Beschreibung 1:
Nach einem Störfall in einem Atomkraftwerk in der Nähe von Frankfurt breitet sich die todbringende Wolke unaufhaltsam weiter aus. Während Tausende von Menschen sterben, können die 16-jährige Hannah und ihr neuer Freund Elmar zwar fliehen, doch sie verlieren sich bald darauf aus den Augen. Im Sicherheitstrakt eines Hamburger Sanatoriums treffen sie einander wieder. Elmar als Besucher, Hannah als Patientin, kontaminiert, die Haare sind ihr bereits büschelweise ausgefallen. Wird sie überleben? Hat ihre junge Liebe eine Zukunft?
Beschreibung 2:
Zwei Jugendliche und die Folgen eines "Störfalls" in einem Kernkraftwerk.
Junge Kinobesucher, entsprechend der Altersfreigabe der FSK, können mit diesem Film sicherlich viel anfangen. Er ist ganz zweifellos zur Behandlung in Schulklassen und bei Projekttagen geeignet. Der Film geht mit seinem komplexen und schwierigen Thema vielschichtig, sensibel, anschaulich und verantwortlich um. Und das Schönste dabei - er ist wirklich Film, richtiges Kino.
Was wäre, wenn es einen GAU in Deutschland gäbe, den größten anzunehmenden Unfall, und wenn eine todbringende radioaktive Wolke über das Land ziehen würde? Dieses Szenario hat Gudrun Pausewang in ihrem Jugendbuch "Die Wolke" durchgespielt, und damit 1988 genau den Zeitgeist getroffen. Jetzt kommt die Verfilmung ebenfalls zum rechten Moment, denn Regisseur Gregor Schnitzler hat nicht etwa einen nur möglichst spektakulär mit den Ängsten der jugendlichen Zuschauer spielenden Katastrophenfilm gedreht, sondern eine sensible Adaption geschaffen.
Sie erfüllt zwar mit den Szenen der flüchtenden Menschenmassen, dem Chaos auf den Straßen und den verlassenen Städten und Landschaften auch die Erwartungen an einen packenden Genrefilm, überzeugt aber nach der Meinung der FBW-Jury vor allem in den leisen und nachdenklichen Szenen. Auch wenn der Film konsequent aus der Perspektive der beiden Jugendlichen Hannah und Elmar erzählt, ist er erstaunlich komplex und politisch.
Somit passt er durchaus in die Reihe von neuen Filmen aus Deutschland, die im Frühjahr des Jahres 2006 unter anderem auf der Berlinale Furore machten. Auch in "Die Wolke" haben die Filmemacher und Produzenten keine Angst vor unbequemen Themen, auch hier spürt man ein waches politisches Bewusstsein, auch hier wird sehr filmisch erzählt. Und noch eine weitere gute Nachricht: Junge, noch unbekannte Schauspieler spielen mit großer Intensität und Glaubwürdigkeit.
Paula Kalenberg gelingt dabei die Verwandlung von der noch sehr mädchenhaft wirkenden 16-jährigen Schülerin in eine reife und kluge junge Frau so überzeugend, dass alleine durch die Intensität ihres Spiels auch der Wechsel des Films in ein immer intimer erzähltes Liebesdrama stimmig bleibt. Besonders grandios gespielt und in Szene gesetzt ist die Szene, in der sie ihr Kopftuch verliert und ihr Freund Elmar mit ihrem kahl gewordenen Kopf konfrontiert wird.
Besonders hervorgehoben wurde in der angeregten Jury-Diskussion auch die geschickte und sensible Dramaturgie. Sehr feinfühlig und mit der Zeitverlangsamung auch filmisch überzeugend gestaltet ist zum Beispiel der frühe Tod des kleinen Bruders, der völlig unerwartet kommt und so die Tragik der Ereignisse intensiv spürbar macht.
Gregor Schnitzler hält in seinem Film eine feine Balance zwischen der detailreichen Beschreibung eines so oder ähnlich in Deutschland durchaus möglichen Katastrophenfalls und den großen Emotionen einer Liebesgeschichte. Und so endet der Film nicht von ungefähr mit einem Zitat aus "Titanic".
Beschreibung 3:
Hannah (Paula Kalenberg) und Elmar (Franz Dinda) sind frisch verliebte Teenager. Eine nukleare Katastrophe erschüttert ihr junges Glück jedoch von einer Sekunde auf die andere. Durch einen Störfall in einem nahe gelegenen Kernkraftwerk wurde eine tödliche, radioaktive Wolke freigesetzt. Panik und Chaos brechen aus: Menschenmassen trampeln auf der Flucht alles und jeden nieder, harmlose Zeitgenossen kämpfen brutal ums eigene Überleben, die Flughäfen und Bahnhöfe sind hoffnungslos überfüllt - Anarchie bricht aus. Hannahs kleiner Bruder wird rücksichtslos von einem Auto überfahren und ihre Mutter ist unauffindbar. Stark traumatisiert und völlig allein hat sie keine Kraft mehr, dem todbringenden Regen zu entkommen. Die Bilanz der Katastrophe ist schrecklich - innerhalb kürzester Zeit sterben 38.000 Menschen, wie Hannah wurden tausende Andere ebenfalls kontaminiert. Doch so verzweifelt die Lage zu sein scheint, es gibt noch Hoffnung: Zwar wurden Elmar und Hannah auf der Flucht getrennt, doch ihr Wiedersehen nach der Katastrophe erhöht das Vertrauen in ein Leben nach dem Super-Gau...
Beschreibung 4:
Ein Störfall im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld südöstlich von Frankfurt erschüttert das Land. Eine riesige radioaktive Wolke tritt aus und treibt auf den kleinen Ort Schlitz zu, nicht weit von Bad Hersfeld gelegen. Alle, die in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks leben, sind sofort verstrahlt, in kurzer Zeit sind 38 000 Menschen tot. Alle etwas weiter entfernt lebenden Menschen versuchen zu fliehen. Auch Hannah, ein 16 jähriges Mädchen, und ihre große Liebe Elmar, ein Klassenkamerad, bemühen sich in dem Chaos einer sich auflösenden Ordnung, dem schrecklichen Schicksal zu entkommen. Elmar schafft es in letzter Sekunde, Hannah jedoch wird kontaminiert. Sie ist gezeichnet, vermutlich für immer. Doch ihre junge Liebe, ebenso großartig wie verzweifelt, führt sie wieder zusammen, gegen jede Vernunft. Elmar besucht Hannah im Sicherheitstrakt eines Sanatoriums, berührt sie, liebt sie - und stellt fest, dass er auf der Flucht selbst verseucht wurde. Doch so verzweifelt ihre Situation auch zu sein scheint: Ihre Liebe hilft ihnen, alle Widerstände zu überwinden. Sie mögen nicht ewig leben, mögen immer wieder kämpfen um ein wenig Hoffnung - am Ende haben sie sogar die Gewissheit, dass ein kürzeres Leben mit einer erfüllten und echten Liebe mehr ist, als die meisten Menschen je erfahren können...