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Video / Film / Science Fiction, Fantasy, Video / Film / Actionfilm, Video / Film / Drama, Liebe, Video / Film / Krimi, Thriller, Horror, Vorlesegeschichte ( Vorlesebuch )
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Beschreibung von Minority Report
Beschreibung 1: Steven Spielbergs "Minority Report" spielt in den USA im Jahr 2054. Die Justizbehörde hat ein Programm entwickelt, um mit Hilfe der seherischen Fähigkeiten sogenannter Pre-Cogs Verbrechen rechtzeitig verhindern zu können. Tom Cruise ist einer der Cops, die darauf angesetzt werden, die potentiellen Täter zu jagen. Aus dem Jäger wird dann ein Gejagter.
In den deutschen Kinos zählt der im Herbst 2002 gestartete Film mit bis heute über 2,6 Mio. Zuschauern zu den Top Ten; ein Erfolg, der sich mit der Video/DVD-Auswertung fortsetzen wird. Das DVD-Zusatzmaterial mit ca. 140 Min. veranschaulicht den schwierigen Weg von einer SF-Kurzgeschichte zu einem aufwändigen Filmprojekt. Bevor Spielberg mit den Dreharbeiten begann, versammelte er um sich ein Team von Zukunftsforschern und Fachwissenschaftlern. Die danach zu leistende Arbeit war die, die Phantasien des Autors zu visualisieren und die Vorgänge in den Hirnen der Pre-Cogs - ihre Gedanken, Träume und Wahrnehmungen - in Bilder umzusetzen. Entstanden ist ein SF-Thriller mit Comic-Elementen und einer hartgesottenen Detektiv-Story. Einerseits spielt das Geschehen in der gläsernen, durchsichtigen Welt der Pre-Cogs, andererseits mussten die Bilder und Farben der Schattenwelt eines Film Noir angepasst werden.
In einzelnen Beiträgen auf der DVD kommen die an der Produktion beteiligten Personen ausführlich zu Wort. Filmbeispiele zeigen das komplizierte Verfahren der Herstellung, wobei die Leistungen des Production-Designers, des Stunt-Koordinators und des Kameramannes besonders hervorzuheben sind. Leider lenken die überbordenden Specialeffekte oft von den inhaltlich interessanten Aspekten ab. An einer Stelle erfahren wir, dass sich die Macher des Films durchaus darüber im klaren sind, welche Diskussionen ein Film über eine "Gedankenpolizei" aktuell auslösen wird. Doch diese findet sich in dem DVD-Material nicht wieder. Eine daraus abzuleitende Anregung wäre beispielsweise, sich mit Paul Virillo, seiner Logistik der Wahrnehmung und seinen Arbeiten zu Krieg und Kino auseinanderzusetzen: "Das Schußfeld hat sich in einen Drehort verwandelt, das Schlachtfeld ist zu einem für Zivilisten zunächst gesperrten Filmset geworden." Virillo weist nach, wie militärtechnische Errungenschaften über den eigentlichen Anlaß hinaus zur Ausübung von Macht und Gewalt ge- und mißbraucht werden. Sicher ist, dass die Erkenntnisse aus "Minority Report" - die Zukunftsphantasien der Wahrheitsermittlung und der Verbrechensbekämpfung - von einigen Machthabern auch militärisch ausgeforscht und weiterentwickelt werden, um damit Präventivkriege zu legitimieren. Das geschieht im Ansatz bereits hier und heute.
DVD Bildformat: 1:2,40 und 16:9 Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1 Sprachen: Deutsch, Englisch Untertitel: Englisch, Deutsch Extras: Doppel-DVD mit 17 Featurettes, Bildergalerie Produktions-Bildern, Storyboard Sequenzen, Biografien der Darsteller und Filmemacher, Produktions-Notizen, Activision Game Trailer, Kinotrailer
Beschreibung 2: Washington D.C. im Jahre 2054: Die Stadt ist eine totale Überwachungsmaschinerie, in der seit 6 Jahren kein Mord mehr geschehen ist. Die Polizei-Einheit Pre-Crime verfügt über eine visionäre Technologie, die Mörder entlarvt, bevor die Tat begangen wird. Das System scheint perfekt. Als jedoch vorhergesagt wird, dass der Chef der Einheit John Anderton in 36 Stunden einen Mord begehen wird, gerät alles aus den Fugen. Plötzlich wird der Jäger zum Gejagten und gerät dabei immer tiefer in ein tödliches Netz aus Verschwörung und Intrigen. Er hat nur eine Chance: er muss beweisen, dass das perfekte System fehlbar ist...
Darsteller: Tom Cruise, Colin Farrell Regie: Steven Spielberg
Beschreibung 3:
Eine Gesellschaft ohne Mörder, ein Staat ohne Verbrechen - die Utopie einer absolut sicheren Gesellschaft ist im Washington D.C. des Jahres 2054 unausweichliche Realität. Sogenannte Pre-Cogs, Mutanten mit prophetischen Fähigkeiten, sagen Verbrechen voraus, bevor sie überhaupt begangen werden. Ein perfektes System zur Verbrechensbekämpfung - jedenfalls so lange, bis Leutnant John Anderton (TOM CRUISE), der Boss der Pre-Cogs, selbst in die Mühlen seiner eigenen Maschinerie gerät, aus der es kein Zurück gibt: Als dieser eines zukünftigen Mordes an einem Mann beschuldigt wird, dem er noch nie zuvor begegnet ist, wird er zum Opfer des eigenen Systems ...
Dieser Film ist ein Beweis dafür, dass man in Hollywood trotz Special-Effects-Orgien und trotz des großen Geldes auch intelligente Filme herstellt. Gute Science-Fiction hat sich schon immer mehr mit einer zukünftigen Gesellschaft auseinandergesetzt, als bloß techische Spielereien zu präsentieren. Die Story von Philip K. Dick ist über 40 Jahre alt, aber heute aktueller denn je: Was würde geschehen, wenn der uralte Traum jedes Polizisten wahr würde: Verbrechen im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern?
Die Antwort ist ernüchternd. Der Mensch würde seiner letzten Wahl beraubt. Auch wenn alle Zeichen dafür sprechen, dass ein Mensch ein Verbrechen begehen wird, so wird er erst dann zum Mörder, wenn er tatsächlich zuschlägt.
Die Frage, die Dick stellt, ist: Rechtfertigen Erfolge bei der Verbrechensbekämpfung die Verurteilung Unschuldiger? Dick verneint dies. In der Story wird "Precrime" abgeschafft, obwohl es die Mordrate auf nahezu Null senkt, weil es Fehler hat, die Unschuldige ins Gefängnis bringen. Ich persönlich bezweifle, dass es so kommen würde. Wenn man sich in der Gegenwart umschaut, erkennt man dasselbe Motiv: Die Behörden sammeln Daten, speichern Telefonverbindungen und spähen jeden Winkel mit Kameras aus, um Terroristen dingfest zu machen, bevor sie Anschläge begehen. Datenbanken sind die "Precogs", die Hellseher, von heute. Und wenn man Philip K. Dick folgt, hat das fatale Folgen für Unschuldige.
Die Film-Umsetzung stellt dankenswerterweise das Denken über das Staunen. Natürlich sind die Effekte großartig, wie von Dreamworks nicht anders zu erwarten. Sie scheinen auch in eine nicht allzu ferne Zukunft zu zeigen: Bildsteuerung nach Dirigentenart hat jüngst die Wii-Spielkonsole eingeführt. An selbststeuernden Autos wird mit Hochdruck gearbeitet und biometrische Erkennungssysteme werden gerade weltweit an Flughäfen getestet. Ich fürchte auch, die makabren Folgen - das Herausreißen von fremden Körperteilen, um sie zur Identifizierung zu verwenden - werden in der Realität nicht lange auf sich warten lassen.
So bleibt ein hervorragender Film mit beklemmendem Wirklichkeitsbezug. Vergessen Sie alles, was Sie in letzter Zeit über Formschwächen von Spielberg oder Cruise gelesen haben - in diesem Film liefern beide Akteure Höchstleistungen ab. Auch Colin Farrell als Staatsanwalt, dessen unbestechliche Objektivität ihn vom Jäger zum Opfer macht, gibt eine großartige Figur ab. Er erinnert zudem daran, dass dieser Film neben allem anderen auch ein Kriminalstück par excellence ist. Samantha Morton als Agatha stellt die Frage, wie sehr ein Zweck die Mittel heiligt: Erlaubt die Verbrechensbekämpfung, dass ein Mensch seines Lebens beraubt wird und wie ein Tier dahinvegetiert?
Schauspielerisch und technisch ist dieser Film erstklassig, dazu kommt die Musik von John Williams, der einmal mehr zeigt, dass er nicht nur Star-Wars-Kampfmelodien schreiben kann. Die Umsetzung der DVD ist sehr gut, bis auf die Tatsache, dass man nicht zwischen den Tonspuren umschalten kann, ohne über das Menü zu gehen. Das ist eine unnötige Umständlichkeit für Zuschauer wie mich, die gerne zwischen deutsch und englisch hin und herzappen.
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