Sale (6)

Kamine (509 Artikel)

(2)
295,00 €
-22%
199,95 € 155,00 €
87,61 €
75,84 €
Brixton DF-6502. Breite: 340 mm, Tiefe: 160 mm, Höhe: 170 mm. Produktfarbe: Schwarz. Abmessungen (BxTxH): 340 x 160 x 170 mm
37,95 €
129,00 €
999,00 €
Brixton DF-6501. Breite: 295 mm, Tiefe: 295 mm, Höhe: 285 mm. Produktfarbe: Schwarz. Abmessungen (BxTxH): 295 x 295 x 285 mm
45,95 €
494,00 €
80,44 €
119,02 €
828,95 €
Brixton DF-6500. Breite: 350 mm, Tiefe: 140 mm, Höhe: 180 mm. Produktfarbe: Schwarz. Abmessungen (BxTxH): 350 x 140 x 180 mm
27,67 €
Hier klicken um alle Kamine anzusehen

Kamin Ratgeber

Ein Kamin ist in seiner Funktion nicht allein auf das Heizen beschränkt – er ist darüber hinaus auch ein dekoratives Element.

Vor dem Kauf gibt es zahlreiche Aspekte zu beachten – da die meisten Kamine den Umgang mit Feuer mit sich bringen, gilt es vor allem bestimmte Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Zudem kann nicht jeder Kamintyp ohne weiteres in den eigenen vier Wänden platziert werden.

Wir verraten Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben und welche Art von Kamin am besten zu Ihnen und Ihrem Haus passt.




1. Kamintypen

Grundsätzlich werden drei Kamin-Typen unterschieden. Jeder dieser Typen dient einem anderen Zweck. Kaminöfen sind vor allem dazu gedacht, das bereits vorhandene Heizsystem im Haus zu unterstützen oder sogar komplett zu ersetzen. Stand-, Tisch- und Elektrokamine dienen weniger dem Heizen als dem Schaffen einer behaglicheren Atmosphäre. Hängekamine sind hingegen eine Mischung aus beidem – zum effektiven Heizen eignen sie sich nicht so gut wie Kaminöfen, einzelne Räume können mit ihnen jedoch durchaus warmgehalten werden.

Kaminofen

Wamsler Kaminofen
  • Vollwertiges oder unterstützendes Heizsystem
  • Erhitzt Räume durch Strahlungs- und Konvektionswärme*
  • Heizleistung sollte an die zu beheizende Raumgröße angepasst sein
  • Benötigt Genehmigung**
  • Befeuerungsart: In der Regel Holz oder fossile Brennstoffe
  • Besonders effizient: Wasserführende Kaminöfen
  • Heizt das gesamte Haus oder die Wohnung effektiv
  • Aufgewärmtes Wasser wird für Heizung und Warmwasser verwendet
  • Pufferspeicher sammelt überschüssige Energie und gibt sie bei Bedarf wieder ab

* Konvektion ist ein Vorgang, der bei jedem Heizen mit einem Kamin abläuft. Dabei steigt die warme Luft nach oben, wandert durch den Raum, kühlt ab und sinkt wieder nach unten, sodass der Bereich auf Höhe des Fußbodens kälter ist als auf Höhe der Decke. Diese Diskrepanz wird von einigen Menschen als unangenehm empfunden – die Strahlungswärme, also die vom Kamin direkt ausgestrahlte Hitze, kann die Konvektion jedoch ausgleichen.

** Genaueres zur Genehmigung und Abnahme von Kaminen siehe Abschnitt Sicherheit.

Hängekamin

  • An der Decke (freihängend) oder an der Wand zu befestigen
  • Feste Montage
  • Bei Holz & fossilen Materialien auch zum Heizen geeignet (benötigt in diesem Fall den Anschluss an einen Schornstein)
  • Als Elektrokamin nur zur Dekoration gedacht
  • Befeuerungsart: Strom, Holz oder fossile Brennstoffe

Standkamin

  • Benötigt keinen Schornstein
  • Muss nicht genehmigt bzw. abgenommen werden
  • Transportabel
  • Befeuerungsart: meist Strom, Gas oder Bio-Ethanol

Tischkamin

  • Benötigt keinen Schornstein
  • Hauptzweck: Dekoration
  • Transportabel
  • Befeuerungsart: Bio-Ethanol oder Lampenöl

Elektrokamin

  • Benötigt weder Schornstein noch Luftzufuhr
  • Keine nennenswerte Heizleistung
  • Hauptzweck: Dekoration
  • Transportabel
  • Befeuerungsart: Strom
Alle Kamin-Typen auf einen Blick
Kaminofen Hängekamin Standkamin Tischkamin Elektrokamin
Heizleistung Hoch Mittel Mittel-Gering Mittel-Gering Keine
Befeuerungsart Spaltholz / Briketts bzw. Pellets / Gas / Öl Spaltholz / Briketts bzw. Pellets / Gas / Öl / Strom Strom / Gas / Bio-Ethanol Bio-Ethanol / Lampenöl Strom
Genehmigung* Ja Ja (außer bei Strom) Nein Nein Nein
Platzierung* Fest Fest Mobil Mobil Mobil
Schornstein* Ja Ja Nein Nein Nein

So finden Sie den passenden Kamin:

Kamine Quick Check


2. Befeuerungsarten

2.1 Holz

Holz zählt zu den üblichsten Brennmaterialien. Achten Sie beim Verfeuern darauf, nur unbehandeltes und gut getrocknetes Holz zu verwenden, da Lack und andere Verarbeitungsstoffe beim Verbrennen gesundheits- und umweltschädigende Gase entstehen lassen können. Verzichten Sie beim eigentlichen Heizen zudem wenn möglich auf Nadelholz, da dieses mit einem stärkeren Funkenflug verbunden ist – greifen Sie lieber zu Laubholz wie Eiche, Birke oder Buche.

Die Vorteile von Holz als Brennmaterial auf einen Blick:

  • Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen (Gas, Öl) günstiger
  • Umweltneutrale Verbrennung (es wird nur so viel CO2 abgegeben, wie das Holz auf natürlichem Weg im Laufe der Zeit aufgenommen hat)
  • Erneuerbarer Energieträger = Umweltschutz
Stahl Stapelhilfe Holzstapler F. Holz Kaminholz Brennholz Regal Gestell

Lagerung von Holz

Bis Holz verfeuert werden kann, muss es zunächst bestimmte Eigenschaften annehmen. Dies kann einige Zeit dauern und ist nur
bei einer korrekten Lagerung möglich. Darauf müssen Sie achten:

  • Holz muss möglichst trocken sein
  • Feuchtes Holz brennt schlecht und hat einen höheren
    Schadstoffausstoß als trockenes
  • Feuchtigkeitsanteil sollte nicht über 20 % liegen
  • Mindestens 1-3 Jahre Lagerungszeit
  • Lagerungsort: Trocken, geschützt vor Regen, gut gelüftet
  • Ideal: Ausreichend Sonnenlicht
  • Optimale Bedingungen: Spezielle Kaminholzregale

Holzbriketts & Holzpellets

Holzbriketts bestehen aus gepressten Holzspänen oder Sägewerk. Alternativ dazu können Sie auch zu Holzpellets greifen, die sich hauptsächlich durch eine kleinere Pressform von Briketts unterscheiden.

  • Langsameres Abbrennen als Holz
  • Ideal geeignet, um über mehrere Stunden effektiv zu heizen
  • Geringere Feuchtigkeit als Holz ? Im Schnitt höhere Brennleistung und sauberere Verbrennung

Auch bei Holzbriketts und –pellets sollte Nadelholz nicht zum eigentlichen Heizen verwendet werden. Da dieses schneller und intensiver abbrennt, eignet es sich eher dazu, das Feuer zu entfachen, während eine lange Heizleistung mit Briketts aus Hartholz erzielt wird.

2.2 Bio-Ethanol

KaminoFlam® - Bio-Ethanol 96,6%ig 3 LiterBio-Ethanol wird aus pflanzlichen Rückständen gewonnen und unter anderem für den Betrieb von Tisch- und Standkaminen eingesetzt. Zwar hat es einen recht hohen Brennwert, dieser kann jedoch nur sehr ineffizient zum Heizen verwendet werden. Das liegt zum einen daran, dass beim Betrieb eines Bio-Ethanol-Kamins für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden muss, wodurch der eigentliche Heizeffekt gemindert wird.

Zum anderen erzielt man mit anderen Brennmaterialien die gleiche Heizleistung für einen Bruchteil des Preises. Darüber hinaus handelt es sich bei dem flüssigen Brennstoff um eine sehr leicht entzündliche Substanz – daher ist beim Umgang mit Ethanol besondere Vorsicht geboten. Lesen Sie dazu mehr im Kapitel „Sicherheit“.

Die Vorteile von Bio-Ethanol auf einen Blick:

  • Erneuerbarer Energieträger
  • Sehr umweltfreundlich
  • Keine Rauchentwicklung
  • Keine Rückstände wie Asche, Ruß, Staub, Holzscheite
  • Dadurch sehr einfache Reinigung des Kamins
  • Weiterer Vorteil: Keine Lagerung und kein Hacken von Holz erforderlich

Hinweis: Verbraucht ein Kamin mehr als einen halben Liter Bio-Ethanol pro Stunde, muss er gegebenenfalls zugelassen werden.


2.4 Fossile Brennstoffe

Zu den fossilen Brennstoffen zählen beispielsweise Erdöl und Erdgas. Der einzige entscheidende Vorteil gegenüber anderen Befeuerungsarten ist die enorme Heizleistung der fossilen Brennstoffe, die mit Holz und Bio-Ethanol nicht erzielt werden kann. Abgesehen davon hat das Verfeuern fossiler Brennstoffe jedoch einige gravierende Nachteile:

  • Belastung der Umwelt durch zusätzlichen CO2-Ausstoß
  • Nicht erneuerbar ? Vorrat der Erde an fossilen Brennstoffen wird immer geringer
  • Dadurch stark steigende Preise von Erdöl und Erdgas

Langfristig gesehen sind fossile Brennstoffe somit zum Heizen weniger geeignet – Greifen Sie lieber zu erneuerbaren Energieträgern wie Holz.

Übersicht

Vorteile Nachteile Heizwert*
Holz - Geringer Preis
- Bei korrektem Umgang umweltneutral
- Erneuerbar
- Komplizierte Lagerung
- Viele Rückstände (Asche, Ruß, Staub)
- Je nach Holzart und Feuchtigkeitsgehalt
~ 2,6 (feucht) bis 4,4 (trocken) kWh / kG
Holzbriketts / Holzpellets - Gleichmäßige und schnelle Heizleistung
- Langfristige Abgabe von Wärme
- Platzsparende, unkomplizierte Lagerung
- Lange Haltbarkeit
- Erneuerbar
- Umweltneutrale Verbrennung
- Etwas höherer Preis als bei Holz
- Starke Qualitätsunterschiede zwischen den Herstellern
- Schlechtere Gesamt-Umweltbilanz als bei Holz aufgrund aufwendiger Herstellungsverfahren
- ~ 5 kWh / kG
Bio-Ethanol - Erneuerbar
- Umweltfreundlich
- Kaum Rückstände
- Einfache Lagerung
- Nicht zum langfristigen Heizen geeignet
- Hohes Gefahrenpotential durch sehr leichte Entzündbarkeit
- Je nach Reinheit ~ 7-8 kWh / kg
Öl / Gas - Sehr hohe Heizleistung - Nicht erneuerbar
- Hoher Schadstoffausstoß
- Umweltschädigend
- Teuer
- Erdöl: ~ 9,5 – 11,8 kWh / kg
- Erdgas: ~ 10,8 kWh / kg

*Grobe Richtwerte, die variieren können. Der letztendliche Heizwert hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab (z.B. Reinheit, Feuchtigkeitsgehalt, Qualität, etc.)


3. Nützliches Kaminzubehör

Kaminbesteck

Da der Umgang mit Kaminen stets auch mit Arbeit verbunden ist, kann es sich lohnen, auf bestimmtes Kaminzubehör zurückzugreifen, das diese erleichtert. Wir verraten Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben.

3.1 Kaminbesteck

Schürhaken und Kaminzange

  • Aus feuerfestem Material
  • Zum Schüren des Feuers geeignet
  • Ermöglicht genaues Platzieren und Ausrichten von Holzscheiten
  • Lang genug für sicheren Abstand zu der heißen Brennkammer

Schaufel, Besen oder Aschesauger

  • Hilft dabei, Rückstände wie Asche, Staub und Ruß zu entfernen
  • Vor allem nötig, um Kaminöfen sauber zu halten
  • Aschesauger: Erleichtert diese Arbeit
  • Wird an den normalen Staubsauger angeschlossen und schont dessen Filter

Hinweis: Geben Sie die Asche erst in den Mülleimer, wenn sie abgekühlt ist – Brandgefahr!

Sonstiges Besteck

  • Besteckkorb: Optimale Aufbewahrung für das Kaminbesteck
  • Alternativ dazu: Besteckständer
  • Spaltzange: Erleichtert das Zerkleinern von Holzbriketts

3.2 Weitere nützliche Helfer

Kaminholzkörbe

  • Sicherer und sauberer Transport von Brennholz
  • Besonders stabil ? Auch für größere Mengen Holz geeignet
  • Spezielles Material lässt Schmutzpartikel nicht nach außen dringen

Bodenplatte

  • Aus feuerfestem Material gefertigt ? Aluminium oder spezielles Glas
  • Wird unter den Kamin gelegt
  • Vor allem bei starkem Funkenflug geeignet ? Fängt Funken ab und verhindert Schäden am Bodenbelag oder Brände
Atika ASP 5- 520 N Hydraulik- Brennholzspalter Holzspalter 5t 1500 Watt

Spezielle Anzünder

  • extra lang, sodass versehentlicher Kontakt mit den Flammen verhindert wird
  • Besonders bei Bio-Ethanol-Kaminen zu empfehlen, da beim Anzünden Abstand gehalten werden sollte
  • Alternative: Lange Streichhölzer

Holzspalter

  • Erleichtern das Zerkleinern von Holz
  • Auch größere Mengen schnell zu bearbeiten
  • Keine körperliche Anstrengung – die Maschine übernimmt die Arbeit


Kaminpflege

Die Reinigung des Kamins sollte nicht nur aus optischen Gründen regelmäßig erfolgen. Während eine verdreckte Sichtscheibe lediglich den Blick auf das Feuer trübt, können Ablagerungen im Innenraum des Kamins sogar lebensbedrohlich sein. Mit den folgenden Tipps können Sie vermeiden, dass es zu schweren Bränden und Schäden kommt.

4.1 Rückstände entfernen

Ablagerungen & Ruß

Durch Ruß können Ablagerungen entstehen, die beispielsweise den Rauchabzug verstopfen. Noch gefährlicher ist jedoch der sogenannte Glanzruß, der sich entzünden und einen schweren Schornsteinbrand zur Folge haben kann. Glanzruß entsteht meist durch das Verfeuern von nicht optimal getrocknetem Holz, das zu einem höheren Schadstoffausstoß führt. Sie ersparen sich somit bereits einen großen Teil der Reinigungsarbeit, wenn Sie ausschließlich trockenes Holz zum Heizen verwenden.

Entfernen Sie zum Reinigen eventuelle Abdeckungen oder Deckel am Rauchrohr und schrauben Sie letzteres gegebenenfalls ab. Mit einer Reinigungsbürste und einem Aschesauger lassen sich die Ablagerungen bequem beseitigen.

Asche

Bevor Sie die Asche aus dem Kamin entfernen, sollte diese vollständig abgekühlt sein. Keinesfalls darf noch heiße Asche in den Mülleimer gegeben werden, da sonst Brandgefahr besteht. Erkaltete Asche kann mit einer speziellen Kaminschaufel und einem passenden Besen entfernt werden. Noch einfacher ist die Benutzung eines speziellen Aschesaugers. Verwenden Sie jedoch niemals Ihren normalen Staubsauger für den Reinigungsvorgang. Der Filter kann durch die Asche verstopft werden, wodurch Sie den Staubsauger unbrauchbar machen.

Reinigung und Instandhaltung

Reinigung der Kaminscheibe Kerbl Kamofix Kamin, Ofen- u. Grill- reiniger 600ml, inkl. Schwamm

Mit der Zeit kann sich Ruß auch auf der Sichtscheibe absetzen und für unschöne Verschmutzungen sorgen. Mit der Reinigung sollten Sie nicht zu lange warten, da sich die Schmutzpartikel beim nächsten Brennvorgang in die Scheibe einbrennen können und dann nur noch sehr schwer zu lösen sind. Mit der folgenden Anleitung erhalten Sie im Handumdrehen wieder eine saubere Scheibe.

  • Zeitungspapier oder Küchentuch leicht anfeuchten
  • Das feuchte Tuch in die kalte Kaminasche tauchen
  • Die verschmutzten Stellen unter leichtem Druck mit der Asche einreiben
  • Vorgang gegebenenfalls wiederholen
  • Mit einem weichen Tuch und etwas Glasreiniger nachwischen

Hinweis: Keine scheuernden Reinigungsmittel oder kratzenden Schwämme verwenden, da sonst die Scheibe zerkratzt werden kann.

Korpus und Innenraum

Der Korpus bezeichnet die Außenfläche des Kamins, die meist aus feuerfestem Stahl besteht. Ein trockenes oder leicht angefeuchtetes Tuch sollte zur Reinigung ausreichen. Nass sollte das Tuch jedoch nicht sein, da die Stahlflächen sonst rosten können.

Tipp: Nach der Sommerpause empfiehlt es sich, Hausstaub vom Korpus zu entfernen, da dieser beim Betrieb des Kamins verbrennen und unangenehme Gerüche entstehen lassen kann.

Beim Innenraum gilt es vor allem, die Asche zu entfernen und das Rauchrohr von gefährlichen Ablagerungen zu befreien (siehe oben). Verwenden Sie auch hier keine aggressiven Reinigungsmittel, um die Oberfläche des Kamins nicht unnötig anzugreifen.

Schornstein

Mindestens einmal im Jahr sollte der Schornsteinfeger sich unabhängig von den oben genannten Reinigungsvorgängen um die Wartung des Schornsteins kümmern – das gilt auch für betriebsbereite Kamine, die nicht genutzt werden. Je nach Häufigkeit und Intensität, mit der Sie Ihren Kamin betreiben, können auch mehrere Besuche vonnöten sein.

Sprechen Sie dazu direkt mit Ihrem Schornsteinfeger – dieser kann Sie individuell beraten und die Häufigkeit seiner Besuche Ihrem persönlichen Nutzverhalten anpassen. Ungefähre Richtwerte können Sie als Orientierungshilfe der folgenden Tabelle entnehmen:

Heizungsart und Nutzverhalten Häufigkeit der Wartung durch einen Schornsteinfeger
Holz – tägliche Nutzung 3 x pro Jahr
Holz – regelmäßige Nutzung 2 x pro Jahr
Holz – gelegentliche Nutzung und bei Nichtnutzung 1 x pro Jahr
Holzbriketts / Holzpellets 2 x pro Jahr
Gas / Öl Alle 1-2 Jahre

Türen und Schrauben

Für einen reibungslosen Betrieb sollten die Scharniere der Türen hin und wieder eingefettet werden. Damit die Türen immer ordnungsgemäß schließen, sollten darüber hinaus lockere Schrauben von Zeit zu Zeit nachgezogen werden.



5. Sicherheit

5.1 Die richtige Platzwahl

Der richtige Platz für einen Kaminofen definiert sich anhand verschiedener Faktoren:

  • Statik des Hauses
  • Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen (Möbel, Tapeten, Teppiche etc.)
  • Beschaffenheit des Bodens (ist gegebenenfalls eine Bodenplatte nötig)
  • Vorhandensein eines Rauchabzugs
  • Gesetzliche Sicherheitsbestimmungen
  • Persönliches Nutzverhalten

Da sich all diese Aspekte von Haus zu Haus unterscheiden, sollte sich der Bezirksschornsteinfeger, der später auch für die Abnahme der Feuerstelle zuständig ist, ihr Haus vor Aufstellen des Kamins begutachten. Dieser kann Sie umfassend und individuell über die bestmögliche Stelle zum Platzieren des Kaminofens aufklären. Neben der Einhaltung eines angemessenen Sicherheitsabstands sollte darauf geachtet werden, dass die Außenwände des Kamins ausreichend isoliert und wärmeabschirmend sind.

5.2 Qualitäts- und Sicherheitskennzeichen

Kamine und Kaminöfen unterliegen strengen Richtlinien und Zulassungskriterien – jeder Kamin muss bestimmte Prüfungsverfahren erfolgreich durchlaufen, bevor er zugelassen und zum Verkauf freigegeben wird. Diese Prüfungen können entweder auf europäischer oder auf nationaler Ebene durchgeführt werden.

CE-Kennzeichen

Auf europäischer Ebene wird dazu das CE-Prüfsiegel („Communautés Européennes“) vergeben – Nur ein zu diesem Zweck befugtes Institut wie der TÜV darf das CE-Kennzeichen ausstellen. Folgende Aspekte werden dabei unter anderem einbezogen und sind auf dem Kennzeichen gelistet:

  • Name und Adresse des Herstellers
  • Berücksichtigte Euronorm (Kurz: EN) ? 12815, 13221, 13240 oder 14785
  • Typ und Fertigungsnummer des Kamins
  • Einzuhaltende Sicherheitsabstände zu allen Seiten
  • Heizleistung
  • Zulässige Brennmaterialien
  • CO-Emission
  • Energieeffizienz
  • Abgastemperatur

Das CE-Kennzeichen ist in ganz Europa gültig, gilt als sehr verlässlich und garantiert in der Regel den ordnungsgemäßen Funktionszustand des Kamins. In den meisten Fällen wird das Kennzeichen auf dem Kamin selbst angebracht, es kann aber auch vorkommen, dass es sich auf der Verpackung befindet.

DIN Tischkamin Flame

In Deutschland können Kamine, die von den Kriterien des CE-Prüfsiegels abweichen, auch nach einer deutschen Norm geprüft und zugelassen werden. Dabei erfolgt dies durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). Bei erfolgreicher Prüfung werden ein Zertifikat und eine entsprechende DIN-Nummer ausgestellt.

5.3 Sicherer Umgang mit Ethanol- und Tisch-Kaminen

Obwohl Ethanol-Kamine nicht abgenommen werden müssen und von jedem Käufer ohne Weiteres aufgestellt werden können, kann es bei unsachgemäßem Gebrauch zu schweren Unfällen kommen. Daher sollten Sie selbst umso stärker auf einen sorgfältigen und sicheren Umgang achten. Folgende Aspekte sollten daher bei einem Ethanol-Kamin sichergestellt werden:

DIN 4734-1-Kennzeichen

  • Prüfkennzeichen, das mit Bio-Ethanol betriebenen Dekorations-Kaminen die ordnungsmäßige Funktionalität bescheinigt
  • Berücksichtigt Sicherheitsaspekte bei der Herstellung und Prüfung
  • Angaben zum maximalen Ethanol-Verbrauch ? Nicht mehr als 0,5 Liter pro Stunde
  • Bestimmungen bezüglich des Auslaufschutzes und der Brennkammer
  • Voraussetzungen, die die Betriebsanleitung erfüllen muss

Standsicherheit

  • Auf stabile Verarbeitung achten
  • Schwerpunkt des Kamins sollte sich möglichst weit unten befinden
  • Für festen Untergrund sorgen; darf weder wackeln noch schwanken (Gefahr des Umkippens!)

Nachfüllen und Lüften

  • Nachfüllvorgang erst bei vollständig erkalteter Brennkammer durchführen
  • Bei noch heißem Kamin besteht die Gefahr einer hohen Stichflamme und Verletzungen
  • Auf keinen Fall Bio-Ethanol bei noch brennendem Feuer hinzugeben!
  • Regelmäßiges Lüften des Raumes aufgrund des hohen Sauerstoffverbrauchs notwendig
  • Ausreichend Luftzufuhr zum Kamin sollte gewährleistet sein

Anzünden und Löschen

  • Vor Anzünden des Bio-Ethanols muss der Kamin gelüftet werden, damit die hoch entzündlichen Dämpfe entweichen können
  • Zur Sicherheit extra lange Streichhölzer oder Stabfeuerzeuge verwenden
  • Löschen der Flammen nur mit der dafür vorgesehenen Vorrichtung am Kamin durchführen

Da jeder Ethanol-Kamin unterschiedlich konstruiert ist, sollte unbedingt ein Blick in die Gebrauchsanweisung des Geräts geworfen werden. Dort erfahren Sie beispielsweise, wie lange der Kamin benötigt, bis er vollständig abgekühlt und somit wieder mit Brennflüssigkeit aufgefüllt werden kann. Auch Werte wie die maximale Füllmenge sind dort zu entnehmen.

Keinesfalls sollten Sie den brennenden Kamin zu lange aus den Augen lassen – bevor Sie das Haus verlassen, sei es auch noch so kurz, sollte er ordnungsgemäß gelöscht werden. Auch Kinder sollten sich nicht unbeaufsichtigt in der Nähe eines brennenden Kamins aufhalten.

5.4 Abnahme des Kamins

Bei nicht fachgemäßer Installation einer Feuerstätte kann es schnell zu Fehlern kommen, die später teuer oder gar lebensgefährlich werden können. Daher ist es laut Gesetz vorgeschrieben, dass neue oder erneuerte Feuerstätten sowie Schornsteine und Abgasleitungen vor Inbetriebnahme vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger genehmigt und anschließend in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden müssen.

Dieses Vorgehen ist deshalb so wichtig, weil einem Laien durch mangelnde Kenntnisse beim Einbau schnell ein Fehler unterlaufen kann.

Dabei prüft der Bezirksschornsteinfeger folgende Aspekte:

  • Luftversorgung
  • Brand- und Betriebssicherheit
  • Dichtheit
  • Leistung des Abzugs
  • Risiko von Feuchtigkeitsbildung oder „Versottung“ (Beschädigung des Mörtels und des Gesteins am Schornstein)

Sind die oben genannten Aspekte bei Ihrer Feuerstätte in Ordnung, so stellt der Schornsteinfeger Ihnen eine Bescheinigung aus – diese sollten Sie sorgfältig aufbewahren, da sie beispielsweise in einem Schadensfall vorgelegt werden muss.