Rezensionen & Testberichte von Gamer0123

Resident Evil 5 Uncut Xbox 360

Resident Evil 5 Uncut - Xbox 360

6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
2 / 5 Sterne   Nicht einmal mehr Schein als Sein! (18.05.2009)
Dieses Spiel ist im direkten Vergleich - und Spieler des 4 Teiles kommen unbewusst gar nicht umhin, einen Vergleich anzustellen - zum Vorgänger eine glatte Enttäuschung; stammt dieser Teil eben nicht aus der Feder der genialen Vorgängerlegende.
Ich beschränke mich auf wenige Punkte, könnte jedoch Romane über die Mankos dieses Blendwerks verfassen:
-die Steuerung ist nicht einmal suboptimal, sie ist schlichtweg lahmarschig und nicht mehr zeitgemäß (DEAD SPACE zeigt wie es geht); dieses wirkte im vierten Teil noch spannungsfördernd, da die Gegner langsamer waren - im fünften Teil flüchtet man um schießen zu können, und flüchtet wieder, etc. (naja so wird auch die Spielzeit verlängert, aber ideotisch)
- immernoch nicht kann während des Laufens geschossen werden
-die vielseits hochgelobte Partnerin (Zeitschriften sprachen von genial,ein Begriff der in diesem Zusammenhang unendlich ungenial ist, weil die Partnerin weder klug noch mit besonderer Schöpferkraft - die eigentliche Bedeutung des Wortes eben - ausgestattet ist) hatte an meiner Seite wohl sämtliche IQ-Punkte im ersten Level verschossen; oftmals versperrte Sie während des gesamten Spielverlaufs meine Sicht, warf niemals bis zum Ende eine einzige Handgranate, war unnötig sprühfreudig, etc.,etc.
-ein Haufen unkreativer Endgegner, die noch um ein vielfaches dümmer sind als die eigene Spielpartnerin - man denke nur an das Wasserungeheuer des 4ten Teils...schwärm...und hier schaut man sich kurz die Umgebung an und weiß eigentlich sofort die richtige Taktik, die lediglich durch die valiumartige Steuerung mühseliger zu einem Erfolg führt.
-die Story ist letzlich dünn, darüber können die toll inzenierten Zwischensequenzen nicht hinwegtäuschen
-mit Horror (die Urwurzel eines Resident Evils; man denke an die durch die Fennsterscheiben springenden Hunde,etc.) hat dieses plumpe Machwerk nichts mehr zu tun - nicht einmal habe ich mich gegruselt. Hier laufen pseudointelligente Menschenmassen auf Dich zu, vorher wild scheinbar klug gestikulierent, um letztlich, wenn sie Deinen Körper quasi bereits berühren, wie dämliche Sandsäcke neben Dir hin und her zu pendeln.
-die Grafik ist lediglich knapp besser als die GameCube-Version von Resi 4, das spricht entweder für Resi 4 oder gegen Resi 5 auf der 360 ! Und mit Grafik meine ich die vielen Einzelkomponenten (Licht-und Schattenspiele, Farbharmonien, Szenarienwechsel, Stimmung, etc.) in ihrem Zusammenspiel innerhalb eines Ganzen, kurz die transportierte Atmosphäre UND nicht die höhere Auflösung, etc.
- nicht ein einziger Soundtrack konnte mich irgendwie mitreißen, alles kann der Kategorie nett, nicht störend, aber wahrlich nicht der Athmosphäre wirklich förderlich zugesprochen werden
- das Spieldesign hängt zwanghaft an sich endlos ankettenden Streßmomenten fest, es gibt quasi keine echte Spannungskurve, sondern eine Streß-oder Spannungsgrade, die versucht sich künstlich selbst zu übertreffen. Wahre Spannung entsteht durch die Einbindung des Gegenpols, der Entspannung
- nicht ein echtes Rätsel ist mir in Erinnerung geblieben (aber wie auch, das hieße ja zur Ruhe oder seinem Geist zu finden). Im vierten Teil musste man wenigstens einmal Bilderteile zu einem Ganzen verschieben, etc.
- die Spiellänge (von Spielspaßlänge kann keine Rede sein und hätte ich mir das Spiel ausgeliehen, hätte ich es nach 2 Stunden in die Ecke gefeuert; aber da ich 65 Euro bezahlt habe, habe ich es mit einem ironischen Blick auf das Geschehen dann doch noch durchgepielt)ist deutlich kürzer als im längsten, dem 4ten Teil. Und ein Wiederspielwert existiert für mich nicht !

NUN bleibt letztlich eine Frage offen: Wäre ich auch so streng mit dem Spiel ins Gericht gezogen, wenn ich den vierten Teil nicht kennen würde?
Ich glaube nicht! Allerdings weiß ich mit 100% Sicherheit, dass ich dieses Spiel bestenfalls mit drei Sternen bewertet hätte, wenn ich den vierten (aber auch den ersten) Teil nicht kennen würde. Dieses Spiel entstammt einem anderen Entwicklerkopf, der meines Erachtens von der Psychologie eines Spannungsaufbaus so viel Ahnung hat wie ich von seiner Muttersprache. Ein Entwicklerkopf, der das beste aus Resident Evil 4 mit seinen Vorstellungen vom ständigen Überlebenskampf in einem Videospiel verbinden wollte, was allerdings floppen mußte, da ein halbes Resident Evil 4 sich nicht mit einem Dead Rising und anderen Titeln, an die der fünfte Teil DEUTLICHST erinnert SINNVOLL verbinden läßt.
Ein zukünftiges Resident Evil kommt mir nur noch ins Haus, wenn die einstige Entwicklerlegende (irgendein sympatischer Japaner, mir ist der Name entfallen)wieder Hand anlegt.
FÜR ALLE DIE SICH NEBEN FLIEßBANDAKTION AUCH TIEFE UND HORROR WÜNSCHEN:
FINGER WEG !!!!


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GTA 4 [Grand Theft Auto IV] - (UK UNCUT) Xbox 360

GTA 4 [Grand Theft Auto IV] - (UK UNCUT) - Xbox 360

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
4 / 5 Sterne   GTA=Große Technische Anpassung und/oder mehr? (01.08.2009)
Dieses Spiel erfüllt einige, bei weitem nicht alle Erwartungen, die die Lobeshymnen vor Veröffentlichung zu suggerieren schienen.
Ich würde den rechnerisch elften Teil der berühmten Serie mit 3,5 Sternen bewerten UND musste demnach aus mathematischer Aufrundungslogik die 4 Sterne vergeben, NICHT aus Überzeugung.
MIR WESENTLICHE PLUSPUNKTE:
- teilweise Wahlmöglichkeiten im Haupthandlungsstrang
- unglaublicher Gefühlsbonus an Echtheit, an Mitten im Geschehen sein, durch die Vielseitigkeit des Handyeinsatzes; nicht nur nebensächlicher Schnickschnack wie Klingelton, Klingeltyp, etc. sind einstellbar, sondern es wird auch gebraucht, um beispielsweise während einer Mission einen Anruf an eine Person zu richten, um diese ans Fenster zu locken
- die grafische Weitsicht auf der X-BOX 360 ist sehr gut, von einigen Pop Ups einmal abgesehen
- die grafische Vielseitigkeit ist herausragend, z.B.treibendes Kistenholz auf dem Wasser; selbiges gilt für die in den Himmel ragenden Bauten der Stadt (Erinnerungen an ein indiziertes Spiel eines ehemaligen "Rockstarers" werden wach)
- die Simulation einer Großstadt wie New York City ist letzlich hervorragend gelungen (am Times Square wandern Massen von schaulustigen Passanten, etc.)
- besonders zur Gesamtatmosphäre tragen die zynisch-humorigen Aussagen bei, die teilweise philosophische Tiefe erreichen
- die musikalische Untermalung ist an Masse (19 Radiostationen) atemberaubend
- die Sprachausgabe und das cholerische Temperament einzelner Gangsterstimmen ist atemberaubend, obschon ich mir langsam aber sicher eine deutsche Sprachausgabe wünsche
- die Waffen klingen fett, die Geräuschkulisse der meisten Fortbewegungsmittel kann überzeugen, obschon sich einige Motorräder wie altersschwache Mofas anhören

MIR WESENTLICHE NEGATIVPUNKTE:
- die Steuerung stellt für mich nach wie vor einen der größten Schwachpunkte dar; bei gefühlten 30 Km/h schlägt das Heck mancher Vehikel dermaßen aus, dass ich schnell die Freude am Weiterfahren verliere; hingegen ich mich an die Trägheit der Steuerung zu Fuß nach einigen Stunden gewöhnt hatte und es als Reaktionszeit auf bestimmte Aktionen angesehen und als natürlich empfunden habe
- die Handgranatenwürfe waren für mich nicht immer nachvollziehbar
- nerviges Einsteigen in Taxen,; mit der Y-Taste besetzt Nico gewaltsam ein Auto, mit langgedrückter Y-Taste steigt er hinten als Beifahrer ein; ABER selbst wenn Nico bereits an der Hintertür die Beifahreraktion vollführt, läuft er manchmal wie von Geisterhand nach vorne. Dieses kann zwar durch ein Gegenansteuern verhindert werden, ist allerdings ein zweites oder drittes Auto in der Nähe läuft er urplötzlich vom unmittelbar vor ihm befindlichen Zielauto weg
- überraschende Glanzlicher im Missionsdesign findet man im Vergleich zu meinem Lieblings-GTA,San Andreas (Verfolgung eines Zuges per Jetpack, Beendigung einer Wüstenmission mittels Fallschirmabsprunges von einem Berggipfel) selten
- zwischenzeitlich fühlte ich mich (nur den Hauptpfad folgend) doch sehr gelangweilt; wieder eine Einzelperson niederschießen oder ein Lagerhaus, ein Museum oder sonstiges schießwütig in Schutt und Asche zu legen; UND als später noch die Attentätermissionen (allesammt Schießanforderungen) dazukamen war beinahe das Maß voll
- die Mission der Tötung Dimitris ist eine Frechheit, Dimitri flüchtet mit dem Heli, Nico springt hinterher und hält sich fest, ehe er runtergetreten im Wasser landet (In IN-GAME-GRAFIK dargestellt).Ihr landet direkt vor einem Schnellboot, was Nico besetzt und prompt von einer Rakete, die Dimitri aus dem Heli abgefeuert hat, getroffen wird. Nun gut, nächstes Mal erst gucken, dann aufsteigen. Beim zweiten Missionsversuch gelingt die Verfolgung des Helis, während euer Freund die Verfolgung mit einem anderen Heli aufgenommen hat. Ihr werdet aufgefordert, zu ihm in den Heli zu kommen. Nach einer weiteren kurzen In-Game-Grafik ist Nico wieder gefragt und zieht sich durch schnelles drücken der A-Taste in den Heli. Nach kurzer Orientierungspause und der Ansage doch tiefer zu fliegen, ist Dimitri bereit verschwunden. Beim erneuten Versuch befindet sich mein Boot wieder unter dem Heli, die In-Game-Grafik erscheint und bumm (tot).Die Rakete Dimitris hat den Heli direkt getroffen, ohne das der Spieler irgendetwas machen kann. Beim nächsten Versuch geschieht dieses nicht und beide Helis stürzen auf Hapiness Island ab. Wie aus dem nichts tauchen Wachposten auf, die ich aus dem Weg räume, während Dimitri wieder verschwunden ist.Angefressen gelingt mir dann glücklicherweise beim nächsten Versuch die Tötung Dimitris, aber von Freude keine Spur
- die Steuerung wirkt in manchen hektischen Momenten überladen
- das Missionsdesign ist für Spieler des Hauptstranges kein Quell an kreativer Offenbarung, wie obig beschrieben hängt dieses zu sehr am Thema abknallen und besetzen fest
- mir fehlt auch die Darstellung von Naturflächen, die wenigen Bäume der Innenstadt sehen aus wie unmotiviert ineinandergesteckte Pappfiguren
- die Stadt ist zwar größer als bei GTA I und II, aber deutlich kleiner als bei San Andreas

Schlussbilanz: Ich stehe hier vor einem ähnlichen Problem, welches mich auch bei Resident Evil 5 kitzelte. Der Vergleich zum oder zu den Vorgängern. Sicherlich hat GTA 4 den Schwerpunkt anders gelegt, nichtsdestotrotz kann es um einen direkten Vergleich (liegt eben in der menschlichen Natur) nicht umhin. Da mich die riesige Spielwiese eines San Andreas über Wochen ans Pad fesselte, bleibt GTA IV insgesamt, trotz vieler sinnvoller Verbesserungen (Grafik, Animation, Handyidee, auch teilweise in der fragwürdigen Steuerung, Masse an Musik, weniger die Klasse, aber das ist selbstverständlich auch Geschmackssache, etc.) doch relativ deutlich hinter meinem "BEST_GAME EVER-SAN ANDREAS", dem ich auch heute 96 von 100 % Spielspaß zusprechen würde, zurück.


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Heavy Rain Playstation 3

Heavy Rain - Playstation 3

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
5 / 5 Sterne   Talfahrt in menschliche Abgründe (01.03.2010)

Eines gleich vorweg:
Wer mit Fahrenheit - dem inoffiziellen Vorgänger - nichts anfangen konnte, kann diese Zeilen gleich überspringen. Wer Shenmue 1 oder 2 nicht sonderlich mochte, auch. Für Freunde von Fahrenheit ist dieser Titel, der den Vorgänger in vielen Punkten noch übertrifft, ein Pflichtkauf.
Ein rätselhafter Killer, der Origami-Killer, lehrt die Stadt das Fürchten. Die Polizei tappt im Dunkel. Es fehlen konkrete Hinweise und wieder ist ein weiteres Opfer verschwunden. Spannungsgeladen, nervenzerfetzend und zeitgetrieben begeben sich vier Personen, die zueinander in keinem Verhältnis stehen, auf die Suche nach dem Opfer. Hierbei werden sie mit ihren eigenen inneren konkurrierenden psychischen Instanzen konfrontiert durch die Frage: Wieviel würden sie geben, um jemanden, den sie lieben, zu retten?
Sie spielen alle vier Hauptrollen in diesem Psychothriller, der so viele verschiedene Facetten in sich trägt und einen Gefühlsbogen spannt, der seines gleichen sucht. Anleihen zu beispielsweise Schweigen der Lämmer, CSI, Sieben und natürlich Saw sind unverkennbar. Und wie bereits 2005 bei Fahrenheit die Konfrontation mit den psychischen Instanzen des abwägenden Ich`s (Persönlichkeit), Über-Ich (Gewissen) und dem Es (Summe aller Triebe) und dessen verzweifelter Kampf im Zuge der Angstbewältigung im Vordergrund stehen, durchleben alle vier Personen ihren individuellen Psychotrip. Auch bei Heavy Rain wird die einzigartige Atmosphäre durch meisterhafte, filmreife Kamerawinkel und Parallelbilder in Szene gesetzt. Allerdings fehlen jetzt eine Lebensenergieanzeige. Entweder wird diese direkt an der Person durch Mimik und Gestik ablesbar oder der Bildschirmrand verfärbt sich rot, wenn man beispielsweise durch einen scherbengepflasterten Schacht kriecht.

Pluspunkte:

- 10-15 Stunden Psycho-Horror-Thriller-Krimi vom Feinsten für das erste Durchspielen
- höchster Wiederspielwert
- toller Spannungsaufbau, es beginnt idyllisch und durch alltägliche fürsorgliche Aufgaben wird eine enge Bindung zu den Personen aufgebaut (mit den Kindern spielen, Einkauftüten tragen, etc.)
- Aktion-Reaktions-Prinzip: laut Entwickler hat jede Aktion (auch die nicht ausgeführte)seine unmittelbaren Konsequenzen
- die Entscheidungen beeinlussen die Entwicklung des Ausganges - in welchem Maß, kann ich erst nach dem zweiten durchspielen genau sagen, aber genau das erhöht den Wiederspielwert enorm, da man wissen will, was wäre passiert, wenn ich diese Person gerettet hätte oder jener anders begegnet wäre
- insgesammt ist die Grafik sehr gut gelungen. Optische Highlights wie ein Friedhof, ein Einkaufsladen und eine mystisch eingerichtete Wohnung laden zum Staunen ein, hingegen vielerorts die Texturen mehr Abwechslung vertragen hätten können...aber beispielsweise sieht ein Polizeirevier halt steril aus
- die Gesichtstexturen sind sehr glaubhaft und meist wirkt die Ausstrahlung der Personen den Umständen entsprechend gelungen (nachdenkliche Stirnfalten, zornige Lippen, gutmütige, treue, traurige Augen in fein modellierten Gesichtern)
- völlig unverkrampft gehen die französischen Entwickler mit Themen wie beispielsweise Erotik (gerade in Videospielen immer noch ein Dorn im Auge der Gesetzeshüter), Tod, Depressionen und Zwangsneurosen um
- diesbezüglich trägt die meist sehr gut gelungene Sprachausgabe der vielen Personen im Zuge der oscarreifen Inzenierung sehr bei
- die musikalische Untermalung ist situativ sehr gelungen (ruhige, melancholische Klaviermusik unterstreicht Frustmomente ebenso wie aufpeitschende Orchester-Schnellrythmen in Stresssituationen)
- die Steuerung ist (um es postiv zu formulieren) äußerst mutig und wiederum auch situativ gelungen, denn anstrendende Handlungen sind tatsächlich mit anstrengender Fingerakrobatik (z.T. 3-4 Tasten auf einmal gedrückt halten) verbunden...ein im Arm eingeschlafenes Baby bleibt auch nur schlafend, wenn ihr es ganz behutsam mit dem Stick in den Kinderwagen legt, ansonsten wacht es wieder auf, schreit und ihr müsst die Prozedur des Wiegens wiederholen, ehe ihr erneut versucht, es ganz sachte einzubetten
- in diesem Spiel stehen eindeutig unverzerrte und ungeschönte Alltäglichkeiten im Vordergrund, die einzelnd gesehen zwar langweilig wirken, aber in der Summe der Glaubwürdigkeit des Gesamtwerks einen unblaublichen Gefühlsbonus ausstrahlen...kein scheinheiliges, gelecktes amerikanisches Hochglanzkino, stattdessen eine bedrückte, melancholische, schizophrene, aber meist WAHRE, ECHTE und glaubhafte Gefühlswelt, die die vielen Seelenkerne der Protagonisten unvergleichbar in Szene setzt
- geschickte und kluge Verquickung der Storyelemente der vier Einzelschicksaale
- Steuerung ist ausgereifter als bei Fahrenheit, bleibt für mich allerdings der größte Schwachpunkt des Spiels
- die sonst übliche Spielelogik wird ausgehebelt: Ist eine Person tot, so ist sie es und ihr könnt nicht noch einmal mit ihr am letzten Speicherpunkt beginnen, was wie obig beschrieben den Wiederspielwert enorm steigert
- Zusatzinhalte, welche die Vorgeschichte der Figuren beleuchten, soll es geben
- glaubwürdige Wendungen und ein überraschendes Ende
- Regen nicht nur gelungenes Stilmittel

Minuspunkte:

- ja die Steurung: Ihr steuert die Figur nicht direkt über den Analogstick, stattdessen schaut ihr in eine Richtung und drückt dann die Schultertaste, damit die Figur geht oder situativ auch in diese Richtung läuft..wäre alles nicht schlimm, aber manchmal ist die Steuerung so zickig, dass eure Figur aufgrund der Architektur des Raumes und der Kameraeinstellung nicht mal in die blickende Richtung läuft und stattdessen, da ihr intuitiv mit dem Analogstick gegenansteuert wie ein Besoffener hin und her pendelt...und da mir das selbt nach einmaligen Durchspielen also ca 12 Stunden Spielzeit selten, aber immer noch passiert, kann ich diese Steuerung nicht gut heißen
- zuzüglich ist manchmal nicht klar, wenn ein Bildwechsel erfolgt ist, ob ihr nun die eingeschlagene Richtung beibehalten oder die entgegengesetzte ansteuern sollt (gerade der Schacht war sehr nervig, da ihr da z.T.drei Richtungen habt und euch fragt, welcher Richtung hat sich die Figur jetzt eigentlich zubewegt..da hilft die Logik ein Streichholz anzuzünden, um den Windstoß (Ausgang) auszumachen nicht wirklich weiter, da ich Windwechsel erlebte, die scheinbar einer höheren Logik bedürfen oder durch den Bildschirmwechsel für Verwirrung sorgten
- zu viele Quick-Time-Drück-Sequenzen; und noch schlimmer: teilweise ewig lang, um wirklich eine Erfolgstrophäe freizuspielen
- warum kann man nicht shenmue-like wenigstens die Kampfszenen direkter Steuern ?
- warum sind die auf einer Kreisbahn laufenden auswählbaren Antworten erstens so klein und zweiten teilweise im Hintergrund verschwindend? Das wird desshalb zum Problem, da ihr nur eine bestimmte Antwortzeit habt; ansonsten entscheidet die Figur bzw.das Programm
- teilweise Logikfehler: ein hinkender Schwerverletzter entkommt niemals einem rennenden Cop, nur weil dieser durch einige Passanten blockiert wird. Ebenso entkommt ein angeschlagender Schwerverletzter einer Horde von Polizisten nicht, nur weil er sich von einem Haus rückwärtig fallend hinabstürzt, um nach diesem Sturz danach voller Tatendrang einen Taxifahrer aus dem Taxi zu werfen und zu flieben...im zweiten Falle sind möglicherweise die Wege der Todesangst und des Selbsterhaltungstriebes unergründbar
- ich persönlich hätte mit bestimmten Personen lieber länger gespielt, ehe der Figurenwechsel den Handlungswechsel einleitet...die Stimme des FBI-Profilers gefällt mir bis jetzt nicht (das gleicht auch nicht die genial in Szene gesetzte Technikausrüstung aus), so das ich lieber länger mit der Fotografin oder dem freundlichen Detektiv gespielt hätte
- manche klanglichen Emotionen wie z.B.weinen oder das aggressive Temperament des FBI-Profilers wirken äußerst gekünzelt
- der sogenannte "Uncanny Valley"-Effekt lässt manche Gesichter z.T. steril und leblos wirken, teilweise blicken die Augen durch einen durch
- für Hardcore-Zocker ist das Spiel definitiv zu einfach

Schlussbilanz:
Aufgrund der Steuerung hätte ich dem Spiel normalerweise 4 Sterne ausgesprochen. Rein logisch betrachtet ist mein Urteil (5 Sterne) ebenso wenig normal wie das Spiel selbt. Warum ich dem Spiel trotzdem uneingeschränkt in seiner Gesamtheit 5 Sterne ausspreche, bleibt für mich selbst ein ähnliches Rätsel wie die Analyse darüber, womit die Macher es geschafft haben, ein derartig tiefgreifendes, athmosphäres und einzigartiges Kunstwerk zu erschaffen. Vermutlich in einer beinahe perfekten Verquickung von Logik und Trieb, von Gewissen und Logik, von Gewissen und Reibung am Aggressionstrieb - genährt durch tiefe Frustration, die in keinem Spiel bisher besser dargestellt wurden. Aber nach wie vor seien alle gewarnt, die durch das Quick-Time-Gehämmere, was vielerorts schon eine Plage ist, genervt sind. Alle, die die Machart von Shenmue oder Fahrenheit zu schätzen wissen, erleben hier beste Unterhaltung - wer diese beiden Titel nicht kennt und offen für ein ganz neues Spielerlebnis ist, sollte auch unbedingt zugreifen.

Grafik: 8,4 von 10
Musik: 9,1 von 10
Spielspaß: 8,8 von 10
Einmaligkeitfaktor: 10 von 10
(für Fahrenheit und Shenmue nicht Kundige)
Wiederspielwert: 10 von 10

So, auf geht`s in die nächste Runde!

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Donkey Kong Country 2 - SNES Super Nintendo PAL Version Nintendo Super NES

Donkey Kong Country 2 - SNES Super Nintendo PAL Version - Nintendo Super NES

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
5 / 5 Sterne   ALT gewinnt im Dschungelcamp- und jung auch!!! (10.02.2009)
Damals revolutionär und heute noch ein wegweisendes Jump and Run-Vergnügen mit selten erlebten Knuddelfaktor, toller Grafik und stimmigen Musikstücken. Während viele Kultklassiker heute im Zuge der kostenträchtigen und grafisch beinahe fotorealistischen Powerdarstellungen von X-Box 360 und Playstation 3 viel an Charme verloren haben, bleibt dieses Spiel ähnlich wie der Vorgänger und der Nachfolger ein unverwüstlicher Charmegarant. Gameplay ist bei Leibe kein signifikanter Faktor für Spielspaß (wie einst angenommen), aber statistische Ausreißer wie dieser zeigen eindrucksvoll, dass so manches Gameplay und Kreativ-Organ, was in diesem Spiel taktvoll schlägt, alle Jahrzehnte und vielleicht sogar Jahunderte überlebt und immer wieder erneut begeistern und erfrischen wird.
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Resident Evil 4 GameCubecensored image
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Resident Evil 4 - GameCube

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
5 / 5 Sterne   Sternen-und Spielspaßhimmel auf Erden (28.05.2009)
Geht auf die Knie vor diesem Meisterwerk, vor dieser Ansammlung an kreativ-genialer Offenbarung. Dieses Spiel ist kein Spiel. Es ist Dynamit, vor und nach der Sprengung. Ich würde eine Leiter zum Himmel bauen und den nachtklaren Sternenhimmel ausschütteln, damit hier die Sterne ins Hitmeisterfenster purzeln, die diesem Geniestreich zur Ehre genügen. Ehe ich mich in einem Roman zu diesem "Bombastgame" verliere, hier kurz meine Analyse.

MIR POSITIVE PUNKTE:

- Sound: ein breites Spektrum menschlicher Gefühle erreichender toller Klangteppich, mit teilweise genial anmutenden Tonfolgen
- Grafik: Texturen gestochen scharf, Farbgestaltungungsharmonie bombastisch, Szenarienwechsel innerhalb Europas unvergleichbar, Vielfalt an grafischen Themen beispiellos...ich hatte beim Gamecube manchmal die Assoziation eines Zauberwürfels
- ein unfassbarer End- und Zwischengegner jagt den nächsten. Vom ersten anfänglich unter dem Boot schwimmenden Wasserungeheur (Was für ein Bild?)bis hin zu Chainsaw-Gänsehaut-Feeling pur ist ein weites Spektrum an Verschiedenheit (relativ anfänglich kommt selbst der befreite Hund zur Hilfe, eigentlich ein kleines Detail, in Verbindung mit dem Gesammten ein bombastisches Element)abgedeckt
- die anfänglich ungewohnt wirkende Kameraeinstellung entpuppt im Laufe des Spiels ihre wahre Tiefe und treibt die Dramatik ins Unermessliche
- keine "Bratzenzombies" mehr, sondern im einzelnen relativ, in der Masse klug vorgehende, abwechslungsreich gestaltete und wandelbare Menschen (Mini-, aber auch Endgegner)
- Spieldesign: Auf treibende Stressmomente folgen Ruhephasen, ehe sie wieder unverhofft den Puls hochpuschen. Kreative Entgegner und Zwischengegner, die sich in ihrer strategischen Besiegbarkeit deutlich voneinander unterscheiden, ohne jedoch unfair oder überaus schwierig zu sein - dieses Glanzspiel hat es nicht nötig, durch Unfairness künstlich in die Länge zu ziehen. Wozu auch, es ist das oder eines der längsten Resis (gefühlt für mich das längste und Stoppuhren sollen andere drücken), was dem Gamer jemals nähergebracht wurde; tolle Lorenfahrt mit unvergleichlicher Platzangstenge
- meist tolle Sprachausgabe (z.B.die Stimme des Waffenhändlers ist atemberaubend unheimlich, strahlt einen Grad zwischen Vertrauen erweckend und lieber doch auf Abstand gehen wollen aus)
- die wenigen echten Rätsel sind genau richtig platziert und auch nicht ohne ein Nachdenken lösbar (z.B.Bilderschieberätsel); sie verdichten die Atmosphäre sehr, und das Irrgartenrätsel (kein echtes Rätsel) wird zu einem Rätsel durch die tolle Platzierung der Hunde und die daraus schnell erfolgende Orientierungslosigkeit (Orientierungsrätsel, sofern man auf der Flucht ist)
- durch die Einbindung der Partnerin (hieß glaube ich Asley) und Ihrer Schutzbedürftigkeit werden Helferinstinkte wachgerufen, die die ohnehin packende Atmosphäre und Story weiterhin und anders antreiben
- Soundeffekte: die vielen Waffen klingen insgesamt fett, aber auch die Effekte zu den Vehikel klingen gut, achso ein Zusatz zur obig erwähnten Sprachausgabe: die Befehle der Kuttenträger mit ihren tiefen Stimmen sind klasse, obschon ich nicht verstehe, was sie sagen, erfühle ich die Bösartigkeit und Aggressivität mit der sie mich verbal bereits in Schrecken versetzen und mich zu einer Entscheidung (Angriff oder ersteinmal Flucht)zwingen
- auch das Quicktimegedrücke trägt sehr zur Spielspaßentwicklung bei und ist genau richtig dosiert und platziert
- die Lernkurve hätte besser kaum sein können
- höchster Wiederspielwert
- etc., etc.,etc..........................................

Mir negative Punkte:

- Asleys Stimme schmeichelt nicht ganz meinem Ohr
- unrealitische Tiefsprünge aus größeren Höhen
- Steuerung etwas lahmarschig, umständlicher, wenig intuitiver Waffenwechsel
- JEDER TRAUM ENDET EINMAL, MANCHMAL GELINGT ES, DIREKT IM ANSCHLUSS AN SELBIGEN ANZUKNÜPFEN; OFT LEIDER NICHT; und obschon dieses Spiel den höchsten Wiederspielwert hat, es treibt auf Dauer trotzdem die Gier nach Neuem in ähnlicher Form (oder in neuer Form, aber ähnlich genial)im Menschen an; und alle enttäuschten RE5-Kenner wissen wovon ich spreche!

FÜR MICH EINES DER BESTEN KUNST- UND SPANNUNGSWERKE (jetzt wo Videospiele endlich als Kunst anerkannt sind, erlaube ich mir die Bezeichnung)ÜBERHAUPT UND AUCH FÜR ALLE SPIELER ANDERER GENRES EIN EINDEUTIGER KAUFTIPP
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