2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich
Kundenbewertung: 4 von 5
„Definitiv kein Konkurrent zu FF XIII, geschweige zu Star Ocean 4“ (08.04.2010)
von
Christian Keßler
Resonance of Fate ist ein ungewöhnliches Rollenspiel, ausgelegt in einer spätmittelalterlich anmutenden Fantasywelt, dessen Namen man jedoch nicht erfährt, lediglich der Ort, wo sich die Menschen zurückgezogen haben aufgrund umweltbedingter Katastrophen, die das Leben am Boden unmöglich machen - der Turm "Babel".
Richtig,der Turm von Babel, eine genaue Ableitugn der mythologie, so ist auch Babel im Spiel ein mehrstöckiger baumartiger Turm, der spiralartig sich in mehrere Ebenen aufteilt. Könnte man zumindest fast so sehen. Im Spiel ist es zwar nicht so, aber man weiß sofort, woher die Inspiration fürs Spiel stammte.
Das Spiel dreht sich um die 3 Charaktere Zephyr, Leanne und Vashyron - welche man auch gleich schon von Anfang an spielen kann, was schon mal einer der ungewöhnlichen Punkte ist an RoF.
Wer viel Story erwartet bei RoF, dem sei gesagt, wird herb enttäuscht werden.
RoF kann in vielen Aspekten bei weitem nicht mit Rollenspielen wie Final Fantasy XIII oder insbesondere Star Ocean 4, welches ebenfalls von tri ace stammt, jedoch in Kooperation mit Square Enix und nicht wie hier SEGA mithalten.
Das Kampfsystem in RoF ist pure Langeweile, es beseht größtenteils nur aus reinem Geballere, da die 3 Charaktere nichts anderes kennen, außer Handfeuerwaffen, Maschienengewehre und Wurfwaffen, wie Granaten - so was nennt sich heutzutage dann "Steampunk" >.>
Mehr Kreativität hätte Resonance of Fate auf jeden Fall sehr gut getan.
Das Kampfsystem wirkt eifnach von A - Z total lieblos und einfaltslos. Da sind Kämpfe in FFXIII oder SO4 1000x actionreicher und spannender, als alles in RoF zusammen.
Versteht mich nicht falsch, ich finde RoF nicht grottenschlecht, nur als eine Person, die 20 Jahre RPG's gezockt hat, wie ich bisher und damit jede Menge Erfahrugn mitsich bringt, den reizt RoF absolut nicht vom Hocker, weil die Kämpfe in dem Spiel wirken, als wäre das Spiel noch aus dem Jahr 2000 und nicht aus dem Jahr 2010 >.<
SEGA mit ihrem hirnlosem Unverständniss über RPG's hatte hier defitiv zu viel Einfluss im Spieldesign gehabt... SEGA waren schon immer und sind es noch heute total unfähig gute Rollenspiele zu designen mit einer einzigen Ausnahme (jedes blinde Huhn findet mal ein Korn), nämlich Valkyria Chronicles.
Nämlich genau das gleiche bzw. ähnliche Kampfsystem aus VC wurde eifnach mal total dreist nahezu in Resonance of Fate reinkopiert, jedoch wesentlich schlechter...
RoF hätte soviel besser sein können, wenn die Entwickler kreativer gewesen wären mit dem Waffenarsenal und wenn das KS auf Echtzeit beruht hätte, wie in Star Ocean 4.
Darüber hinaus eine richtige Story, mehr Charaktere, die nicht sofort alle schon spielbar sind, sondern sich erst im Verlauf der Geschichte anschließen und man dann schrittweise mehr und mehr über die Charas erfährt (in RoF ist von Charakterstories keine Spur)
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Anzumerken ist ganz besonders der Schwierigkeitsgrad des Spiels, welcher auch schon in den Previews zum Spiel kritisiert wurde. Das Spiel ist verdammt schwer und das sage ich mit meinen 20 Jahren Erfahrung!!! Es ist absolut ungeeignet für RPG-Anfänger und Fortgeschrittene. RoF ist in jeder Hinsicht ein Spiel für Profis. Und selbst als Profi sieht man in RoF mitunter schneller den game over-Screen schneller, als das man "Scheiße" brüllen kann...
Das Spiel ist an so manchen Stellen absolut unbalanced soweit ich es beurteilen kann und das Spielsystem von RoF trägt nicht sonderlich gut dazu bei dem entgegen zu wirken - im Gegenteil, es zwingt einen dazu jede noch so bescheuerte Aktion extrem gut zu überdenken, bevor man etwas macht, grade insbesondere in Bezug auf "Heldenaktionen".
Sinkt nämlich der Heldenbalken auf Null, weil man entweder zu viele Heldenaktionen ausgeführt hat, oder zu viel Schaden kassiert hat, dann ist man schon so gut wie Game Over, weil die Charaktere dann einen anderen Schadenstyp erleiden, durch den man sterben kann.
In RoF reicht es vollkommen aus, wenn irgendeiner der 3 Charaktere stirbt und schon heißt es sofort Game Over!!!
Will man den Kampf danach neu beginnen, um zu verhindern, dass man vom letzten Speicherpunkt neu anfangen muss, darf man dafür auch noch mit Ingamegeld blechen, will man das mit vollen Heldenbalken tun, dann ist man danach sofort PLEITE, weil der Mist so unverhältnismäßig teuer ist, dass es absolut unratsam ist, den Mist jemals überhaupt zu machen.
Das Spiel bestraft den Spieler also sofort gnadenlos für jede Fehlentscheidung brutal, daher ist es absolut in jeder Hinsicht ein RPG nur für Profis.
Spiel, die in Erwähung ziehen, sich RoF zulegen zu wollwn, sollten definitiv zuvor Erfahrungen gesammelt haben mit Rollenspielen mit gleichem Frustrationsgrad, Spiele wie Breath of Fire 5, Unlimited SaGa oder dessen Vorgänger, die zwei Teile SaGa Frontier 1 + 2...
Graphisch macht das Spiel einen soliden Eindruck, der Soundtrack ist ok, aber nichts außergewöhnliches, wie bei SO4 oder FFXIII.
Wie auch immer, bei dem, was hier tri ace mit SEGA abgeliefert hat, kann ich verstehen, weshalb Square Enix da abgelehnt hat, denn ursprünglich wollte tri ace Resonance of Fate zusammen mit SE machen, da sie zuvor ja schon SO4 gemacht hatten.
Nun, wer über all das und jede menge Grind im Spiel hinweg sehen kann, sowie den extremen Schwierigkeitsgrad (und das unter Normal, das Spiel hat noch Hart später für den zweiten Durchlauf), der wird als nicht ausgelasteter RPG-Freak schon seinen Spaß in Resonance of Fate finden.
Totale anfänger und Final Fantasy fanboys/girls, die ihr lebtag nix anderes gezockt haben, als die FF-Ableger sollten tunlichst von Resonance of Fate die Finger lassen, sollche Leute würden definitiv an dem Game keine Freude finden.