Rezensionen & Testberichte von Jens-5502

Project Zero Playstation 2

Project Zero - Playstation 2

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4 / 5 Sterne   Ich hab vor Angst sogar gebrüllt ;-) (24.10.2010)

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Project Zero ist ein Horror-Adventure im Stil von Resident Evil oder Silent Hill. Selten habe ich ein Spiel gespielt, bei dem ich mich dermaßen erschrocken hab. Die Spannung lässt nicht einen Moment lang nach.

Zur Geschichte:
Miku ist ein japanisches Mädchen, das die besondere Gabe besitzt Übersinnliches zu sehen (was in der Familie liegt). Sie ist auf der Suche nach ihrem Bruder Mafuyu, der in einer verlassenen Villa verschwunden ist. Mafuyu suchte dort seinen alten Mentor, der als Autor mit seinem Team das Geheimnis des „verfluchten“ Hauses ergründen wollte.

Ihr startet anfangs mit Mafuyu in einem Prolog, was gleichzeitig als Tutorial dient. Wichtigstes spielerisches Element und zugleich die größte Innovation von Project Zero ist die Fotokamera, durch die man die Spielwelt aus der Ich-Perspektive sieht. Sie dient vor allem als Waffe gegen angreifende Geister. Die Häufigkeit dieser Kämpfe ist jedoch deutlich geringer als bei einem Ego-Shooter, was dem Spannungsbogen aber nicht abträglich ist. Die Kamera kann man verbessern und mit Zusatzfunktionen upgraden. Weiterhin findet man neben Heiltränken und anderen Sachen auch unterschiedlich starke Filme für die Kamera. Die Story ist sehr vielschichtig, dafür gibt es Gott sein dank im Menü einen Stammbaum, der die wichtigsten Infos zusammengefasst darstellt, damit man die Übersicht nicht verliert.

Die Spielcharaktere sieht man aus vorher festgelegten Kameraperspektiven, die dank einer sehr hübschen 3-D-Engine dynamisch wechseln. Die Kamera wechselt selbstverständlich immer im letzten Moment, so dass man häufig Angst hat, einem Geist in die Arme zu laufen. Sie ist immer gut positioniert, was für Atmosphäre und Spannung sorgt. Aber die Grafik überzeugt nicht immer ganz. Einerseits ist sie super animiert, was man beim Streifen von Seilen im Haus oder von Schatten-Effekte im Garten erkennen kann. Andererseits hätte man sich bei den Figuren und den teilweise groben und unscharfen Texturen an Wänden und Gegenständen etwas mehr Mühe geben können. Durch den Sucher der Kamera wirkt alles etwas grobkörnig und farblos. Trotz der Kritik von anderen finde ich, dass dies eine gute Idee ist, da Miku immerhin eine besondere Kamera benutzt. Die schwarz/weiss gehaltenen Flashbacks haben ein ganz eigenes Flair und bereichern das Geschehen, sie erinnern manchmal an einen alten Film.
Der Sound ist erstklassig, immer wieder ertönende Geräusche lassen den Adrenalinspiegel aufs Neue an steigen. Man hört an- und abschwellende Klagelaute verlorener Seelen. Die Hintergrundmusik ist verdammt gut, denn sie ist sehr abwechslungsreich, passt immer wieder stimmungstechnisch zum jeweiligen Ort.
Ein kleiner Tipp: wie bei vielen Horrorspielen wirkt das Spiel am besten wenn man es im Dunkeln spielt und den Sound aufdreht.
Die Vibration des Gamepads ist sehr gut gelungen, da sie den Herzschlag bei bestimmten Gruselszenen simuliert. Anfangs nervt, dass man – trotz guter Steuerung – Miku und besonders ihrem Bruder beim Laufen die Schuhe besohlen kann. Weiterhin öffnet sie die Türen sehr langsam. Beides ist jedoch mit der Zeit nicht mehr nervend, sondern trägt sehr gut zur Angst-Stimmung bei.
Die Geister werden im Spielverlauf schneller, beweglicher und zäher und nutzen immer öfter auch die Fähigkeit durch Wände zu gehen oder an völlig anderen Stellen neu zu erscheinen.
Die Rätsel sind ganz nett gestaltet, aber keine große Herausforderung. Häufig muss man Türsiegel entfernen, indem man versteckte Geister finden muss. Dabei helfen einem Hinweise auf Fotos. Weiterhin gibt es an einigen Türen Siegel, die man in einer Art Tüftelspiel öffnen muss.

Fazit:
Project Zero ist ein Toptitel, der vor allem unglaublich spannend ist. Durch eine alte verlassene Villa schleichen kommt echt gut. Die Story ist, da sie sich im Spiel entwickelt und man das Geheimnis des Hauses Stück für Stück auf die Spur kommt, gut gelungen. Das Spiel ist für Horror-Fans zweifelsohne ein Pflichtkauf. Aber Vorsicht, Menschen mit Herzproblemen und schwachen Nerven sollten das Spiel meiden (nicht unbedingt ein Scherz).
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Silent Hill: Shattered Memories WII

Silent Hill: Shattered Memories - WII

Diese Rezension wurde noch nicht bewertet
4 / 5 Sterne   Endlich wieder ein echt gutes Silent Hill! (24.09.2010)

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Ich bin ein großer Fan von Silent Hill und habe bisher alle Teile gespielt und war etwas enttäuscht von der Abnahme der Qualität der Teile seit „The Room“. Jedoch schafft Shattered Memories neue Hoffnung. Silent Hill Shattered Memories ist ein Remake des ersten Teiles, aber außer Namen von Orten und Personen ist nichts gleich geblieben.

Man weiß nie genau was passieren wird und erfährt erst nach und nach alle Details. So wie man es von Silent Hill gewohnt ist. Während der eigentlichen Spielpassagen findet man sich immer wieder in der Ego-Perspektive bei einem Psychiater, dem man mehr oder minder von den Spielabschnitten erzählt. Das wohl interessanteste am Spiel ist, dass es sich verändert, je nachdem wie man sich bei dem Psychiater verhält. Nicht nur das, auch das Verhalten von einem selbst beim betrachten von Bilder, Kartons, Schilder, Plakate etc. verändert das Spiel. Je nachdem, wie man die psychologischen Tests absolviert oder sich im Spiel verhält, gibt Harry Mason unterschiedliche Kommentare ab und Dialoge wie Personen verändern sich.
Somit schafft es das Spiel einen selbst in die Geschichte einzubinden, da es versucht auf einen persönlich einzugehen. Die Story ist den Machern finde ich verdammt gut gelungen. Die bedrückende Stimmung kommt gut rüber.

Das Kampfsystem wurde völlig umgekrempelt, denn es ist quasi nicht vorhanden. Man kann nur vor Feinden wegrennen und sich verstecken. Dabei kann man bei der Verfolgung Schränke oder andere Gegenstände umwerfen, um den Monstern Hindernisse in den Weg zu legen. Heilen ist nicht vorgesehen. Lediglich Leuchtfackeln halten die Monster für eine Weile fern. Die KI ist gut gestaltet, denn die Monster sind schnell und wenn man sich zu lang in einem Versteck aufhält finden sie dich.
Leider hat das Ganze auch ein paar Macken hat. Das Abschütteln von Monstern, wenn sie einen Anfallen funktioniert nicht immer astrein, was aber auch wiederum zu mehr Spannung im Spiel führt. Aber auch das umwerfen von Möbelstücken ist nicht immer so einfach und ist meiner Meinung nach enttäuschend, weil die Idee gut ist. Weiterhin merkt man leichte Verzögerungen wenn Harry eine Tür aufreißt. Die Monster sind leider nicht sehr abwechslungsreich.

Ebenfalls neu sind einige Gimmicks, die besonders die Wii bieten kann. Die serientypische Taschenlampe wird via Pointerfunktion über den Bildschirm navigiert. Aber das eindeutig beste ist, dass die Wiimote selbst in ein Handy umfunktioniert wurde. Eine GPS-Karte, eine HandyCam mit der man Fotos machen kann, unter anderem um Geister sichtbar zu machen sowie SMS erhält man. Telefonate sind ebenfalls möglich, man hält sich die Fernbedienung ans Ohr um über den Lautsprecher in der Wiimote das Gespräch anzuhören. Hier hat man sich wirklich etwas ganz nettes einfallen lassen um die obligatorische Menüstrucktur zu entstauben. Auch ganz nett: Am Handy kann man auch ablesen wie viel Saft noch in der Wiimote steckt und wie der Empfang zur Sensorleiste ist.

Rätsel sind gut gestaltet, wenn auch etwas einfacher, als in den vorherigen Spielen. Jedoch bieten die häufigen Puzzles, die man mit der Bewegungssteuerung der Wiimote lösen muss, einiges an guter Unterhaltung. Nur manchmal ist die Steuerung etwas schwierig.
Ansonsten wird auch sehr viel bei der Grafik und dem Sound richtig gemacht. Grafisch ist das Spiel für Wii-Verhältnisse eine Meisterleistung. Die Effekte sind hervorragend. Die Framerate bleibt stabil in Anbetracht der Tatsache dass das Spiel eine relativ offene Welt ohne Ladezeiten hat.

Fazit:
Das Spiel ist trotz relativ kurzer Spieldauer sehr gut. Die vielen kleinen Details sind liebevoll kreiert worden (man muss nur genau hinsehen) und können zu wahrer Begeisterung bei einem führen. Jedoch mit kritischer Betrachtung der Fehler muss man einen Abzug in der B-Note geben (deswegen nur 4 Sterne). Die Vorwarnung der Messung des psychologischen Profils ist etwas zu weit gegriffen, da es dann doch nicht so differenziert ist, was man jedoch erst beim mehrfachen durchspielen merkt. Trotzdem sollte es einen nicht abhalten das Spiel mal gespielt zu haben. Fans empfehle ich das Spiel unbedingt zu kaufen, alle anderen sollten es sich auf jeden Fall mal ansehen (nicht nur Genre-Liebhaber).
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