Schnürsenkel
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Schnürsenkel. Entweder sind sie flach oder rund, geflochten oder gewebt, bunt oder einfarbig. Bei Wanderschuhen werden sie oft sogar gewachst, damit sie genau wie der Schuh bei Nässe nicht aufquellen und dann nicht mehr zu schnüren sind. Früher waren die Bänder ganz dünn, die man aus Leder zu Recht geschnitten hat. Diese dehnten sich aber mit jedem Mal zubinden und irgendwann sind sie dann gerissen. Deshalb ist man dazu übergegangen die Bänder aus Baumwolle oder Kunstfasern herzustellen. Eine einzelne Faser wäre jedoch ebenfalls sehr empfindlich, also begann man sie miteinander zu verflechten. Heute bestehen sie meist aus vielen Fasern, die durch ihre Verschiedene Farbe, eine zusätzliche Musterung erzeugen. Die Enden, im Schusterhandwerk auch Nadel genannt, sind entweder mit einer Metallhülse oder einem Plastikstück versehen, damit sie nicht ausfransen. Sollen diese Ende einmal abgehen, kann man Kunstfasern auch mit einem Feuerzeug zum schmelzen bringen, wodurch ein ausfransen verhindert werden kann. Durch diese Senkelenden ist ein problemloses einfädeln in die Schuhe erst möglich. Man kann diese Bänder auf viele verschiedene Arten einfädeln, aber die für sportliche Schuhe eher übliche ist die Kreuzschnürung. Kauft man ganz neue Schuhe, sind sie von der Industrie bereits in dieser Art und Weise vorgeschnürt. Edler sieht es jedoch aus, wenn die Bänder parallel verlaufen. Diese Art der Schnürung verwendet man bei sehr feinen Lederschuhen zum Anzug oder ins Büro. Die Farbe der Bänder wird meist Ton in Ton gehalten. Aber viele Sportschuhe und modische Halbschuhe weichen bewusst davon ab und sind mit Kontrastfarben bestückt. Besonders bekannt sind die Fat Laces aus den USA, die parallel geschnürt nicht einmal zu einer Schleife gebunden, sondern offen getragen werden. Modern ist es auch, beide Schuhe mit unterschiedlichen Farben zu tragen. Was viele nicht wissen, die Farbe der Bänder können bei bestimmten Gruppen sogar ein Zeichen einer bestimmten Gesinnung sein. Diese versteckten Symbole erschließen sich jedoch meist nur den Eingeweihten.