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Kundenbewertung: 3 von 5
„Ansatz: Sehr gut; Ausführung: Sehr schlecht“ (14.06.2009)
Ein typisches Kriegs-Ego-Action Game. Zunächst mal das positive: Die Grafik ist sehr gut, das Game ist sehr gut zu steuern und auch der Sound ist gut gemacht. Aber das wars dann auch schon. Mehr positives fällt mir wirklich nicht ein. Aber viel negatives.... Am meisten störte mich, dass es bei dem MoH völlig egal ist, wo man einen Feind trifft - egal ob am Bein, in den Kopf, in die Brust, in den Arm oder auch in den Rucksack: Der Feind ist tot. Genau gesagt reicht es, wenn man einigermaßen in die Richtung des Feindes trifft. Ich habe nur ein anderes MoH vor dem hier gespielt. Da machte das sehr wohl einen Unterschied, ob man den Feind getroffen hat oder nicht und ob man ihn in den Kopf getroffen hat oder in den Fuß. Nicht so hier. In diesem Spiel gibt es nur Tot oder nicht Tot. Aber das ist bei weitem nicht das einzige Problem. Es gibt eine kleine Anzahl verschiedener Waffen. Welche besser oder schlechter ist muss man sofort entscheiden, man kann nur zwei mitführen und es gibt keinerlei Anhaltspunkte im Spiel welche besser oder schlechter sind.
Man kämpft nie alleine sondern man hat immer ein paar Kumpels um sich. Während die in "Rising Sun" noch gelegentlich einen Feind kaputt machen, auch wenns meist durch erschlagen und nur selten durch erschießen war, haben die Freunde hier wirklich nur zwei Funktionen: Nett aussehen und den Blick blockieren. Eingreifen tun die nie.
Die Programmierer haben einen mehr oder weniger optimalen Weg wie man durch die Gegend läuft um ans Ziel zu kommen festgelegt. Und wehe man weicht davon ab. Da gibt es die merkwürdigsten Situationen. Man steht dann auf einmal Feinden gegenüber, kann die aber nicht verletzen. Oder es rennen dann auf einmal alle Feinde an einem vorbei hin zu dem Platz an dem man eigentlich sein sollte, diese ignorieren einem aber völlig weil man eben nicht da ist wo man sein soll...
Eine einzige Katastrophe ist die Speichersystematik, die man dem Spiel verpasst hat. Das ist der völlige Beweis dessen, dass die Programmierer absolut keine Ahnung davon haben, wie ein normaler Zocker tickt. Es wurden Kontrollpunkte eingerichtet, an denen das Spiel automatisch quasi gespeichert wird, wenn man den erreicht. Wenn man dann stirbt kann man da wieder weiterspielen. Die Punkte sind einigermaßen eng und deswegen macht das auch halbwegs sinn. Was man aber nicht kann ist, aufhören und da wieder weiterspielen. Man kann nur bei den Anfängen der einzelnen Untermissionen beginnen. Das sind zehn oder zwölf... Anfangs spielt man eine solche Mission noch auf 30 bis 45 Minuten durch. Hinten raus werden die Missionen aber lang und länger. Für die vorletzte Mission habe ich mehrere Stunden gebraucht. Hätte ich die nicht durchgespielt, hätte ich immer wieder bei dieser am Anfang beginnen müssen. Ganz toll. Das hat mich so genervt, dass ich die letzte Mission nicht mehr gespielt habe. Es soll Leute geben, die wollen einfach mal eine halbe Stunde oder maximal eine Stunde am Stück spielen und nicht zwangsweise einen halben Tag an den Fernseher gefesselt werden. Sowas so zu programmieren ist der Ausdruck völliger Ahnungslosigkeit oder völliger Arroganz. Wie kann man nur sowas programmieren????
Die Missionen ansich sind relativ sinnlos. Einzeln zusammengewürfelte Missionen, ohne weiteren Zusammenhang. Geschichtlich betrachtet ist das komplette Spiel völliger Schwachsinn. Widerstand an Stellen wo um diese Zeit längst keiner mehr war, Waffen, die es lediglich vereinzelt gab, in dem Spiel aber usus sind. Aber gut...ich denke, Geschichtsunterricht wollen Spieler dieses Genres eh nicht unbedingt haben.
Das letzte wirklich erwähnenswerte ist noch die Gesundheitssystematik in dem Game. Man hat hier keinen Gesundheitsbalken wie sonst üblicherweise, sondern wenn stirbt entweder gleich oder man ist gleich wieder gesund. Man hält also ein paar Treffer aus, dann wird einem schwindelig und alles verschwimmt. Kassiert man da keine Treffer mehr, ist man fünf Sekunden später wieder wie neu. Das ganze Gameplay ist darauf ausgerichtet. Man soll sich hinter irgendwas verstecken, und so daneben vorbei schießen, dass man sich jederzeit wieder verstecken kann, also wenn man schon getroffen hat. Mir persönlich hat das nicht gefallen. Ich finde einen Gesundheitsbalken, den man mit Medi-Packs oder sowas aufladen kann besser. Ich gestehe aber zu, dass es Spieler geben mag, die dieses System hier besser finden. Deswegen völlig Wertfrei: Ist mal was anderes!
Das Spiel ansich ist mit zehn oder zwölf (habe nicht mitgezählt aber so schätze ich) Untermissionen viel viel zu kurz, zumal man eben immer bis zum Ende spielen muss. Das macht wirklich das ganze Game kaputt.
Fazit: Eine vernünftige Speichersystematik, mehr Missionen, eine vernünftige Geschichte und genaueres und differenziertes Treffermodell und das Spiel wäre ein gutes. So wie es aber realisiert wurde kann ich nur sagen: Für Fans dieses Genres empfehle ich den Kauf für wenig Geld. Mehr als 15 oder 20 Euro würde ich aber nie dafür ausgeben.
Diese Rezension wurde noch nicht bewertet
Kundenbewertung: 5 von 5
„Medal of Honor: Vanguard (PS2)“ (04.03.2011)
von
Torsten Lehmann
aus Bayreuth
Ein Klassespiel!!! Sehr zu empfehlen!Sehr realistisch und man ist mittendrin in der Action! Für jeden der gerne Weltkriegsshooter zockt, ein Must have! Hab selbst mittlerweile alle MoH-Teile für die PS2!