Beschreibung 1:
Kintaro Yajima, früherer Anführer der lokalen "Bosozoku" Motorrad-Gang hat seine wildeste Zeit hinter sich gelassen und arbeitet nun als Angestellter bei Yamato-Construction, einer örtlichen Baufirma. Er wird nach Tohoku versetzt um dort seinen Vorgesetzten zu beaufsichtigen, da dieser sich mehr ums Essen, Trinken und Spielen als um das Geschäft kümmert. Schon nach kurzer Zeit stösst Kintaro vor die Mauern firmeninterner und staatlicher Bürokratie und entdeckt arrangierte und fingierte öffentliche Bauvergaben; seine Firma verliert Auftrag um Auftrag an eine konkurrierende Baufirma bis er es nicht mehr ertragen kann. Recht bald ist der örtliche Yakuza-Clan auf dem Vormarsch ihn zu stoppen. Kintaro bleibt keine Möglichkeit als noch ein mal Kontakt zu seinen alten Weggefährten aus den Motorrad-Gang-Zeiten aufzunehmen um dieser Bedrohung entgegenzutreten.
Beschreibung 2:
Der Japaner Kintaro Yajima, unter dem Manga-Namen "Salaryman (der Angestellte)Kintaro" seit Jahren in der Szene ein fester Begriff, hat Ähnlichkeiten mit den Comic-Figuren Clark Kent oder Peter Parker. Vom Charakter her ist er aufmerksam und aufrichtig; ein Held, der jederzeit für Schwächere eintritt und Ungerechtigkeiten bekämpft. Was bei Parker seine Spider-Man-Identität ist, ist für Kintaro seine Vergangenheit als jugendlicher Draufgänger und Anführer der "Bosozoku"-Motorrad-Gang.
Als Mitarbeiter einer Baufirma hat Kintaro es mit korrupten Politikern, bestechlichen Beamten und Konkurrenz-Unternehmen zu tun, die mit aller Gewalt den Markt kontrollieren wollen und dabei auch nicht vor Anschlägen auf Familienangehörige zurückschrecken. Als es Kintaros kleinen Sohn trifft, mobilisiert er seine alten Freunde und holt zum Gegenschlag aus.
Vorlage für den Spielfilm ist der Kult-Manga von Hitoshi Motomiya. Der Kampf gegen korrupte Politiker und Spekulanten ist hier deutlicher ausgeprägt als in vergleichbaren Manga-Serien aus dem Angestellten-Milieu. In der Filmversion ist er das zentrale Thema und läßt Vergleiche mit den italienischen Mafiafilmen von Francesco Rosi zu. Deutlicher ausgeprägt als in europäischen oder amerikanischen Filmen ist bei Takashi Miikes die für die japanische Gesellschaft typische Verquickung von Firmen- und Familiengeschichten. Von den Kameraperspektiven und der Zeichnung der Charaktere her bleibt der Film in seiner Stilisierung, Positionierung und Choreographie in Manga-Nähe.
Gerne hätte man über die Extras der DVD mehr über die Hintergründe und Erfolgsstory des Kult-Mangas erfahren, doch mehr als eine Trailerschow wird leider nicht angeboten. Im Booklet immerhin ein paar aufschlußreiche Informationen zur Vorgeschichte von "Salaryman Kintaro".