraktiven Holz- gestellen oder aus stabilem Plastik. Sanduhren gehen immer richtig, sie brauchen keinen Strom oder Sonnen- licht, sind einfach zu bedienen und sind auch für Kinder verständlich.