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Ein ganz gew?icher Jude (DVD) Min: 88DD2.0WS16:9 EuroVideo
Ein ganz gew?icher Jude (DVD) Min: 88DD2.0WS16:9 EuroVideo
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Video / Film / Drama, Liebe, Video / Film / Drama, Liebe
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Beschreibung von Ein ganz gew?icher Jude (DVD) Min: 88DD2.0WS16:9 EuroVideo
Beschreibung 1: Schonungslose Auseinandersetzung über das Verhältnis von Juden und Deutschen.
Oliver Hirschbiegels filmischer Nachfolger zum "Untergang" lässt jetzt sozusagen die andere Seite zu Wort kommen. Nach den Tätern nun die Opfer, genauer: deren Nachfahren, noch genauer: einen einzelnen Mann, der als Jude im Deutschland von heute lebt. Mit dem Filmtitel ist eine fortwährende Tautologie bereits angedeutet: Ein ganz gewöhnlicher Jude, das geht (noch) nicht in Deutschland, dazu bedarf es weiterhin der historischen und sozialpsychologischen Forschung, der Aufarbeitung und Aufklärung. Dazu bedarf es des Dialogs vor allem auch der kommenden Generationen, und es bedarf nicht zuletzt - des Verzeihens.
Diesen Dialog wollen Oliver Hirschbiegel und sein Autor Charles Lewinsky offenkundig anstoßen - und sie verwenden dafür provokante Stilmittel: Der Film ist als Monolog angelegt und spielt als Ein-Personen-Stück fast ausschließlich in der Wohnung eines Mannes namens Emanuel Goldfarb. Ben Becker verkörpert ihn, was der Figur eine kraftvoll-emotionalisierte Dimension, aber auch eine gewisse Larmoyanz verleiht, zumal der Mann auf der Leinwand eine private Krise durchlebt, die er selbst ursächlich immer wieder mit der Rolle der Juden im Deutschland seit Heine und besonders mit der Traumatisierung durch den Holocaust in Verbindung bringt. (...)
Hirschbiegels Film spiegelt subjektive jüdische Befindlichkeit im zeitgenössischen Deutschland, er gibt keine reflektierte Position wieder - er ist kein Thesenpapier, sondern ein Film. Die Enge der Wohnung, die ständige Nähe der Figur, ihr andauernder Redefluss, all das lässt keine Einfühlung aufkommen. Der Film zwingt den Zuschauer zur kritischen Distanznahme, zur kritischen Abwägung des Gesagten. Dazu kommt, dass Goldfarb das Politische mit dem Privaten vermischt und für alles immer nur die eine Erklärung hat: das ewige Stigma als sozusagen die "Goldfarb-Variationen" des jüdischen Selbsthasses. (...)
"Ein ganz gewöhnlicher Jude" will provozieren. Und er tut es. Der Schluss des Films macht klar, was die einzige Konsequenz sein kann: Der Dialog gerade mit jüngeren Generationen, die in Gestalt einer Hamburger Schulklasse ironischer und glücklicher Weise gar nicht mehr "typisch Deutsch" daherkommen.
Der Ausschuss nahm den Film insgesamt als Plädoyer dafür, dass es für einen Juden grundsätzlich möglich sein müsste, im Haus der Mörder seiner Vorfahren normal zu leben. Der Film hätte ein gutes Ziel erreicht, würde der Zuschauer beginnen, über einige der Argumente kritisch nachzudenken, warum es für Emanuel Goldfarb nur sehr schwer möglich ist, ein ganz normaler Deutscher sein zu können.
Beschreibung 2:
Über die jüdische Gemeinde Hamburgs erreicht den Journalisten Emanuel Goldfarb (Ben Becker) der Brief eines ihm unbekannten Lehrers namens Gebhardt, der höflichst einen Juden einlädt, seinen Sozialkundeunterricht zu besuchen, um sich den Fragen der Klasse zu stellen. Doch der 1959 in Deutschland geborene Jude will nicht vor Schülern stehen und seine Geschichte erzählen. Er stellt sich mögliche Unterrichtssituationen vor: "Was soll ich für ein Gesicht dabei machen? Freundlich lächelnd? So? Oder besser so? Die Last von viertausend Jahren Geschichte auf meinen Schultern? Oder lieber so, dass man die Nase besser sieht?" Der Journalist beginnt dem Lehrer seine Absage zu formulieren. Was als knappe Erklärung gedacht war, entwickelt sich zu einem überraschenden Dialog zwischen Goldfarb und seinem imaginären Gegenüber und wird zur Bilanz seines Lebens - Biografie und Innenansicht eines nach 1945 in Deutschland geborenen Juden.
Beschreibung 3: Zur Zeit leider noch keine Beschreibung vorhanden
Rezensionen zu Ein ganz gew?icher Jude (DVD) Min: 88DD2.0WS16:9 EuroVideo
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