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„Hollywoods' und die eigene Apokalypse“ (29.09.2009)
Noch vor wenigen Wochen wurde ich heftigt dafür attackiert, den so hoch
gejubelten Film ' DAS BOURNE ULTIMATUM' als solchen und für seine sog.
'Wackelkamera' im Besonderen zu kritisieren und die Frage zu stellen, ob denn
die Zukunft Hollywoods SO aussehen werde...
Heute schon - und das ganz ohne Pathos - nehme ich den Faden wieder auf und behaupte,
das CLOVERFIELD das grauenhafteste Machwerk ist, das uns Cineasten jemals vorgesetzt worden ist.
Natürlich werde ich wieder hämische Prügel ernten, erlaubt sich doch ein Nestbeschmutzer
[ Standard - Spruch: .... der überhaupt keine Ahnung hat...... ] dieses Machwerk, vor dem sich
ein Kritiker sogar 'in Ehrfurcht verneigt' und als 'Filmkunst pur' adelt, als reinen Schrott zu bezeichnen.
Denn das ist dieser 'Film' nun einmal.
Wer das anders sieht, hat zwar das Recht auf Meinungsfreiheit, muß sich aber die Frage gefallen lassen,
welche Stömung von Filmfreunden er denn hier vertritt.
Ist es wirklich soo toll, 90 Minuten lang einem unsichtbaren Menschen zu folgen, dem man eine Steadycam
um den Bauch gebunden hat und der nun im Dunklen und im Affentempo so schnell von unten nach oben,
von kreuz nach quer rennt, das man allenfalls 'Filmsalat' identifizieren kann?.
Wozu auch ? Ist ja ' FILMKUNST PUR' zum Geniessen, da muß man schon mal in Kauf nehmen,
daß sich einem der Magen umdreht..
Dafür sind dann wenigstens die Dialoge vom Feinsten: Oh Gott, Gary, Gary, nein, Oh Gott, Oh Gott, nein,nein ....
oder in ähnlichen Variationen.
Dieser Film ist einfach nur zum Kot..en, im wahrsten Sinne des Wortes. Und weil es optisch ja so unglaublich
spektakulär ist, wirft man den Protagonisten einfach mal den Kopf der Freiheitsstatue vor die Füße
- im tiefen Dunkel versteht sich.
Die Kinogänger werden in Zukunft an der Kinokasse darüber entscheiden, ob Hollywood oder wer auch immer,
uns solche Machwerke gegen gutes Geld andrehen kann, oder die Studios durch Verweigerung dazu gezwungen werden,
wahre Filmkunstwerke zu produzieren, wie bespielsweise 'Gone Baby Gone', den ich mir einen Tag später
als 'Wiedergutmachung' gegönnt habe, nachdem sich mein Magen wieder erholt hatte...
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