Beschreibung 1:
Als Anne und ihre Familie in ihrem Ferienhaus ankommen, ist es bereits von Fremden besetzt. Diese verlangen ultimativ die Herausgabe aller Vorräte. Damit beginnt Annes schmerzhafte Reise: Nichts ist mehr, wie es war. Denn die "Wolfzeit" ist angebrochen. Jene Zeit, in der alles aueinander fällt und der Mensch sein animalisches Gesicht offenbart. Was als scheinbar friedlicher Familienausflug beginnt, entwickelt sich zum kollektiven Drama.
Beschreibung 2:
In einer nicht näher bezeichneten Zukunft in Niemandsländern. Eine junge Familie sucht ihr Landhaus auf, der Vater wird von Flüchtlingen, die es besetzt halten, erschossen. Mutter Anne flüchtet mit den beiden Kindern Ben und Eva. Sie finden dank eines halbwüchsigen Jungen zu einem Bahnhof, wo sich Dutzende Menschen eingefunden haben, die auf einen Zug warten und in der kargen Halle zwischen Aufrechterhaltung von zivilen Umgangsformen und ausbrechenden aggressiven Handlungen ins Ungewisse driften. Tauschhandel ist an der Tagesordnung. Ein Mädchen wird vergewaltigt und tötet sich, ein Ehepaar liegt im Dauerstreit, Eva entdeckt den Mörder ihres Vaters, der Junge soll gestohlen haben. Ben will nachts in das große Feuer gehen, sich opfern, wird gehindert und beruhigt. In der letzten Szene sieht man aus einem fahrenden Zug heraus eine Landschaft vorüberziehen.
Der österreichische Autorenfilmer Michael Haneke versucht sich mit dieser Parabel an einer apokalyptischen Vision in nüchtern distanzierten Bildern. Das Paradox führt zum Scheitern, weil Haneke sich nicht auf konkrete Situationen sozialer, politischer oder gesellschaftlicher Art einlässt. Die banalen Dialoge helfen in der kryptischen Erzählsituation, die extrem sein will, nicht weiter. Alles wirkt überkonstruiert als Mahnung eines Moralisten, der unklar bleibt, sich im Ungefähren verliert und somit ratlos macht. Die formale Gestaltung leidet an einer (bereits im Kino störenden) Lichtdramaturgie, die den überwiegenden Teil der Bilder in schmerzhaftes oder nicht zu durchdringendes Dunkel oder Schattenhafte taucht. Ähnlichkeiten mit Andrej Tarkowskijs oder Theodor Angelopoulos´ Werken zeigen Haneke und seine "Landschaft im Nebel" (Angelopoulos) als Epigonen. Trotz illustrer Besetzung bleiben die Personen schematisch bis konturenlos.
DVD-Bildformat: 1:2,35; 16:9
Ton: HiFi Stereo, Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Trailer, Making of, Bio- und Filmografien
Beschreibung 3:
Als Anne und ihre Familie in ihrem Ferienhaus ankommen, finden sie Fremde darin vor. Diese Konfrontation ist nur der Beginn eines schmerzlichen Lernprozesses: Nichts ist mehr, wie es war. Was als Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich schnell zur kollektiven Tragödie. Aber es ist auch eine Legende, also die Geschichte eines Opfers und, vielleicht, die Geschichte eines Heiligen. Haneke erzählt eine Apokalypse, die so realistisch und unspektakulär wie eindringlich ist. Eine Herausforderung!