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Welches Lebensmittel ist wahrscheinlich das am weitesten verbreitete der Welt? Genau, Brot. Schon seit mehreren Tausend Jahren werden die Grundzutaten wie Wasser, Mehl und Salz zu einem Teig geformt. Vor rund 10.000 Jahren, als die Menschheit begann, Getreide für den Verzehr anzubauen, erkannte man, dass man daraus einen Brei mischen konnte, der dann auf heißen Steinen gebacken zu einem Fladenbrot wurde. Durch die Erfindung der ersten primitiven Backöfen wurden auch runde Brote möglich, was vorher auf dem flachen Stein nicht möglich war. Zwar haben sich die Inhaltsstoffe ein wenig verändert, aber die Art Brot zu backen ist immer noch dieselbe wie damals.
Zwieback wurde aus dem Italienischen übersetzt und bedeutet so viel wie „zweimal gebackenes Brot“. Der Ausdruck entstand, weil das Weißbrot gebacken, in Scheiben geschnitten und dann noch ein zweites Mal gebacken wurde. Dieses Verfahren war schon im antiken Griechenland bekannt und hatte das Ziel, das Brot sehr lange haltbar zu machen um es als Reiseproviant mitnehmen zu können. Das Gebäck, das im Endstadium einen Wassergehalt von rund 4% hat, wird heutzutage oft als Kindernahrung oder als Schonkost eingesetzt.
In Europa werden Nudeln vermutlich schon seit der griechischen Antike hergestellt, obwohl sich hartnäckig die Legende hält, dass sie von Marco Polo aus China mitgebracht wurden. Wahr ist jedoch, dass China tatsächlich das Mutterland der Nudeln ist, da dort in Gräbern 4000 Jahre alte, nudelähnliche Teigwaren entdeckt wurden. Die erste deutsche Nudelfabrik wurde 1793 in Erfurt gegründet und verbreitete die Teiggerichte rasend schnell in deutschen Haushalten. Kurioserweise versorgte sie auch Napoleons Truppen, die gerade durch das Land zogen. Seitdem gehören die vielfältigen Form-Allrounder bei uns zu einem festen Bestandteil eines jeden Essens, egal ob mit Soße oder als einfache Beilage.
Zu den feineren Backwaren gehört zweifelsohne der Kuchen. Die Grundidee für dieses Teigerzeugnis stammt aus dem antiken Griechenland und wurde später von den Römern durch den Einsatz von Hefe verfeinert. Mit Verbreitung des Gebrauchszuckers im 16. Jahrhunderts kam die Idee des Biskuitteigs auf und daraus entwickelte sich über die Jahre der Kuchen, den wir heute kennen. Mit der Zeit kamen noch diverse Formen dazu und im 17. Jahrhundert wurde die erste Springform erfunden. Vor allem in Europa ist das Handwerk der Kuchenbäckerei sehr verbreitet, wohingegen in Asien fast ausschließlich Reiskuchen gegessen wird.