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| Produktdetails (weitere Details) | |
|---|---|
| Laufzeit: | 88 |
| Erscheinungstermin: | 1.01.2005 |
| EAN: | 4041658221696 |

Story: Theo (eigentlich: Theseus, Gründer von Athen, Sohn von Poseidon und Aegeus) lebt in einem noch ärmlichen und kleinen Athen. Eines Tages wird Theo´s Geliebte von den Häschern des Minotaurus entführt. Der Minotaurus fordert regelmäßig Menschenopfer und so werden in Abständen immer wieder 8 Jünglinge aus den jeweiligen Dörfern "entführt" (manche kommen freiwillig mit). Ein mächtiges Orakel (Alte Frau in einer Hütte) erzählt Theo, das seine Geliebte noch lebt, er sie befreien und dabei den Minotaurus töten muss. Theo macht sich also auf den Weg, und nimmt den Platz einer der 8 entführten Jugendlichen aus seinem Dorf ein. In Minos angekommen erzählt im der drogensüchtige König Deucalion, was es für eine Ehre ist zu sterben und das das Fleisch besser schmeckt, wenn sexuell angeregt wurde. Dafür ist die Schwester und Königin des Königs Raphaella (eigentlich: Ariadne) zuständig, welche sich sogleich ans Werk macht und 2 der jungen Damen verführt, aber auch Theo darf/muss ran. Als sie dann endlich ins das Labyrinth geworfen wurden, erwartet sie die Hölle. Doch anstatt sich zusammenzuraufen, rennen sie schreiend und lärmend durchs Labyrinth und werden dabei einer nach dem anderen vom Minotaurus aufgespiesst. Die Königin Raphaella stürtzt sich ebenfalls ins Labyrinth, nachdem ihr Bruder sie zuerst an alle Soldaten zum, Zwecke einer Massenorgie geben bzw. zwingen will, doch dann selbst ran möchte. Sie führt die restlichen Überlebenden zu einer Tür, in der Hoffung, dass diese von ihrer Sklavin geöffnet wurde, doch es ist bereits zu spät. Als Theo und sein Bruder, sowie dessen zuerst Stumme Freundin auf einen Überlebenden (Turag) treffen, dreht Theo durch und schreit und lärmt noch mehr herum, der Minotaurus Metzelt weiter, Theos Freunde sterben teils durch seine Schuld. Wird Theo den Minotaurus doch noch töten können?, Ist seine Geliebte noch am Leben?, Was hat es mit dem Gas und der heiligen Droge auf sich?, Ist Theo eigentlich nicht auch ein Gott? All dies in diesen historisch-mythologisch nicht korrekten Werk. Extras: Trailer (vom Film und anderer Filme), Audiokommentar, Deleted Scenes, Visual Effect Montage Bild/Ton: Das Bild ist sehr gut, es gibt kaum Schwächen, selbst die Nachtszenen sind relativ scharf und kontrastreich (16:9; 1:1,85). Der Ton ist ebenfalls sehr gut, und zwar im Orginial wie in der Synchronisation. Der Deutsche Ton ist etwas kraftvoller und die Töne sind besser separiert. Deutsch liegt in DTS, DD 5.1 und englisch in DD 5.1 vor. Kritik: Sicher wurden einige historisch-mythologische Fakten weggelassen, doch der Film kann trotzdem überzeugen, die Effekte sind äußerst gut, der Minotaurus ist 1a gerendert, er passt in die Umgebung und es entsteht kein Unterschied zwischen Realität und CGi, streckenweise wurde zudem ein "Puppe" verwendet, so das der Übergang fliessend ist, was wir der Special-Effects Crew von Herr der Ringe, die Mumie, Harry Potter zu verdanken haben. Die Darsteller brauchen kein wirkliches Talent, sie müssen bloß rumschreien und rennen können, was sie auch sehr gut rüberbringen. Der Film stellt das Gefühl des Ausgeliefertseins sehr gut dar. Doch gerade hier liegt die Schwäche des Films, Theseus bzw. Theo ist eigentlich ein Göttersohn (Poseidon war neben dem sterblichen Aegeus sein Vater, beide hatte gleichzeitig mit seiner Mutter geschlafen) und sollte dem Minotaurus ebenbürtig sein, was er aber nicht ist (hier ist er der Sohn von Cyrnan dem Bürgermeister gespielt von Rutger Hauer), stattdessen verhält er sich wie ein Idiot, dem seine Freunde, ja sogar sein eigener Bruder egal sind, auch der Minotaurus spielt in Theos Quest eine Nebenrolle, denn er will seine Geliebte wiederfinden und setzt dabei das Leben aller aufs Spiel. Theo´s Charakter wird so unglaubwürdig dargestellt, dass es einem Schwerfällt in ihm den späteren Gründervater Athens zu sehen. Im Film selbst spielt dies allerdings keine Rolle, Theo ist ein Bauernjunge vom Lande, zu dem seine jugendlichen Freunde Anfangs aufblicken, ihn dann jedoch aufgrund seines Verhaltens schnell verlassen. Das im Film andere Elemente, wie der Hintergrund des Minotaurus fehlten, darüber bin ich ganz froh, man sieht die Geburt und bekommt den späteren Werdegang des Ungeheuers in halbwegs korrekter Kurzform erzählt. Dädalus (Baumeister des Labyrinths und Baumeister der Holzkuh, in die die Königin Pasiphaë hineinstieg um sich vom Stier schwängern zu lassen) ist für den Film unnötig, und die Schwängerung der Königin durch den weissen Oxen will ich gar nicht sehen. Weiterhin fehlt der Faden, den Ariadne ihm im Mythos übergibt, stattdessen schliesst sie sich im Film Theo an und zeigt ihm den Weg selber, welcher hier versperrt bleibt. Auch bekommt Theo das Labyrinth nicht von Dädalus erklärt, welcher wie bereits erwähnt hier fehlt, sondern von Turag (nicht Turok) dem im Labyrinth Lebenden. Theo prügelt ihn, bis er alles erzählt. Turag kommt in keiner mir bekannten Version des Originals vor. Die Tötung des Bullen stimmt selbstverständlich auch nicht mit dem Original überein, trotzdem ist sie Effektvoll und glaubhaft dargestellt, da es für Theo dem Dorfjungen wohl kaum möglich gewesen wäre den Stier mit blossen Händen niederzuringen. Zudem ist der Minotaurus hier auch nicht wirklich Halb Mensch, Halb Biest, sondern eher ein weisser deformierter Stier mit Reisszähnen. Seltamerweise bzw. unverzeihlicher Weise wurde Deucalion, hier als Raphaelas/Ariadnes Bruder dargestellt. Deucalion, welcher nun gar nichts mit der Minotaurus Saga zu tun hat, sondern neben Noah und Utnapishtim einer der Überlebenden der sumerischen Flut war (die Flut aus der Bibel bzw. Original aus dem Gilgameshepos, genaugenommen könnte es auch Noah selbst gewesen sein, denn er baute sich auch eine Arche nach der Warnung des Prometheus, bloss nahm er keine Tiere mit an Bord). Aber mal abgesehen von den mythologischen Fehlern, konnte der Film doch unterhalten, der Film stimmt mit dem Prinzip der Metzelkannibalenfilme neuerer Zeit (z.B. Wrong Turn, Texaskettensägenmassaker usw.) überein. Ein paar Jugendliche, werden in eine furchtbare Situation gebracht, in der sie von x-beliebigen Monstern/Mördern/Kannibalen verfolgt werden, die sie dann nacheinander niedermetzeln und aufessen. Der Held überwindet dann seine Furcht und vernichtet das Monster/Mörder/Kannibale. Und genau hier kann der Film punkten, denn die Umsetzung dieser Story ist gelungen, es kommen keine langweiligen Momente auf, die Kamerafahrten sind professionell umgesetzt und die Regie verstand auch ihr Handwerk. Die DVD selbst ist schön gestaltet, es gibt einen Pappschuber für die DVD-Hülle. Das Menü ist übersichtlich und professionell, die Extras sind gut gelungen und relativ informativ. Für jemanden, der über die Geschichtsverfälschung hinwegblicken kann ist dies ein guter und gelunger Tierhorror Film.