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„Resident Evil 5 Action pur statt schauriges Gruseln “ (05.01.2010)
Ich versuch mal alles zusammen zu fassen, natürlich bei Resident Evil Fan's kam das Spiel nicht so besonders gut, das kann man lesen auch aus andere Rezensionen, ich bin eigentlich als Residen Evil Fan sehr zufrieden. Man sollte nur akzeptieren dass das Spiel im vergleich mit vorgänger sich geändert hat.
Resident Evil 5 könnte die Freunde des klassischen Survival Horror- Genres verschrecken - doch das Ergebnis der neuen Richtung ist kein schlechtes Spiel, im Gegenteil. Das Spiel sorgt mit seiner ultimativen Hetzjagd der Gegner eher auf Action statt dem Grusel der vergangenen Tage.
Die offensichtlichste Erneuerung in Resident Evil 5 ist das kooperative Gameplay. Das gesamte Spiel über seid ihr als Chris im Team mit Sheva unterwegs und das wahlweise im Splitscreen-Modus, über eine LAN-Verbindung oder online. Euer Mitspieler übernimmt dann die Kontrolle über Sheva. Am meisten Spaß macht Resident Evil 5 natürlich im kooperativen Modus mit einem Freund, doch auch im Singleplayer-Modus, wenn kein Freund zur Stelle ist oder ihr nicht online könnt, ändert sich die Spielmechanik nicht. Der Computer kümmert sich dann um die Steuerung von Sheva, was auch sehr gut klappt.
Die kooperative Spielmechanik von Resident Evil 5 macht aus der bekannten Horror-Serie nämlich ein völlig neues Spiel. Das ist auf der einen Seite sehr gut, denn zusammen mit einem Freund in den Kampf zu ziehen macht gehörig Laune, auf der anderen Seite hat man zu zweit logischerweise nicht mehr soviel Angst wie alleine. Schockmomente wie in den Vorgängern muss man hier mit der Lupe suchen. Wer erinnert sich zum Beispiel nicht an die Hunde, die im ersten Resident Evil-Teil durch die Fenster sprangen? Derartige Szenen gibt es bei Resident Evil 5 kaum, auch bewegt man sich nun meist durch helle Abschnitte und nur noch selten durch dunkle Passagen.
Was in Resident Evil 5 die Angst verbreitet, ist der permanente Druck, unter dem der Spieler steht. Man muss mit seinem Inventar haushalten, zusätzlich sitzt einem die ständige Munitionsknappheit im Nacken und unter Umständen muss man auch noch auf Sheva achten. Nur selten kann man mal durchatmen, selbst während der fast 50 Zwischensequenzen im Spiel, die im Hollywood-Stil präsentiert werden, kommt man nicht zur Ruhe, denn auch hier erscheinen immer wieder Quicktime-Events, die eine schnelle Reaktion abverlangen.Für kurze spielerische Abwechslung sorgen dann zum Beispiel Verfolgungssequenzen, bei denen ihr etwa hinten in einem Jeep am Maschinengewehr platznehmt und von Gegnern auf Motorrädern verfolgt werdet, was zu einem waschechten Rail-Shooter mutiert. Besonders genial sind die in jedem Kapitel vorhandenen Bossfights, in denen ihr euch den richtig fiesen Gegnern stellt, die meist auch noch sehr viel größer als ihr sind. Um diese Gegner zu besiegen, bedarf es immer einer gesonderten Strategie, da alle einen Schwachpunkt besitzen, der in der Regel durch die einführende Videosequenz angedeutet wird. Resident Evil 5 spielt sich durchgehend auf enorm hohem Niveau, ist aber leider schon nach etwa 10 Stunden beendet. Aber keine Sorge: Zum erneuten Spielen lädt nicht nur der kooperative Onlinemodus, sondern auch der Mercenaries-Modus, neue Kostüme, Waffen Trophäen oder Erfolge und so weiter.
Was die Optik angeht das ist klasse 5 Sterne bestimmt.
Resident Evil 5 sieht einfach phänomenal aus, die enorm detailverliebten Umgebungen mit den prachtvollen Schauplätzen und Settings sind phantastisch und sogar teilweise zerstörbar.
Fazit:
Capcom hat aus Resident Evil 5 mit seiner kooperativen Spielmechanik eigentlich eine völlig neue Erfahrung gemacht. Als Survival-Horror im klassischen Sinn der Vorgänger kann man den fünften Teil sicherlich nicht mehr bezeichnen. Aus einem der Urväter des Survival-Horror-Genres wurde ein nahezu reinrassiges Action-Spiel, das mit massig Ballerei aufwartet. Dies wird einigen Fans wohl nicht so gefallen und was Resident Evil 5 bietet ist nicht das, was man als Fan von einem weiteren Teil der Serie zunächst erwartet. Stattdessen beschert uns Capcom einen herausragenden Action-Titel, der allerdings große Innovationen vermissen lässt.
Resident Evil 5 ist sicherlich noch gruselig, verbreitet Angst und die Atmosphäre ist nach wie vor sehr dicht und spannend, aber auf eine völlig andere Weise als man es von früheren Serienteilen kennt. Capcom spinnt die Story geschickt weiter, bekannte Gesichter treten wieder auf und ungeklärte Fragen werden beantwortet, trotzdem können auch Neulinge leicht einsteigen. Die Entwickler konzentrierten sich weitgehend auf die Action und so gibt es im gesamten Spiel höchstens ein bis zwei Rätsel, wenn man diese überhaupt so nennen kann.
Der fünfte Resident Evil-Teil glänzt stattdessen mit grandios inszenierter Action, spannendem kooperativen Gameplay (online oder im Splitscreen an einer Konsole), beeindruckenden Schauplätzen, Zwischensequenzen in Hollywood-Qualität und einer phänomenalen visuellen Präsentation. Auch wenn Capcom mit seinem fünften Serienteil für Diskussionen bei den Fans sorgt, die Qualität des Spiels und Spielspaßes kann man nicht vergessen und sind durchgängig auf einem Top-Niveau. Ein Must-Have-Titel auf jeden fall.
Ich würde 4,5 Sterne geben.
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