Schlitten & Bobs

Schlau mit Hitmeister Hilfreiche Informationen rund um Produkte und Marken

Schlitten - wichtige Informationen

Wenn die Blätter von den Bäumen gefallen sind und es kalt wird, ist das für viele Personen ein Grund zur Freude, da dann der erste Schnee nicht mehr weit ist. Und es sind nicht nur Kinder, die den Schlitten aus dem Keller holen, um damit die glatten Hänge herunter zu fahren. Dabei sind die neuen Schlitten längst nicht mehr nur einfache Holzkonstruktionen. Mit Federungen und Stützen sind die meisten Modelle deutlich sicherer und auch komfortabler geworden.

Um den bestmöglichen Schlitten zu bekommen, sollten Sie einige wichtige Kriterien beim Kauf beachten

Wichtige allgemeine Kaufaspekte

TÜV Zeichen für geprüfte Sicherheit

Der wichtigste Punkt beim Kauf eines Schlittens sollte immer die Sicherheit sein. Da Sie auf glattem Untergrund mit relativ hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, kann ein Schlitten, der nicht den Sicherheitsstandards entspricht, tragische Folgen haben. Daher sollten Sie die TÜV-geprüften Modelle klar bevorzugen. Das Siegel ist immer an der äußeren Verpackung angebracht und so auf den ersten Blick zu erkennen. Alternativ zum TÜV-Zeichen garantiert auch das GS-Zertifikat die Sicherheit des Schlittens. Wenn ein Schlitten oder Lenkrodel schwerer als sechs Kilogramm ist, sollte er unbedingt eine fest integrierte Bremsvorrichtung haben, wobei es gerade dabei enorme Qualitätsunterschiede gibt. Schlitten für mehrere Personen sollten über gesonderte Halterungen am hinteren Ende verfügen.

Sonstige Randdaten erfahren Sie immer in der Bedienungsanleitung. So sollte immer ein Blick auf die maximale Belastbarkeit geworfen werden. Es sollte auf jeden Fall vermieden werden, die Gewichtsgrenzen zu überschreiten, wobei ein robuster, schwerer Holzschlitten eher eine hohe Belastung übersteht, als es bei einem Modell aus Plastik der Fall wäre. Weiteres Zubehör sorgt dafür, dass der Rodelausflug ein voller Erfolg wird. So ist festes Schuhwerk und passende Schneekleidung unerlässlich, sofern Sie nicht die Tage nach der Schlittenfahrt mit einer Erkältung im Bett verbringen wollen.

Zubehör

Rodeln ist ebenso wie Skifahren , weswegen auch für das Rodeln spezielle Kleidung empfehlenswert ist. Mit einer hochwertigen Skibrille haben Sie den perfekten Blendschutz gegen starke Sonneneinstrahlung, die gerade auf dem weißen Schnee stark reflektieren kann. Viele Skibrillen haben eine direkte Rahmenbelüftung, die die Brille nicht nur bequemer macht, sondern darüber hinaus auch ein Beschlagen derselben verhindert. Eine Komplettmontur mit wärmender aber luftdurchlässiger Kleidung (Skijacke, Skihose, Skihandschuhe) sorgt für angenehmes Wohlbefinden. So können Sie sich den ganzen Tag, unabhängig vom Wetter, draußen aufhalten, ohne dass Sie sich verkühlen. Mit einem Skihelm können Sie sich außerdem gegen eventuelle Stürze wappnen.

Schlittenarten

1. Holzschlitten

Holzschlitten

Der Holzschlitten ist die klassische Variante für alle Rodelliebhaber. Fast jeder ist zumindest in seiner Kindheit mit einem robusten Rodelschlitten die Abhänge der Umgebung heruntergeschossen. Dass diese Schlitten keine besonderen eleganten Designs hatten, wurde durch die hochwertige Verarbeitung und Langlebigkeit kompensiert. Die meist aus Buchenholz hergestellten Streben werden zur besseren Haltbarkeit in Lack getunkt. Dann werden die Hölzer verleimt und mit Schrauben aneinander befestigt. Auf den Stahlkufen gleitet der Schlitten dann über den Schnee. Dabei ist der Hörnerschlitten das wohl bekannteste unter den Holzmodellen. Die Holzhörner am vorderen Ende eignen sich ideal zum Lenken und Bremsen und erhöhen die Balance des Schlittens. Ursprünglich waren diese Schlitten das Arbeitsgerät von Bauern, die an Hängen und Bergen angebaut haben. Diese transportierten auf den Schlitten Holz, Getreide und Ähnliches ins oft weit entfernte Tal. Erst nach und nach wurde der Schlitten dann für den spaßigen Wintersport entdeckt und hat es mittlerweile zu einer eigenen Europa-Meisterschaft gebracht. Die Schlitten auf diesen Meisterschaften sind Maßanfertigungen, die nicht mehr viel mit dem klassischen Holzschlitten gemeinsam haben. Für einen vergnüglichen Tag auf der Piste reicht auch eine einfachere Ausgabe aus.

2. Schneebobs

Schneebobs

Jeder kennt Bobs aus dem Fernsehen. Wenn die Szenestars mit dreistelligen km/h-Geschwindigkeiten die Bahn herunterkommen, hält der Zuschauer den Atem an. Wesentlich harmloser geht es bei den Schneebobs zu, die hauptsächlich für jüngere Nutzer gedacht sind. Während die massiven Holzschlitten für ein kleines Kind schwer zu kontrollieren sind, eignen sich Schneebobs bestens, um auch den Jüngeren den perfekten Rodelspaß zu garantieren. Schneebobs sind klein und flach, der Kunststoff ist leicht, Lenker und Bremse sind integriert: Es kann somit kaum etwas passieren, was die Sicherheit des Nutzers gefährdet. Hochwertige Modelle erreichen schnell hohe Geschwindigkeiten, weswegen ein integrierter Gurt viel mehr als nur Dekoration darstellt. Häufig bieten die Schneebobs darüber hinaus einen Beinschutz an. Solche Sicherheitsteile können nicht nachgerüstet werden, falls sie nicht von Anfang an enthalten sind. Deswegen sollten beim Kauf schon alle gewünschten Teile eingebaut sein.

Aufgrund ihrer Verarbeitung sind sie aber nicht so stark belastbar wie die Holzschlitten. Die Gewichtsgrenze liegt fast immer unter 100 Kilogramm, weswegen nur ein Fahrer auf dem Bob sitzen darf. Das TÜV-Siegel gibt auch hier Aufschluss über die relevanten Qualitäts- und Sicherheitsaspekte. Insgesamt ist ein Schneebob deutlich preisgünstiger als die Holzvariante.

3. Lenkschlitten

Lenkschlitten

Ein Lenkschlitten zeichnet sich durch ein eingebautes Lenkrad und eine Bremse aus. Mit dem Lenkrad kann die vorderste Kufe des Schlittens gesteuert werden. Es gibt kaum einen Schlitten-Typ, bei dem die Sicherheit besser gewährleistet ist, da Sie schnell und ohne Probleme Hindernissen wie Bäumen oder anderen Rodlern ausweichen können. Durch die einfache Lenkung können Sie problemlos lange und kurvenreiche Strecken meistern. Es ist aber dabei wichtig, stabile Modelle zu bevorzugen, da zu leichte Schlitten eher instabil werden und ins Schleudern geraten. Kufen aus Kunststoff eignen sich bestens für Fahrten auf Hart-und Tiefschnee, während die Bremsen immer aus massiverem Material sein müssen, um nicht zu brechen. Die Anbringung des Lenkseils sagt sehr viel über die Qualität des Produktes aus. Wenn das Seil um Sitzholm und Kufen gewickelt ist, sorgt es für eine sehr viel direktere Kraftübertragung, als wenn es nur am Sitzholm befestigt wurde. Es gibt unterschiedliche Ausfertigungen von Lenkschlitten für Kinder und Erwachsene. Während die preisgünstigeren Varianten für Kinder etwa 20 Zentimeter hoch sind und bis zu 80 Kilogramm Gewichtsbelastung aushalten, ist der Erwachsenen-Lenkschlitten fünf Zentimeter höher und kann bis zu 110 Kilogramm tragen. Verfügt der Lenkschlitten zusätzlich über eine GS- oder TÜV-Plakette, kann das sorgenfreie Rodeln gestartet werden.

4. Rutschteller

Rutschteller

Die wohl einfachste Form des Rodelvergnügens können Sie auf einem Rutschteller erleben. Die bunte, runde Plastikscheibe bietet genau das, was nötig ist: Es kann auf ihr gerutscht werden. An kleinen Griffen an der Seite können Sie sich festhalten und mit den Fersen bremsen. Da die robuste Plastikscheibe meist weniger als ein Kilogramm wiegt, ist der Transport überhaupt kein Problem. Die meisten Rutschteller sind eher auf Kinder ausgelegt, können aber genauso von Erwachsenen verwendet werden, wenn die Modelle die Standard-Belastbarkeitsgrenze von 50 Kilogramm überschreiten. Für besonderen Spaß mit mehreren Leuten kann auch eine Rutschkette gebildet werden. Dafür muss jeder Fahrer nur beim Vordermann die Füße ablegen und schon geht es in der Gruppe den Hügel abwärts. Wenn gebremst werden soll, müssen die Füße natürlich wieder auf dem Boden abgesetzt werden.

5. Klappschlitten

Klappschlitten

Mittlerweile ist Schlittenfahren zum Freizeitspaß für die ganze Familie, und längst nicht nur für die Jüngsten der Familie geworden. Wenn das Auto mit Familienmitgliedern gefüllt ist, bleibt leider kaum noch Raum, einen großen Holzschlitten zu verstauen. Wenn Sie mit öffentlichem Nahverkehr zur Piste fahren wollen, wird das teils noch schlimmer. Um sehr viel Platz zu sparen, bietet sich der Kauf eines Klappschlitten an, der auf kleinstmöglichem Raum von bis zu zwölf Zentimetern zusammengefaltet werden kann. Klappschlitten werden sowohl aus Holz und Aluminium als auch Plastik hergestellt, wodurch sie für die Liebhaber aller verschiedenen Schlittenarten attraktiv sind. Wenn Sie am Hügel sind, können Sie den Schlitten mit wenigen Handgriffen in seine angestrebte Form bringen. Beim Thema Sicherheit müssen Sie bei den Klappmodellen keine Abstriche machen. Sie sind von der Pflege und Stabilität auf Augenhöhe mit ihren klassischen Gegenstücken. Die Belastbarkeit bewegt sich bei den Holzvarianten im Bereich von 150 kg, was für ein Kind und einen Erwachsenen meistens ausreicht. Wer seinen Klappschlitten mit Gurten und Ähnlichem aufrüsten möchte, sollte zunächst auf die Beschreibung achten, da nicht jeder Schlitten dafür geeignet ist. Auch einen guten Klappschlitten können Sie am TÜV-Siegel erkennen, das draußen an der Verpackung angebracht ist. Vom Preisniveau sind die Klappschlitten etwas teurer als durchschnittliche Schlitten.