Beschreibung 1:
Jess ist 18 und eigentlich ein ganz gewöhnlicher Teenager, der einfach nur gerne Fussball spielt und auf David Beckham steht. Alles schön und gut, wenn Jess nicht zufällig ein junges, hübsches Mädchen indischer Abstammung wäre, dessen traditionsbewusste Eltern so ihre Probleme mit kurzen Hosen, festen Schüssen und stürmischen Männern haben.
Über ihre neue Freundin Jules tritt Jess daraufhin heimlich einer Damenmannschaft bei. Mit ihrer Liebe zum Fussball kommt Jess allmählich auch der Liebe zu ihrem Trainer Joe näher. Zum "verbotenen Sport" kommt jetzt also auch noch das "verbotene Spiel" hinzu, von dem ihre Eltern nicht wissen dürfen! Doch jedes Geheimnis fliegt schließlich irgendwann einmal auf. Und das für Jess leider zum ungünstigsten Augenblick.
Beschreibung 2:
David Beckham. In den letzten Wochen waren er, sein Wechsel in die USA und sein zukünftiges Gehalt zur Genüge in den Medien aufgetaucht. Ein, wie ich finde, passender Zeitpunkt um einen Film vorzustellen, dem der englische Fussballstar seinen Nachnamen leiht.
"Kick it like Beckham" (bzw. Originaltitel "Bend it like Beckham") wurde in Großbritanien produziert und erschien im Jahre 2002. Der Film ist auf Grund der angesprochenen Konflikte, auf die ich später noch kommen will, ein Bestandteil des Zentralabiturs in NRW, weshalb wir ihn im Englisch-Unterricht angeschaut und besprochen haben.
Jesminder, oder kurz Jess, Bhamra ist ein in England aufgewachsenes Mädchen mit indischen Wurzeln. Schon ihr liebevoll gestaltetes, mit Beckham-Postern übersätes, Zimmer zeigt, dass Fussball für sie etwas mehr ist, als für das Durchschnitts-Mädchen üblich. Trotz Drängens ihrer Mutter, sie sollte lieber das machen, was indische Mädchen so machen (zum Beispiel die indische Küche lernen), spielt sie heimlich Fussball im Park, wo sogar die Jungen das Nachsehen haben. Als Jules sie eines Tages dabei sieht, stellt sie sich vor und fragt Jess, ob diese nicht Lust hätte, mit ihr in einem Verein zu spielen. Die beiden werden nicht nur die überragenden Spielerinnen (mit Aussicht auf ein Angebot eines Profi-Clubs) ihres Vereins, sondern natürlich auch beste Freunde. Ob der attraktive Trainer Joe da etwas dran ändern wird?
Die Story von "Kick it like Beckham" hört sich anfangs nach einem klassischen Teenie-Film an, doch dahinter verbirgt sich mehr als man denkt. Hauptsächlich erzählt der Film Konflikte, die ein indisches Mädchen in der westlichen Kultur erlebt. Zum einen der Konflikt zwischen Jess' Leidenschaft und ihren Eltern, die den Sport nicht dulden wollen und was schließlich dazu führt, dass das talentierte Mädchen den Sport entgegen ihres Willens aufgeben soll.
Doch auch Jules, als weiße Mitbürgerin, fällt es nicht leicht ihren Sport auszuüben. Ihre Mutter fragt sich, warum sie auf diesen maskulinen Sport steht und nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter schöne Unterwäsche kaufen geht und nach Jungs Ausschau hält. Dieses Unverständnis endet im Laufe des Films in die unweigerliche Angst, ihre Tochter sei lesbisch, weswegen sie Jess und Jules vor allen Leuten bloßstellt. Dass die beiden sich vorher um ihren Trainer gestritten haben, weiß sie nicht, aber das macht die Sache auch nicht leichter. Denn letzterer fühlt sich eher zu Jess hingerissen, doch voreheliche Beziehungen scheinen in Indien, wo die Eltern sich meist um den Ehepartner des Kindes kümmern, nicht üblich und führt auch innerhalb der indischen Familie zum Streit.
Auch Homosexualität in der indischen Kultur wird im Film angesprochen, wenn auch nur nebenbei. So erzählt Jess' Cousin ihr, dass er schwul sei. Als Antwort erhält er ein "Aber du bist Inder?", was zeigt, dass dies im asiatischen Subkontinent nicht üblich sei. Doch auch dies wird nur kurz angeschnitten, wie eigentlich alles im Film. Es scheint Massenweise Probleme zu geben, doch eine richtige Auswirkung scheinen sie nicht zu haben. Man hätte sich vielleicht auf einige, wesentliche Dinge konzentrieren sollen, da diese Fülle an Konflikten den Zuschauer als nicht allzu schlimm erscheinen lassen.
Zu guter Letzt durfte selbstverständlich das klassische Vorurteil, Frauen können kein Fussball spielen, nicht fehlen. Erwähnt wird es jedoch nur in einer kleinen Szene, als männliche Zuschauer eines Fussballspiels sich nicht über das Spiel selbst, sondern über Beine, Brustumfang und co. der Akteurinnen unterhalten.
Dennoch wird dies alles ziemlich humorvoll präsentiert, ohne irgendetwas ins Lächerliche zu ziehen. Höhepunkte sucht man jedoch vergebens, die Story schlängelt sich langsam von Problem zu Problem, bis man schließlich beim unglaublich kitschigen Ende angekommen ist.
Die schauspielerische Leistung geht auf jeden Fall in Ordnung, auch wenn man Stars im Film vergebens sucht. Lediglich Keira Knightley (als Jules) wird dem ein oder anderen aufmerksamen Kino-Gänger bekannt vorkommen, bekannt ist sie unter anderem durch "Fluch der Karibik" an der Seite von Orlando Bloom und Johnny Depp, sowie durch "King Arthur" geworden. "Jess" (Parminder Nagra) kennt man eventuell als Neela aus der TV-Serie Emergency Room.
Den Rest der Crew werden höchstens Fans von Bollywood-Filmen kennen.
Dennoch ist dies kein Grund, den Film abzuwerten, denn schlecht sind die Darsteller keineswegs. Und eventuell sieht man sogar den Ehemann eines ehemaligen Spice Girl. :-)
Schlussendlich kann man sagen, dass "Kick it like Beckham" ein guter Film für einen ruhigen Abend mit der Familie ist. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür, dass er im Englisch-Unterricht angesprochen wird und für das Zentralabitur besprochen werden musste, ist er mir zu oberflächlich und beim Ende kommen einem fast die Tränen vor Kitsch.
Erstveröffentlichung am 16.1.2007 auf Ciao.de
Beschreibung 3:
Die 18-jährige Jess hat einen Traum: Sie will Fußball spielen. Einmal, nur einmal an der Seite von ihrem großen Idol David Beckham auf dem grünen Rasen auflaufen! Doch Jess stammt aus einer traditionsbewussten indischen Familie, die derlei Mätzchen niemals dulden würde. Ihre Eltern haben einen klaren Lebensplan für ihre Tochter: heiraten und Jura studieren. Doch die selbstbewusste Jess setzt sich für ihre eigenen Wünsche ein. Heimlich trifft sie sich mit ihren Freunden zum Fußballspielen im Park und zeigt den Jungs galant, dass Frauen mit dem runden Leder ebenso gekonnt umzugehen wissen wie das vermeintlich stärkere Geschlecht. Die gleichaltrige Jules ist von Jess' Ballkünsten beeindruckt und lädt sie zum Training in ihren Fußballclub ein. Die neuen Freundinnen sind schnell die Stars der Mädchenmannschaft, werden aber zu Konkurrentinnen, weil sie beide ein Auge auf den jungen Trainer geworfen haben. Ein zweiter Schlag trifft Jess kurz darauf: Ihre Familie entdeckt die heimlichen Ausflüge und nun beginnt für die Kickerin eine Zeit als brave Tochter. Doch die Chance auf ein amerikanisches College-Stipendium lässt Jess keine Ruhe. Nahezu in letzter Minute überzeugt sie ihre Familie von der einmaligen Gelegenheit, ihren Lieblingssport mit einem Studium zu verbinden - und erhält den Familiensegen.
Die bei Publikum und Presse überaus erfolgreiche Filmkomödie war 2002 für den Europäischen Filmpreis nominiert, bekam den Publikumspreis beim Internationalen Filmfestival in Locarno und gewann den British Comedy Award. 2003 wurde sie von der Jury des Deutschen Jugendvideopreis mit einer "lobenden Erwähnung" bedacht ( Mehr Infos dazu gibt es unter www.jugendvideopreis.de/preisträger). "Kick it like Beckham" ist ein Multi-Kulti-Film im allerbesten Sinne, der die verschiedenen Kulturen in ihren Eigenheiten sehr ernst nimmt, immer aber auch mit einem Augenzwinkern über den Tellerrand blickt. Hinreißend etwa die Szene, wenn all die alten indischen Frauen, die sich in traditioneller Kleidung zur Hochzeitsvorbereitung von Jess' Schwester getroffen haben, auf ein Handy-Klingeln gleichzeitig suchend in ihre Handtaschen greifen. Subtil unaufdringlich, mit Witz und Detailfreude hebelt der Film immer wieder Vorurteile und Klischees aus und vermittelt Stärke, Mut und Lebensfreude. Ein intelligenter Gute-Laune-Film.
DVD Bildformat: 1:2,35/16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Extras: Cast & Crew (Interviews mit dt. Untertiteln), Produktionsnotizen, Hinter den Kulissen, Making of (dt. Fassung)
Beschreibung 4:
Schnelles Dribbling, nach links antäuschen, über die rechte Seite ausweichen, kurz nochmal den Gegner tunneln und...Tor! Die 17jährige Jess(Parminder Nagra hat's voll drauf! Beim Kicken im Park zeigt sie ihren Freunden, dass Fußball schon längst keine Männerdomäne mehr ist. Aber wenn das ihre Eltern spitz kriegen, ist ein gigantischer Familienkrach vorprogrammiert. Schließlich haben die beiden traditionsbewußten Inder ganz andere Pläne für ihre Tochter: Jess soll erst einen netten indischen Mann heiraten und dann Jura studieren. Doch Jess träumt nur davon, einmal an der Seite von David Beckham zu spielen! Bei einem ihrer geheimen Fußballspiele im Park trifft Jess auf Jules (Keira Knightley), die total begeistert von deren Talent ist und sie zu einem Training bei ihrem Girls-Kickerclub überredet. Jess weiss nicht so recht – soll sie oder soll sie nicht? Heimlich stiehlt sie sich aus dem Haus und staunt nicht schlecht, wie der smarte Trainer Joe (Jonathan Rhys-Meyers) den Girls ordentlich einheizt... Doch das ist noch längst nicht alles, was das Feelgood-Movie Kick it like Beckham zu bieten hat. Jules verzweifelt an ihrer hochneurotischen Mom, die aus ihrer sportlichen Tochter unbedingt einen männerbecircenden Vamp machen will. Jess' Doppelleben fliegt auf, als ihre Schwester Pinky mitten in turbulenten Hochzeitsvorbereitungen steckt. Und dann ist da noch Trainer Joe, der den Mädels gehörig den Kopf verdreht – woraufhin Jess' Vater mehr als nur ein Stoßgebet zum Familienheiligen schickt... Kick it like Beckham avancierte in Großbritannien zum Kinokassenschlager und wurde bei der diesjährigen Cinema Expo in Amsterdam als "European Film Of The Year" ausgezeichnet.
Beschreibung 5:
Jess ist siebzehn und hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie ist Fußballspielerin und lässt die Jungs im Park regelmäßig alt aussehen. Als sie zufällig für eine Damen-Fußballmannschaft entdeckt wird und sich dazu auch noch in den Trainer verliebt, scheinen ihre Träume wahr zu werden - wenn nur die konservativen Eltern nichts dagegen hätten.