Eins schon mal vorweg:
Portishead muss man gehört haben! Und das nicht nur weil die Zeitschrift Rolling Stone die britischen
Portishead in der Liste der 500 besten Bands aller Zeiten führt.
Portishead sind einfach einzigartig und im auferlegten Genre des Trip-Hops fast allein herrschend. Denn als sich Geoff Barrow (Arrangements), Beth Gibbons (Gesang) und Adrian Utley (Gitarre und Moog-Synthesizer) im Jahre 1993 zusammenschlossen, war ihnen noch gar nicht bewusst, dass ihr unverwechselbarer Stil mit elektronischen Elementen und langsamen Hip Hop ähnlichen Rhythmen einmal Trip-Hop heissen sollte. Es war der typische Bristol-Sound, den Portishead erfunden haben. Bristol deshalb, weil Barrow und Co. in der Nähe der britischen Stadt beheimatet waren.
Ihr Debütalbum
Dummy erschien 1994 und schlug sofort ein wie eine Bombe. Sie erhielten sogar den "Mercury Music Prize" für das beste Album des Jahres und konnten sich auch mit den Singleauskopplungen "Sour Times" und "Glory Box" eines großen Erfolges erfreuen. "Glory Box" stieg sogar sofort auf Platz 13 der UK-Charts ein, noch bevor der Song jemals im Radio gespielt wurde. "Sour Times" schaffte es währenddessen bis nach Amerika und wurde beim Musiksender MTV rauf und runter gespielt.
Das zweite Album
Portishead konnte ähnliche Höhenflüge verzeichnen. Im Gegensatz zu Dummy, war dies eher düster und hatte sphärige Passagen. Nach dem Live-Album
Roseland NYC Live mussten sich die Fans erstmal über 10 Jahre gedulden.
Portishead legten eine Pause ein und widmeten sich Soloprojekten.
Doch 2008 war es dann soweit. Das langersehnte Album
Third erschien und enttäuschte die Hörer nicht. Obwohl
Third eine Abkehr vom Trip-Hop darstellt und eher zur elektronischen Avantgarde tendiert, ist das Album ein fulminantes Comeback. Auch jetzt wird Beth Gibbons herzzereißender und bedrückender Gesang von Geoff Barrows arrangierten und pulsierenden Kompositionen getragen. Ein Meisterwerk seiner Art! In die Nähe kommen nur Massive Attack, die mit ihrem Album
Mezzanine für Aufsehen im Trip-Hop Genre sorgten.
Portishead sollte man sich also auf jeden Fall zu Gemüte führen!