Plateauschuhe
Auffallend ist er sicherlich, aber keine Schöpfung der Neuzeit. Wer sich für einen Plateauschuh entscheidet, will hoch hinaus. Die Modeerscheinung der 70er Jahre feiert ihr Comeback. Der Name Plateau stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt so viel wie "Hochebene". Das charakteristische Merkmal eines Plateauschuhs ist seine in die Augen fallende, solide und starke Sohle unter dem vorderen Teil des Schuhs. Ein Plateauschuh kann immerhin auf eine erstaunliche Vergangenheit von nahezu 500 Jahren zurückblicken, waren doch die Vorgänger der Plateauschuhe als so genannte Ziccoli das Schuhwerk in Europa schlechthin, hauptsächlich jedoch in Italien und Spanien. Damals waren quasi kleine Stelzen vorn und hinten unter einer Holzsohle befestigt, die teilweise bis zu 20 Zentimeter hoch waren. Auch jetzt noch werden in Asien und Afrika Schuhe mit Plateausohlen in verschiedenen Kulturkreisen getragen. Heute hat ein Plateauschuh in der Regel eine durchgängig starke und hohe Sohle und die Höhe variiert von drei bis zehn Zentimeter. Je nach Höhe des Plateaus, also die Höhe der vorderen Sohle, ist die Höhe des Absatzes abhängig und so können bei hervorstechenden Plateauschuhen schon einmal 20 Zentimeter und mehr erreicht werden. Das Aussehen dieser heute wieder trendigen Art der Fußbekleidung ist vielfältig und reicht vom Keilabsatz über eine Blocksohle bis hin zu schicken Stilettos. Im Prinzip kann jeder Schuhtyp ein Plateauschuh sein. Das Angebot reicht von Plateau-Sportschuhen über Stiefel bis hin zu Sandalen oder Clogs. Ob farbenfroh oder schlicht, Plateauschuhe passen bestens zu Hosen, Röcken, Kleidern oder dem sportlichen Outfit. Die Trägerin eines Plateauschuhs kann gewiss sein, die Blicke auf sich zu ziehen. Plateauschuhe, beispielsweise kombiniert mit einer raffinierten Tunika und einer Jeans kommen sie stilvoll zur Geltung. Am Abend, vielleicht zusammen mit einem Minikleid getragen, garantieren Schuhe mit Plateausohlen für eine aufregende Partynacht. Egal, zu welchem Outfit Plateauschuhe nun getragen werden, sie setzen den Träger jedenfalls immer sehr gekonnt in Szene.