Navigationsgeräte sollen eine sichere und komfortable Führung durch den Verkehr ermöglichen und das auch ohne, dass der Fahrer selbst ständig auf die Landkarte schauen muss. Die beliebtesten Modelle sind heute die mobilen Navigationsgeräte für PKW, da man sie in mehreren Fahrzeugtypen nutzen und überall hin mitnehmen kann. Diverse Zusatzfunktionen wie Fahrspurassistent, Stauumfahrung und Radarwarnung sind sinnvoll. Bevor man sich ein Navigationsgerät kauft, sollte man sich aber genau überlegen, welche Funktionen man selbst überhaupt benötigt. Welches Navigationsgerät passt zu Ihnen?| Einsatzzweck | Sinnvolle Funktionen | Das sollten Sie beim Kauf beachten | Vielfahrer/ Urlaubsreisender | - Tempo- und Blitzer- Warnung - TMC Stauumfahrung - Umfangreiches, vorinstalliertes Kartenmaterial für verschiedene Länder z.B. In ganz Europa - Zusätzliche Informationen über Urlaubsländer und Städte im Ausland | - Sind kostenlose Updates des Kartenmaterials möglich? - Ist genug Speicher für zusätzliches Kartenmaterial vorhanden? - Gibt es die Möglichkeit eine Speicherkarte zu verwenden? (ggf. Gleich dazu kaufen) - gut entspiegeltes Display | | Motorradfahrer | - Informationen über die Beschaffenheit der Straße - Sprachansage über ein Bluetooth-Headset
| - Ist das Navigationsgerät wasser- und stoßfest? Auf die IPX-DIN-Norm achten! - lässt es sich auch mit (Motorrad-)Handschuhen gut bedienen? | | Wanderer | - Standby- bzw. Stromsparmodus - vektorielle und topographische Karten - vorinstallierte Wanderrouten - Anzeige der Beschaffenheit der Wege und des Schwierigkeitsgrads der Route | - Wie lange hält die Batterie/der Akku? - ist das Gerät handlich und hat es eine Tragetasche z.B. für den Gürtel? - Lassen sich ausreichend Einzelrouten speichern? - Sind Karten und -updates kostenfrei? | | Radfahrer | - Informationen über Höhenmeter und die Beschaffenheit des Weges - Die Möglichkeit, mehrere Einzelrouten zu speichern - einfache Menüführung, die während der Fahrt gut zu bedienen ist | - Ist das Gerät wasserdicht und stoßfest? - Kann das Gerät sicher am Lenker befestigt werden? - Hält der Akku/die Batterie auch auf längeren Touren? - Ist das Modell während der Fahrt gut bedienbar? - Gut Entspiegeltes Display, welches auch im direkten Sonnenlicht gut lesbar ist (ausprobieren!) | | Fußgänger | - Tempo- und Blitzer- Warnung - Verkehrsinformationen z.B. zu Straßensperren und Baustellen - Genaue Anzeige von Fahrspuren und Kreuzungen | - Gibt es diverse Extrainformationen wie die Anzeige von Kinos, Schwimmbädern, Einkaufszentren? - Gibt es Zusatzfunktionen wie einen Parkplatz-Assistenten? |
| Navigationsgeräte für PKWZunächst sollte überlegt werden, ob das navigationsgerät hauptsächlich für die Stadtnavigation genutzt werden soll, oder ob man sich damit auch im Urlaub im Ausland zurechtfinden will. Viele Modelle bieten die Funktion, die Straßendarstellung möglichst real darzustellen, inklusive Straßenschilder und Spurmarkierungen. Die meisten Navigationsgeräte verfügen außerdem über einen Touchscreen, mit dem das Menü und die Zieleingabe gewählt werden können. Der Akku in den mobilen Navigationsgeräten für PKWs wird entweder über ein Netzteil geladen oder direkt im Fahrzeug über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt werden.
Für die automatische Stauumfahrung nutzen viele Navigationsgeräte den sogenannten Traffic Message Channel (TMC), der die aktuellsten Meldungen von Polizei, ADAC und Feuerwehr empfängt und anzeigt. Ein weiteres Extra ist die, besonders für Stadtfahrten interessante, Radar- und Tempowarnung. Die Zusatzfunktion, die vor Radarfallen warnt, muss oft kostenpflichtig nachgerüstet oder abonniert werden. Es sollte jedoch bedacht werden, dass diese Funktion in vielen EU-Ländern, wie auch in Deutschland nicht während des Fahrens genutzt werden darf. Die bloße Warnung vor einer Überschreitung des Tempolimits ist jedoch legal und in vielen Geräten bereits vorinstalliert.
Neben diversen Extras ist das wichtigste Entscheidungskriterium beim Kauf das Kartenmaterial. Es gibt Modelle, die nur Karten für ein einzelnes Land bieten oder aber Kartenmaterial für ganz (West-)Europa beinhalten. In der Regel lassen sich auch für andere Länder außerhalb der EU Länderkarten auf das Gerät laden, was oft mit einem kostenpflichtigen Update möglich ist. Navigationsgeräte für FahrradfahrerWenn man das Navigationssystem für Fahrradtouren nutzen möchte, braucht man idealerweise ein wetterfestes Gerät, welches sich zudem gut am Lenker befestigen lässt. Das Navigationsgerät sollte sehr robust sein und Stößen oder Stürzen standhalten können. Wichtig ist auch, dass es für Fahrten im Regen ausgelegt ist und daher ein wasserfestes Gehäuse hat. Die Wasserfestigkeit lässt sich anhand einer DIN Norm erkennen. Diese sollte für kürzere Fahrten im Regen mindestens IPX4 betragen. Dann ist das Navigationsgerät zumindest spritzwassergeschützt und hält leichten Regen aus. Die Software gibt oftneben der Strecke auch die Beschaffenheit des Bodens, sowie Höhenmeter an. Es gibt Modelle, die lediglich Wegpunkte anzeigen aber keine genaue Kartendarstellung bieten. Für welches Modell man sich entscheidet ist letztendlich Geschmackssache. Navigationsgeräte für MotorradfahrerDie schönsten Motorradstrecken und Aussichtspunkte liegen selten an Autobahnen. Häufig sind Landstraßen und unbekannte Gegenden das Ziel vieler Biker. Gerade hier ist jedoch eine ordentliche Navigation sinnvoll, um auch in abgelegenen Straßen sicher und ohne Umwege an sein Ziel zu kommen. Ganz entscheidend ist außerdem die Bedienerfreundlichkeit. Das Navi sollte auch mit dickeren Motorradhandschuhen zu bedienen sein. Manche Geräte verfügen daher über größere Buttons, die leicht zu drücken sind.
Eine sichere, stabile Befestigung ist unerlässlich. Eine verschraubbare Halterung mit Kugelgelenk bietet eine optimale Einstellmöglichkeit und ist zudem sehr robust. Für Motorradfahrer ist es selten möglich, länger auf das Display zu schauen. Daher empfiehlt es sich, ein Bluetooth-Headset zu verwenden, welches die Sprachansage weitergibt. Im Motorradhandel findet man dafür meist Zubehör, wie z.B. Helme, die auf Bluetooth-Headsets vorbereitet sind.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Wasserfestigkeit des Navigationsgerätes. Um sich beim Kauf zu orientieren, sollten Sie auf die IPX-DIN-Norm achten. Diese gibt den Grad der Wasserdichtigkeit an. Ein Navigationsgerät für Motoradfahrer mit der Norm IPX7 könnte sogar minutenlang unter Wasser getaucht werden, während ein Modell mit IPX4 nur spritzwasserfest ist. Eine Fahrt im Nieselregen ist mit IPX4 möglich, allerdings kann das Gerät bei einem stärkeren Schauer bereits Schaden nehmen. |