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„leider nur Standard“ (12.04.2011)
Eines vorneweg: es handelt sich hier um meine Meinung über das Spiel Killzone 3. Es ist keinesfalls schlecht, muss sich aber sehr wohl dem Vergleich mit seinem eigenen Vorgänger und aktuell am Markt befindlichen Konkurenzprodukten stellen.
Gameplay
Teil 3 beginnt direkt (nach einem Tutorial) an der Stelle, an dem Teil 2 geendet hat. Es geht auch gleich richtig zur Sache und schon zu beginn ist der höhere Schwierigkeitsgrad (spielte auf Soldat) festzustellen. Dieser ist schön knackig, birgt jedoch auch einige Frustmomente, da das Spiel einem manchmal ein rasches Vorgehen aufzwingt und die Gegner die Spielfigur Sev selbst hinter Deckungen treffen können. Man hetzt seine Figur also in aktueller CoD-Manier durch die sehr linearen Level und besetzt auch mal einen Panzer, Walker oder Raumgleiter, die jedoch meist von der KI gelenkt werden. Da man nur selten alleine unterwegs ist rennt man irgendwelchen Soldaten oder Ricoh hinterher, die leider all zu oft nach vorne stürmen und dann gerettet werden müssen. Hierbei ist jedoch keine Eile geboten, da diese irgendwann selber wieder heilen - wie auch immer. Insgesamt fühlt sich das Waffenhandling jederzeit im Spiel gut an und die Waffen haben ihre Vor- und Nachteile. Nur die Bogenkanone ist deutlich zu stark, zudem ist es nicht möglich das Energiegewehr der Gegner zu verwenden - ich habe es zumindest nicht gefunden. Schaltet auf jeden Fall den Controller auf Alternativ, was in Teil 2 nämlich noch arg "seltsam" belegt war ist hier im normalen Layout immer noch so. Es gibt auch einen Koop-Mopdus der Kampagne, der jedoch nur lokal im Splitscreen zu spielen ist. Das macht mehr spaß, allerdings nicht ganz logisch, da man dann zu dritt durch das Spiel rennt, anstatt das die KI-Figur durch den Mitspieler ersetzt wird.
Grafik
Die Grafik ist sehr gut, wenn man einmal von der ersten Tutorial-Mission absieht. Glas splittert, Dinge werden vom Tisch gefegt, Dreckfontainen spritzen. Auch der Rauch sieht sehr gut aus. Leider ist die Grafik wie im Vorgänger meiste Grau/Braun gehalten, nur selten gibt es mal einen farbigen Level, bei dem Wasser plätschert, Blumen spriesen oder Schnee zu sehen ist. Insgesamt passt dieser düstere Stil natürlich zu KZ, jedoch wurde mehr Abwechslung in grafischer Hinsicht versprochen aber nicht konsequent umgesetzt.
Ton
Der Ton kommt gut über die Anlage, es ist auch klar zu erkennen aus welcher Richtung. Nur die Stimmen sind ab und an zu leise abgemischt; obwohl die Spielfigur ein Headset im Ohr hat hört man die Befehle im Gefecht sehr leise. Ich habe es an zwei unterschiedlichen Soiundanlagen gehört, es liegt also nicht an meiner.
Story
Ist eigentlich nicht vorhanden, anders als im zweiten Teil ist hier eher die Flucht vom Planeten das Thema. Mal schreit A B an und umgekehrt aber am Ende sind sie natürlich alle Freunde. Die Spielfiguren werden wieder nicht näher beleuchtet, wie z.B. in Gears Of War 2. Es kommen auch neue dazu aber außer deren Namen erfährt man hierzu auch nichts. Es gibt nun zwei Bösewichte, die sich streiten, dies wirkt aber gerade gegen Ende arg aufgesetzt.
Pro
+ gute Grafik und Effekte
+ gute Bedienung im Layout-Modus Alternativ
+ packend, nahezu ohne Atempause
+ Koop-Modus im Splitscreen möglich
Contra
- viel zu kurz - 4:53 Std. habe ich auf Stufe Soldat benötigt
- sehr linear
- stellenweise zu schwer, während es an anderen Stellen zu leicht ist
- Story 08/15
- abwechslungsarm
- Multiplayer ist nett aber keine besonderen Modi
- teilweise nerviger KI-Begleiter, der immer nur vorrennt.
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