1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich:
„Seifenoper der Superhelden“ (02.05.2010)
Story: Die Serie besteht aus mehreren Geschichten, die erst am Ende zusammenfinden. Die Helden begegnen sich zwar immer wieder unterwegs, doch trennen sie sich sogleich wieder um die gemeinsame Aufgabe getrennt an zu gehen oder erst irgendwas anderes zu erledigen, wie Kellnerin retten, Wahlkampanie fortführen, vorm gutem Ehemann wegrennen, zum Abschlussball gehen, Glückspiele spielen, die Gespräche mehrmals in anderer Reihenfolge mit gleichem Sinn zigfach wiederholen.
Die Hauptgeschichte, der rote Faden sozusagen ist:
Silar, ein Superheld, der die anderen Superhelden reparieren will (genetisch sind sie seiner Ansicht nach kaputt), ist der Grund, warum am Serienende (was wir bereits in der ersten folge sehen) möglicherweise New York von einer Atombombe zerstört wird. Doch es ist auch eine Verschwörung im Gange und die Cheerleaderin ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die Geschichte der Pilotfolge ist etwas anders, hier gibt es keinen Silar, sondern Terroristen wollen eine durch Superkräfte angereicherte Atombombe in New York explodieren lassen.
Die Nebengeschichten:
a) ein Professor (Mohinder Suresh) aus Indien, führt die Arbeit seines Vaters fort, welcher Superhelden identifziert und besucht. Er hat zweifel, ob er nicht besser zurück nach Indien gehen soll und die Arbeit seines "verrückten" Vaters links liegen lassen soll.
b) Eine Stripperin (Niki Sanders) flieht mit ihrem Sohn vor ihrem Mann, der Mafia und vor sich selbst. Sie hat meiner Meinung keine Superkräfte, aber ihre tote Schwester erscheint im Spiegel und kann ihren Körper übernehmen. Wenn dies passiert, wird aus der liebenden Mutter eine Schlampe, die auch mal gerne zuschlägt.
Nikis Ehemann hat angeblich Geld vom Mafiaboss gestohlen, bricht aus dem Gefängnis aus, er kann solide Masse durchdringen und will nun Micah seinen Sohn wieder haben. Niki sieht sich verfolgt, doch das Blatt wendet sich.
c) Eine Teenagerin/Cheerleaderin (Claire Bennet) ist unverwundbar, doch ihr Vater ist beim ultrageheimen Projekt, welches Superhelden für ihre dunklen Ziele benutzt. Dies weiss sie aber nicht, erzählt ihrer Familie auch nicht von ihren Kräften und durchlebt Teenieprobleme.
d) Der angehende Senator (Nathan Petrelli) kann fliegen, will aber, dass es niemand weiss, da er Angst hat nicht mehr gewählt zu werden. Ausserdem macht er krumme Geschäfte mit der Mafia, denselben die auch Niki verfolgen.
e) Der Bruder des Senators (Peter Petrelli) kann die Kräfte der anderen Superhelden imitieren und denkt er kann fliegen, bis er herausfindet, wie wissen wir nicht genau, er weiss es einfach plötzlich, dass er mehr als eine Kraft haben kann. Ausserdem muss er mit Hiro die Cheerleaderin retten und den Bombenanschlag aufhalten, Silar oder sich selber also.
f) Ein Streifenpolizist (Matt Parkman) kann Gedankenlesen und arbeitet nun fürs FBI, hat zudem Eheprobleme
g) Ein drogenabhäniger Maler (Isaac Mendez) malt Bilder von der schrecklichen Zukunft und ist eifersüchtig auf Peter, welcher nun mit seiner Freundin schläft.
h) 2 Japaner, nue einer davon hat (Hiro Nakamura) Superkräfte reisen in der Zeit und im Land umher, um die Cheerleadrin zu retten und das schrecklich Ende abzuwehren.
Die eigentliche Geschichte, hätte man auf 3 DVDs pressen können. Doch stattdessen labbern die Helden ununterbrochen und in den wenigsten Folgen passiert irgendetwas relevantes.
Extras: längere Version des Pilotfilms in englisch, deleted Scenes, Kommentare, Making ofs, Gedankenlesespiel, Trailer.
Bild/Ton: Das Bild ist recht gut, kommt jedoch über TV-Qualtiät nicht hinaus. Der Ton ist in deutsch und englisch DD 5.1. Selbst die deutsche Synchro ist recht gelungen. Untertitel, hier äusserst wichtig, denn wer nicht des japanischen mächtig ist, versteht nur die Hälfte des Films, da Hiro und sein Freund meist japanisch sprechen und die beiden sind nunmal die Hauptpersonen in der Serie.
Fazit: Mal abgesehen, dass man die Hälfte der 23 Folgen nicht hätte drehen müssen, da diese die Serie nur unnötig in die Länge ziehen, hat man eine mittelmäßige Geschichte vorliegen, die mehr auf Gefühl und Beziehungsprobleme im weiteren Sinn angelegt ist, als auf Superhelden und deren Aufgabe, nämlich die Welt vor Silar, der Verschwörung und der Bombe zu retten. Wäre Hiro, der Japaner nicht, hätte die ganze Serie sogar noch weniger als 3 Sterne verdient, denn nur er und sein Freund machen das Ganze erträglich und streckenweise auch unterhaltsam.
Zu erwähnen ist noch, dass der Pilotfilm und die 1. Folge, teilweise dieselbe Geschichte und dieselben Szenen enthalten. Die Terroristen aus dem Pilotfilm, welche die Bombe zünden sollten, wurden ersetzt durch Silar, dem Superbösewicht, welcher nun am Ende explodieren soll. Unverständlich ist auch, warum Peter und die Japaner nicht zusammenarbeiten, immerhin haben sie das gleiche Ziel. Ständig treffen sie zusammen, verabreden sich zum gemeinsamen Weiterziehen. Doch müssen dann erst noch andere unwichtigere Sachen erledigen, damit die Serie länger wird. x-mal zwischen drin, hätten sie die Gefahr, Silar bereits abwenden können, doch immer wieder machen sie was anders nur um am Ende gemeinsam zum Endkampf zu erscheinen, in dem auch nur einer von den vielen Superhelden dann kämpft. Die Nebenstories sind zwar alle recht unterhaltsam, als einzel Story gesehen, aber unwichtig für das Ganze. Ob es nun eine Verschwörung gibt, sie alle miteinander verwandt sind oder nicht, spielt keine Rolle, den die Helden wollen Silar besiegen und wenn der nicht explodiert, gibt es auch keine Verschwörung (ausser Wahlmanipulation). Die einzigen wirklich guten Folgen sind der Pilotfilm und die Episode, in der Hiro und sein Freund in die Zukunft reisen und erfahren, was mit ihnen und der Welt passiert, wenn die Bombe/Bösewicht explodiert.
Die Serie hatte gutes Potential, wenn man sich mehr auf dem roten Faden konzentriert hätte, als auf die Nebengeschichten.
Die DVDs an sich sind jedoch sehr gut gelungen, endlich ist man vom 1.1 und 1.2 abgekommen (zumindest hier) und hat das Ganze auf 7 DVDs in einem Digipack mit Schuber veröffentlicht. Auch die Menüs und Extras, sind gut gelungen, auch wenn die Making ofs eher Interviews sind. Verplüffend fand ich das Gedankenlesespiel, hier würde mich wirklich mal interessieren, wie das funktioniert, da die Antwort des Programms immer richtig lag.
War diese Rezension hilfreich?
|