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„Leidenschaft bis in den Tod“ (11.02.2011)
Story: Stephanie befindet sich auf einer Kreuzfahrt mit ihrem 40 Jahre älteren reichen Ehemann, Richter Torres, der sie über alles liebt. Doch Stephanie sehnt sich nach etwas mehr Freiheit und als Alba sich auf dem Schiff umbringt, übernimmt sie deren Identität. In Argentinien angekommen (dort wohnt der Richter), wartet bereits ihr neuer Ehemann. Alba eine Polin wurde per "Post" bestellt um Zicos Frau zu werden. Alles fängt für Stephanie relativ romantisch an, bis zur Hochzeitsnacht. Da Zico ihren Ehering nicht bezahlen konnte, soll Stephanie die Nacht mit dem Juwelier verbringen. Doch die versuchte Vergewaltigung endet im Tod des Juweliers. Zico und seine Mutter sind ausser sich und wollen Stephanie töten lassen durch Cholo. Doch der Killer Cholo, welcher mit den Pferden schläft, verliebt sich in Stephanie und sieht in ihr von nun an seine neue Tango Tanzpartnerin. Cholo mag keinen Sex, den der Tango ist für ihn die höhere Form der körperlichen Liebe. Stephanie darf also weiter Leben, muss dafür aber nun in Zicos Bordell arbeiten. Zico läßt wie zig andere in Argentinien junge Mädchen aus den Ostblockstaaten einschiffen und verkauft sie dann in die Sklaverei bzw. hält sie in seinem Bordell gefangen. Stephanie versucht vergeblich zu fliehen, und mit der Zeit ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt aus Zicos und Cholos Gesellschaft fort will. Sie kann der Haßliebe selbst dann nicht entfliehen, als sie es zurück zu ihrem richtigem Ehemann Torres schafft.
Extras: Trailer, Fotogalerie
Bild/Ton: Leider liegt der Ton nur in deutsch vor DD 2.0 Stereo. Der englische Originalton fehlt. Das Bild ist 4:3 Vollbild. Und ist mit kaum sichtbare Schwächen sehr gut.
Kritik: Der Film wurde sehr schön dargestellt, die Kulissen und das Ambiente ist exzellent in Szene gesetzt. Auch die Kameraführung ist sehr gut. Aber die Dialoge und die ganze Story selbst ist platt und unoriginell. Die schönen Bilder sind einfach nicht fesselnd genug um über die schwache Story und die schwache schauspielerische Darstellung hinwegsehen zu können. Der Film soll die Essenz des Tango, schön dargestellt in dunklen geheimnisvoll Anmutenden ausgeleuchteten Szenen, doch da ich mir nicht sicher bin was die Essenz des Tango überhaupt ist, kann ich nur das wiedergeben, wie der Film ihn darstellt, nämlich als erotisch Hassliebe, brutal, hart und leidenschaftlich, einer Art Kampf der Geschlechter, dem Sex ähnlich. Sex und Nacktheit ist auch das Hauptthema der Bilder, die Darstellerin M. May (Stephanie) wird meist in erotischen Bildern gezeigt, während Cholo als der geheimnisvolle Fremde auftritt, Stefanies Ehemann Zico als das brutales doch geliebtes Schwein, zu dem die Ehefrauen immer wieder zurücklaufen. Und genau das porträtiert der Film in seinem Bildern, mit einer schwachen Story, schlechten Dialogen, aber guten Tango-Tanzszenen, die jedoch aufgrund der dargestellten Gewalt (sexueller, aber auch körperlicher Art) in den Hintergrund rücken. Trotz der Nacktheit des Film, mangelt es doch an Erotik. Die Kulissen haben alle die richtige Voraussetzung um eine interessante Atmosphäre zu schaffen, doch die Darsteller können sie nicht rüber bringen. Die Darstellung ist zu schwülstig, zu realitätsfern um für den Nicht-Tango tanzenden Zuschauer den ganzen Film über zu unterhalten. Leider ist das Skript nicht weiter auf die Interessanten Storyelemente eingegangen, die der Film immer wieder im Ansatz präsentiert, der Mädchenhandel, die italienische Mafia und das Drama der Argentinier in den 1920igern, dass die Männer in einem Verhältnis von 50:1 den Frauen zahlenmäßig Überlegen sind.