Beschreibung 1:
Eigentlich könnte Herr R. zufrieden und glücklich sein: Er ist mit einer jungen, hübschen Frau verheiratet, beide haben einen Sohn, das Leben ist gesichert. Den Feierabend verbringt man vor dem Fernseher, am Wochenende steht entweder der obligate Spaziergang oder der Besuch bei seinen Eltern auf dem Programm. Aber die Rituale des Alltags können Herrn R. nicht über seine Probleme hinwegtäuschen.... Eines Tages als ein Schulfreund zu Besuch kommt lebt er durch die Abwechslung richtig auf. Für seine Umgebung unvorhersehbar löst sich bei Herrn R. der innere Stau: Er schlägt seine Frau und eine Nachbarin, die zufällig zu Besuch ist, und anschließend seinen Sohn. Am nächsten Morgen finden ihn seine Kollegen im Betrieb. Er hat sich erhängt.
Fassbinder zeigt eine vermeintlich heile Spießerwelt mit all ihrer Verlogenheit und Bigotterie, so dass es am Ende keine Frage ist, warum Herr R. Amok gelaufen ist, sondern warum er es nicht schon viel früher getan hat.
Beschreibung 2:
Eigentlich hat Herr R. keinen Grund, sich zu beklagen. Die Arbeit als technischer Zeichner in einem Architektenbüro füllt ihn aus, er hat eine nette Frau und einen Sohn. Gemeinsam mit seiner Familie wohnt er in einer hübschen Mietwohnung. Abends sieht das Ehepaar fern, am Wochenende kommen die Schwiegereltern vorbei. Alles scheint normal. An einem Abend jedoch erschlägt Herr R. seine Frau, den Sohn und eine Nachbarin, die gerade zu Besuch ist. Am nächsten Morgen, kurz bevor die Kriminalpolizei in seinem Betrieb auftaucht, erhängt sich Herr R. auf der Herrentoilette.