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Beschreibung von SWAT 4
Beschreibung 1: Mit Swat 4 hat Sierra nun bereits den vierten Ableger der beliebten Polizeisim herausgebracht. Während Teil 1 eher ein Adventure und der zweite Teil ein Strategiespiel war, haben sich die Entwickler nach dem dritten Teil an die bewährte First-Person Perspektive gehalten.
Gameplay
Sehr viel hat sich seit dem dritten Teil nicht getan. Der Spieler ist ein Gruppenführer einer fünfköpfigen Einsatztruppe des SWAT und muss insgesamt 14 mal ausrücken, um Zivilisten und Geiseln vor rücksichtslosen Terroristen zu beschützen. Gesteuert wird wie in einem klassischen Ego-Shooter mit Maus und Tastatur. Das kurze Tutorial führt den Spieler optimal in die Welt eines SWAT-Officers ein und erklärt neben der Steuerung auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände und die Kommandos für das Team. Na dann kanns ja losgehen!
Storymäßig hat SWAT 4 nicht viel zu bieten. Während man in SWAT 3 noch vor dem Weltfriedenstag in Los Angeles die Stadt möglichst sicher machen musste, gibt es im vierten Teil nur 14 unzusammenhängende Missionen, die in einer fiktiven Stadt (Fairview) stattfinden. Somit fallen auch die (gut gelungenen) originalgetreuen Locations wie in den Vorgängern weg. Die Schauplätze sind trotzdem schön geworden, aber manchmal auch ziemlich fragwürdig. In einem Keller einer Sekte findet man z.B. einen Kinderfriedhof oder in einem Haus eines Triebtäters die Produkte seines kranken Hirns an Frauen. Das mag in den USA vielleicht vorkommen, doch in einem Computerspiel ist das schon nah an der Grenze.
Auch an Blut wird nicht gespart. Wenn man auf einen Gegner schießt, kommt es vor, dass das Blut aus dem Körper sprüht und unter einer Leiche bildet sich eine Blutlache. Die Schauplätze selber sind bei Orten von Schießereien wie z.B. einem Nachtclub ebenfalls blutgetränkt, blutige Handabrücke an Wänden und Möbeln findet man dort überall.
Der Spieler selbst hat nicht mehr wie beim Vorgänger eine Leiste, die die Stärke der Verletzung anzeigt, sondern einen kleinen Körper am Bildschirmrand, der angibt, an welchem Körperteil man verwundet worden ist. Leider lässt sich daran überhaupt nicht erkennen, wie viele Treffer man noch aushalten kann. Allerdings haben Treffer in die verschiedenen Körperpartien auch Einfluss auf die Handlungsfähigkeit. Wenn man am Arm getroffen wurde, kann man schlechter zielen und wenn man ein Beinschuss abbekommen hat, kann man nur noch humpeln. Das geht allerdings so langsam vonstatten, dass man schnell die Geduld verliert.
Die KI des Teams ist manchmal erschreckend dumm. Die vier Mitglieder, die nochmals in zwei Teams (Rot und Blau) unterteilt sind, sollte man immer voraus schicken, da die Missionen nach dem Tod des Teamführers (sprich: der Spieler) sofort vorbei ist. Leider können die Kollegen nicht wirklich mit kritischen Situationen umgehen. Egal, ob man nur ein Unterteam oder alle beide in einen Raum schickt. Sie stürmen nacheinander hinein und mindestens einer bricht immer verletzt zusammen und muss evakuiert werden. Um dem vorzubeugen, muss man erst "unter der Tür spiegeln" (mit einem Spiegel den dahinterliegenden Raum auskundschaften) und anschließend Granaten in den Raum werfen, damit das Team nicht nacheinander auf einer Trage den Einsatzort verlässt. Das zieht die Missionen in die Länge und lässt die Motivation im Laufe des Spiels sinken.
Nach der Mission gibt es immer eine Wertung. Diese ist jedoch total unfair und man kann nicht wirklich die eigene Leistung erkennen. Denn wenn man einen Gegner verletzt, weil er auf die Polizisten oder Geiseln schießt, kriegt man Punkte abgezogen, obwohl man keine andere Wahl hatte. Auch wenn ein Teammitglied verletzt wird, was im Spiel leider viel zu oft passiert, gibt es Punktabzüge. Wenn man allerdings auf einen Gegner schießt, der die Waffe gezogen hat aber noch nicht selbst auf jemanden geschossen hat, gilt das als "unberechtigter Einsatz von Gewalt". Man hat also die Wahl zwischen Abzügen wegen dem uberechtigten Einsatz von Gewalt oder wegen Verletzungen der Teamkollegen oder Zivilpersonen.
Grafik
Die Personen wirken recht lebhaft, nur leider sind die Bewegungen nicht immer ganz nachvollziehbar und wirken abgehakt. Jedoch wirken sie viel realistischer und vielfältiger als beim Vorgänger, wo jedes Mal, wenn sich eine Person ergab, die Animation die selbe war.
Die Umgebung ist sehr detailgetreu, Türen verformen sich nach dem Aufsprengen und Scheiben lassen sich ebenfalls zerschießen. Bei Computerbildschirmen sieht man dagegen leider immer den selben Bildschirmschoner oder einen Bluescreen aus Windows 95 Zeiten flimmern, was aber nicht so tragisch ist, denn solche Details beeinflussen nicht den Spielverlauf.
Sound
Die Stimmausgabe ist einsame Spitze! Man kann an der Stimme erkennen, wie sich der Gegenüber im Moment fühlt und an der Vielfalt der Sätze fehlt es auch nicht. Neben der normalen Einsatzbesprechung kann man auch den dazugehörigen Notruf einspielen lassen und im Spiel selbst geben die Teamkollegen Kommentare zu der Situation ab. Die Musik hält sich dezent im Hintergrund, beschleunigt aber dennoch den Spielverlauf, wenn es hektisch zugeht.
Steuerung
Mit der Tastatur und Maus lässt sich das Spiel problemlos spielen. Die gängigsten Teamkommandos kann man mit der Leertaste aktivieren oder man sucht sich ein Kommando wie z.B. den Einsatz von CS-Gas aus einer Liste, die sich mit der rechten Maustaste öffnen lässt. Zurufe an die Geiseln/Terroristen und Aktionen führt man mit der F-Taste aus.
Fazit
SWAT 4 ist eine gelungene Polizeisimulation und macht viel Spaß, wenn man ein Fan dieser Arbeit ist. Die KI ist jedoch nicht gerade die Beste und auch die Handlungsmöglichkeiten sind etwas geringer als bei Rainbow Six. Die Auswahl an Waffen ist leider auch etwas begrenzt, die "nicht-tötlichen" Gewehre eher nutzlos. Die Kampagne ist jedoch spielenswert, aber ein zweites Mal spielt man sie nicht durch.
Rezensionen zu SWAT 4
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