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„Der König ist Tod...es lebe der König“ (14.08.2010)
Leicht hatte es Piranha Bytes nicht, schließlich gelang ihnen mit Gothic ein wahrer Überraschungserfolg, der sich in der Kategorie Rollenspiel zu einem der Besten Titel der letzten Jahre gemausert hat. Dann kam auch noch die Pleite des bisherigen Vertreibers, der Phenomedia AG, hinzu (jetzt JoWood). Doch trotzdem gelang dem Piranha Team wieder ein Fantastischer Titel, der in Punkto Atmosphäre und Story neue Masstäbe setzt. Dabei hat sich auf den ersten Blick garnicht so viel verändert.
Geschichtlich beginnt das Spiel exakt dort, wo der Vorgänger endete. Im letzten Teil musste unser Nameloser Held eine magische Barriere sprengen. Diese Barriere umschloss eine Gefangenenkolonie, das Minental. Dort lagen die Erzminen von Kohornis, die sehr wichtig für den König waren, denn der andauernde Krieg mit den Orks, vorderte immer wieder neue Waffen. Die Barriere sollte die Flucht der zur Minenarbeit Verurteilten verhindern. Doch es ging etwas schief, und so geschah es, das die Magier selbst, die erschaffer der Barriere, von ihr eingeschlossen wurden, als sie sich plötzlich unerwartet ausdehnte. Die Barriere liess einen zwar hinein, aber nie wieder hinaus. Diese Situation erkannten die Sträflinge schnell und schlugen alle Wachen, überrascht von dem Ereigniss, nieder und rissen die Macht über die Minen an sich. Von nun an musste der König mit den Gefangenen Handeln, die für das Erz Lebensmittel und andere Bedarfsgüter forderten.
Doch in Gothic 1 gelang es dem Spieler diese Barriere ein für alle mal zu sprengen. Doch im letzten Endkampf wurde er verschüttet, und befand sich über 3 Wochen in dieser auswegslosen Situation, bis es Xardas, einem ins Exil gegangenen Feuermagier, gelang, unseren Helden zu befreien. Jedoch ist er durch die lagen Zeit in den Trümmern geschwächt und muss seine Fähigkeiten neu erlernen. Es gibt zudem neue Probleme. Eine Armee des Bösen, die vom Endgegner des letzten Spiels gerufen wurden, hat sich formiert und bedroht die ganze Gegend. Bauern lehnen sich gegen den König auf, und führen mit angeheurten Söldnern gegen die Paladine der Stadt Krieg. Auch der Orkkrieg dauert an. In dieser Welt findet sich der Spieler wieder. Seine Mission ? Die Armee des Bösen aufhalten, was natürlich nicht ganz einfach ist.
Spielprinzip
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Wie im ersten Teil (und wie bei Rollenspiele so üblich) geht es primär darum durch sog. Quests (kleine Aufgaben) die man von NPCs erhält Erfahrungspunkte zu sammeln. Erfahrung bekommt man auch durch das töten diverser Monster die man im Spiel zahlreich findet. Hauptsächlich natürlich auf den Wegen zwischen den Städten, denn abseits der Wege kann es schonmal sehr gefährlich werden. Hat man genug, steigt man um ein Level auf. Das wiederum bringt einem 10 Lernpunkte die auf verscheidene Werte und Fähigkeiten verteilt werden können. So entwickelt sich der Charakter weiter und lernt besseren Umgang mit Waffen, lernte Schlösser knacken, Schmieden oder wird einfach nur Stärker oder Geschickter. Außerdem genießt der Spieler eine absolute Handlungsfreiheit. So gilt es z.B. bei einem Quest, 100 Goldstücke zu beschaffen, die die Gattin des Tischlers einem der Händler schuldet. Man kann die 100 Goldstücke natürlich gewaltsam eintreiben, aber auch durch Geschicktes Reden (Wie so oft bei Gothic) ganz ohne Gewalt bekommen.
Grafik und Hardwareanforderungen
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Grafisch hat das Spiel trotz der unglaublich großen Welt viel zu bieten. Bei der Engine handelt es sich im wesentlichen um die gleich wie die des ersten Teils, jedoch wurde sie weiter verbessert, sowie die Texturauflösung merklich erhöht. Leider stellt dies hohe Anforderungen an die Hardware. Ein P III 733 mit 256 MB Ram mit geForce II MX ist die absolute untergrenze. Wichtig ist dabei vor allem der Arbeitsspeicher und die Prozessorleistung.
Steuerung
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Durchweg solide. Wer möchte kann die gleiche Steuerung wie in Gothic 1 übernehmen, oder sie frei konfigurieren. Ebenfalls ist die Maus jetzt voll nutzbar. Während es im ersten Teil lediglich möglich war die Maus zum umsehen zu verwenden, kann man das ganze Spiel nun praktisch mit ihr Steuern. Auch wenn ich ja die Tastatursteuerung bevorzuge
Atmosphäre, Sound und Musik
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Einer der Hauptgründe für den großen Erfolg der Gothicspiele ist Zweifelsohne die fantastische Amtosphäre. Dank der urigen Musik, und der sehr schönen Soundkulisse, vergisst man schonmal die ganze Welt um sich herum, und taucht förmlich ins Spiel ein. Alle NPCS (NichtSpielerCharaktere) haben einen eigenen Tagesplan, gehen zur Arbeit, sind verärgert wenn man sie bestielt und reden mit einem. In den Städten klopfen die Schmiede auf ihren Schwerten herum, die Tischler sägen und Hämmern und Händler bieten auf den Märkten ihre Waren an. Das Spiel ist in 6 Kapitel unterteilt, und in jedem verändert sich einiges. Charaktere berichten über neue Ereignisse oder haben zahlreiche kleine Quests. Zudem ist dem Spieler zu jeder Zeit eine völlige Handlungsfreiheit gegeben.
Fazit: Der König ist Tod, es lebe der König. Gothic wird von seiner Spitzenposition gekickt...von Gothic II. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Das Spiel ist in keinster Weise Linear und es gibt bestimmt 100te von Möglichkeiten das Spiel komplett durchzuspielen. Nicht zuletzt da man sich für einer der drei Parteien die es in Kohornis gibt entscheiden muss: Paladine (Stadwache), Söldner (Armee der Aufständischen Bauern) oder man tritt dem Kloster als Magier bei. Jeder dieser 3 Arten hat ihr eigenen Reize und so lohnt es sich wirklich das Spiel 2 oder 3 mal durchzuspielen. Schließlich erwartet einem am Ende ein Furioses Finale... und ein dritter Teil.
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