Clogs
Clogs sind keine Designererfindung und auch keine Modeerscheinung, denn es gibt sie seit über 100 Jahren. Wir kennen sie ursprünglich als Schuhe von Bauern, die kein Geld für teure Lederschuhe hatten und sich deshalb selbst Schuhe aus Holz schnitzten. Im Winter trug man in den Holzschuhen Stroh, um die Füße warm zu halten. Diese Schuhe sahen so ähnlich aus wie die sogenannten "Hollandschuhe", die sich viele Touristen als Urlaubserinnerung aus Holland mitbringen und sie wurden von der ländlichen Bevölkerung auch in Deutschland getragen. Die Skandinavier, vorrangig die Schweden, entwickelten diese Art von Schuh weiter und fertigten nur noch den unteren Teil des Schuhs mit Fußbett, Sohle und Absatz Holz, während der obere Teil, der den Fuß umschließt, aus Leder gefertigt und einfach angetackert oder -genagelt wurde. Dadurch wurde der Schuh leichter und bequemer und auch wärmer. Diese Form ist bis heute erhalten, allerdings ist heute die Schuhform, bei der die Ferse offen bleibt, die gängigste Variante. Eine weitere Abwandlung ist ein variabler Riemen, der zunächst über dem Oberfuß liegt, aber für mehr Trittfestigkeit einfach und schnell nach hinten geschoben werden kann. Dadurch entsteht eine Art Sandale. Heute gibt es die als Schwedenschuhe bekannten Holzschuhe in allen Variantionen und aus allen Materialien. Als Gartenschuh wird er mit Absatz oder mit flacher Sohle komplett wasserfest aus Gummi hergestellt. Als Hausschuh gibt es ihn meistens mit flacher Sohle, aber aus wärmenden Materialien wie Filz, Wolle und mit Fleece- oder Felleinlagen. Als modischen Damenschuh gibt es Clogs mit edelsten Ledern und Accessoires gestaltet auch als hohen Absatzschuh mit Highheels oder als Peeptoe. In dieser Ausarbeitung ist er allerdings weniger für lange Wege geeignet, sondern lediglich eine modische Spielerei, die allerdings immer ein Hingucker ist. Der ursprüngliche Schwedenschuh wird bis heute allerdings als Arbeitsschuh von einigen Berufsgruppen getragen. So findet man sie bei Ärzten und Köchen gleichermaßen.