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„Höllentrip - für den Fan?“ (19.11.2010)
Tja, Hellride,
was soll ich sagen. eigentlich freute ich mich auf den Film, versprach der Trailer doch einen dreckigen, räudigen Bikerfilm mit viel Sex, Drugs & Rock'n'Roll.
Gerade im Zug der immer populärer werdenden "Grindhousefilme" schien es mir logisch das Genre des Bikefilms wiederzubeleben.
Allerdings hat der Film ein ganz großes Problem: Der Hauptdarsteller / Regiesseur und warscheinlich auch Besteiger aller Mädels im Film nimmt sich und seinen Film zu Ernst. Die Dialoge sind alle cool, zu cool, die Figuren auch.
Somit verbaut sich der Film die Chance eine gute Hommage zu sein komplett.
Die Story: leider kann ich sie nicht objektiv bewerten, ich fand sie lachhaft bis langweilig, zusammengeklaut und bestenfalls gut gewollt aber schlecht umgesetzt.
Selbst die Tatsache, daß es keinerleih Sympathieträger im Film gibt (alle sind Bad Boys) hilft dem Zuschauer nicht weiter. Der große Kunstgriff ist es doch, selbst dem übelsten Motherfucker eine menschliche Seite zu geben, damit der Zuschauer einen Identifikationspunkt hat. Vorbildlich war hier z.B. THE DEVILS REJECTS. Am Anfang hasst man die Bösen. Dann merkt man daß die Bösen im Vergleich zum vermeintlich Guten doch gar nicht so übel sind und fiebert mit ihnen. PERFEKT!
Aber hier? Fehlanzeige. Mir waren alle egal. Ausser Dennis Hopper.
Tja, schade eigentlich, birgt der Film doch viel Potential und die Darstellerriege einige bekannte und durchaus auch fähige Gesichter.
Gesondert zu erwähnen sei, daß die deutsche DVD geschnitten ist (selbst die Spio/JK Fassung), wenn auch nur im Finale. Warum ausgerechnet dort geschnitten werden mußte um den deutschen Staat zu beruhigen ist mir ein Rätsel, aber gut, bei der FSK & deutschen Regierung frag ich eh nicht mehr nach der Logik.
Fazit: Bikerfans werfen mal einen Blick drauf, alle anderen sollten den Film einfach links liegen lassen.
Mr.R
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