Auf
6 DVDs und insgesamt 22 Folgen finden die
Gilmore Girls ihren Abschluss. In sieben Jahren ist so einiges passiert in
Stars Hollow: Beziehungen haben sich entwickelt und wurden getrennt, Lorelai hat endlich ihr Hotel eröffnet, Rory schafft noch in diesem Jahr ihren Abschluss in Yale. In der siebten und finalen Staffel der sehr erfolgreichen CW-Show ist zunächst jedoch alles offen: Für wen entscheidet sich Lorelai? Luke oder Christopher? Warum fühlt sich Lane nach den Flitterwochen so schlecht? Wie geht die Chose zwischen Logan und Rory weiter. Fragen über Fragen, die in der letzten Staffel weitestgehend beantwortet werden.
Ein entscheidender Faktor fehlt der
finalen Gilmore Girls Staffel allerdings: Geistiger Kopf und
Über-Gilmore-Girl Amy Sherman-Palladino. Da Warner ihr nämlich im Gegensatz zu den Schauspielern, niemals einen dauerhaften Vertrag angeboten hatte, ihrer also immer nur von Staffel zu Staffel verlängert wurde, während die Verträge des Casts jeweils über Jahre hinweg verlängert wurden, stieg sie schließlich nach der sechsten Staffel aus.
Einem geschulten
Gilmore Girls-Kenner fällt dieser Umstand natürlich sofort auf. Ging es doch in den vorangegangenen Staffeln immer nur zweitrangig darum, wie die Story weiter geht (außer die großen Rahmenhandlungen, wie Luke & Lorelai, Rory & Jess) sondern viel mehr um die frechen Sprüche, die intelligenten Anspielungen auf jegliche kulturelle Begebenheiten und gilmoristische Wortschöpfungen, ist die
7. Staffel an sich nur noch da, um die Handlungsstränge aufzulösen. Nach dem Motto: Staffel 1-6: Kür, Staffel 7: Pflicht. Zwar haben sich die Autoren und Regisseure darum bemüht, der Serie keinen Knick zuzufügen, das ist ihnen allerdings nur begrenzt gelungen.
Nichts desto trotz zählt
Gilmore Girls immer noch zu einer vielmals unterschätzten Serie, die bei genauerem Betrachten noch so manchen Aha-Effekt birgt. Ganz besonders für Film- und Kulturwissenschaftler sind die
Gilmore Girls immer wieder eine Betrachtung auf tieferer Interpretationsebene, wert. Werke zu diesem Phänomen gibt es mittlerweile zu Hauf.
Mini-Spoiler: Außerdem kann es sehr gut sein, dass die Show einen großen Beitrag zum Ausgang der US-Präsidentenwahl geleistet hat.