Im Wandel der Zeiten haben sich auch die Sitzmöbel im Friseursalon verändert. Besonders charakteristisch waren damals die Friseurstühle im Herrensalon. Sie waren schwer, das Grundgestell war aus massivem Holz, Sitzfläche, Rücken- und Armlehne waren mit Leder überzogen. Es gab dazu noch eine höhenverstellbare Kopfstütze. Die Rückenlehne war beweglich. Für die Kinder gab es spezielle Drehstühle, die sich hoch drehen ließen.
Die Grundfunktionen der Stühle beim Friseur haben sich bis heute bewährt. Das bedeutet, ein Friseurstuhl muss drehbar sein und eine bequeme Sitzposition garantieren. Einige sind mit einer Beinauflage ausgestattet oder durch Rollen leicht zu bewegen. Zudem sollte die Sitzhöhe verstellbar sein. Eine Standardpumpe oder eine hydraulisch arretierbare Pumpe lassen den Stuhl in die gewünschte Höhe bringen. Auch die Kopfstütze sollte -wenn vorhanden- höhenverstellbar sein.
Die Stühle beim Friseur lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Das sind die Behandlungsstühle und die Waschstühle. Insgesamt ist das Sitzmobiliar recht modern geworden. Verschiedene Formen, Materialien und Farben spielen eine große Rolle. Die Gestelle sind meistens ein Fußkreuzgestell und mit Rollen versehen, welche eine Feststellfunktion haben. Aluminium oder Chrom bestimmen den Fuß, der rund oder auch eckig sein kann. Die Armlehnen sind kombiniert mit Metall, Holz oder Leder. Besonders praktisch und pflegeleicht sind Kunstlederbezüge in dunklen und hellen Farbtönen.
Der Stuhl im Friseursalon erfüllt zwei wichtige Funktionen. Zum einen soll er für den Friseur das Arbeiten an dem Kunden erleichtern, und zum anderen soll er für den Kunden sehr bequem sein. So ein Möbelteil kann man sich auch zu Hause hinstellen. Günstig wäre dafür ein Platz im Bad, direkt unter bzw. vor einem Waschtisch. Aber auch als eine Art Barhocker vor einer niedrigen Bar kann man ihn benutzen.