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„SUPER SPANNEND“ (08.03.2010)
Im 2. Teil der Millennium Trilogie konzentriert sich der Autor dieses Mal ganz auf die Figur der Lisbeth Salander und deren schwierigem sozialen Anpassungsprozeß. Lisbeths gesetzlicher Betreuer Nils Bjurman, dem sie in Verblendung anfangs noch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war, will sich Lisbeths Kontrolle entziehen und sie loswerden.
Er spinnt ein intrigantes Netz um sie und bringt damit eine Entwicklung ins Rollen, deren Ausmaß er nicht mal annähernd ahnt.
Mikael Blomkvists journalistische Niederlage in der Wenneström-Affäre hatte sich in einen Sieg verwandelt. Er ist wieder gefragt. Während Lisbeth durch Abwesenheit glänzt, arbeitet Mikael schon wieder an einer neuen brisanten Story über Mädchenhandel. Doch er ist auch etwas irritiert wegen Lisbeths plötzlichem Verschwinden. Mikael kann sich beim besten Willen nicht erklären, warum sie sich von ihm distanziert hat.
Als Nils Bjurman und einer von Mikaels Reportern und seine Freundin erschossen aufgefunden werden, wird Lisbeth von der Polizei der Tat verdächtigt und landesweit gesucht. Mikael ist der Einzige, der an ihre Unschuld glaubt.
Lisbeth und Mikael sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die mir aber sehr sympathisch sind. Mir hat es das seltsame Mädchen wieder sehr angetan. Lisbeth ist wieder genau so mutig und clever, wie sie schon im ersten Teil war. Sie lebt nach ihren eigenen Regeln. Meiner Meinung nach ist sie ein sehr moralischer Mensch. Nur ihre Moral stimmt manchmal nicht mit dem Gesetz überein.
Sie war in ihrem jungen Leben schon einer Vielzahl von juristischem Missbrauch ausgesetzt, aber niemand hörte ihr zu oder half ihr. Sie wehrt sich gegen jeden auf ihre eigene Art und Weise.
Auf jeden Fall habe ich mich für sie gefreut, als sie langsam erkennt, dass Freundschaft auf Respekt und Vertrauen beruht. Mikael ist einer der wenigen Menschen, den sie gelernt hat zu respektieren und dem sie vertraut. Leider tut er unbewusst etwas, was Lisbeth ihm nicht verzeihen kann.
Das Buch ist als reiner Thriller stärker als sein Vorgänger, weil es weniger Nebenhandlung gibt. Dafür mehr Spannung und noch mehr geschickt gezeichnete Figuren: Einen Haufen übler Burschen, korrupte Polizisten, ein Phantom, das als Zala bekannt ist und einen böswilligen blonden Riesen, der keinen Schmerz verspürt.
Man wird von einem spannenden Ereignis in das nächste katapultiert und nichts ist so, wie es scheint. Der Leser wird jedes mal aufs Neue mitgerissen. Das rasante Tempo der Handlung und der ständige Wechsel von Szenen und Orten, an denen diese Geschichte spielt, lassen einen nicht mehr los.
Klare Empfehlung!
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