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Video / Film / Drama, Liebe, Video / Film / Kriegsfilm, Spionagefilm, Variationsrechnung
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Beschreibung von Der Stellvertreter
Beschreibung 1: Das Theaterstück von Rolf Hochhuth provozierte bei seiner Uraufführung 1963 heftige Diskussionen. Nun hat der renommierte Politthriller-Regisseur Costa-Gavras ("Z) die Vorlage, die auf historischen Quellen basiert, verfilmt. Auch der Film untersucht zum einen die passive Haltung der katholischen Kirchenführung und des Papstes gegenüber der Judenverfolgung im Dritten Reich. Andererseits stellt er die widersprüchliche Persönlichkeit des SS-Offiziers Kurt Gerstein in den Mittelpunkt: Er zeichnete für die Lieferungen von Zyklon B für die Gaskammern in den Konzentrationslagern verantwortlich, versuchte aber gleichzeitig mit Unterstützung eines Jesuitenpaters, die Massentötung der Juden aufzuhalten und die Weltöffentlichkeit darüber zu informieren. Vergeblich.
Costa-Gavras hat seinen Film solide inszeniert und hervorragend besetzt, aber er wirkt wie zwei Jahrzehnte zu spät gekommen. Über die umstrittene Rolle des Papstes damals vermittelt er keine neuen Erkenntnisse. Sarkastische SS-Offiziere und typisch deutsche Familienfeiern mit blondschöpfigen Kindern reproduzieren die bekannten Klischees, die durch Gersteins Doppelrolle nicht grundsätzlich relativiert werden. So bietet der Film aus der historischen Distanz zwar keine neuen Aspekte für eine politische Analyse, versteht sich jedoch als moralischer Appell, der zum Nachdenken anregen will.
DVD Bildformat: 1:1,85/16:9 Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch keine Extras
Beschreibung 2: Der gläubige Familienvater Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist als Leiter der Desinfektionsabteilung beim Hygiene-Institut der Waffen SS für die Versorgung der Konzentrationslager mit dem Gas Zyklon B verantwortlich. Als er auf einer seiner Dienstreisen nach Polen in einem Lager Augenzeuge des Genozids wird, wird ihm klar, dass es nicht wie der Großteil der deutschen Bevölkerung wegsehen kann. In der Überzeugung, ein Aufstand der Aufrechten könnte die Judenvernichtung stoppen - schon längst rattern Viehwaggons mit ihrer menschlichen Fracht unerbittlich gen Osten - kontaktiert er hochrangige Personen der evangelischen Kirche und Vertreter anderer Staaten, um die Welt aufmerksam zu machen.
Doch seine couragierten Versuche, die Gräuel der Nazis publik zu machen, stoßen auf eine Mauer der Ignoranz, auf Grund seiner SS-Mitgliedschaft werden seine Berichte nicht ernst genommen. Denn was für alle anderen unbegreiflich und unvereinbar scheint: Für Gerstein ist seine Funktion als Offizier der Waffen-SS eine Möglichkeit, als Teil der Mordapparates die unfassbaren Gräueltaten der Nazis zu bezeugen und darauf aufmerksam zu machen.
Gerstein beschließt, den Papst als höchste moralische Instanz über die Judenvernichtung durch die Deutschen zu informieren. Er findet Unterstützung beim Jesuitenpater Ricardo Fontana (Mathieu Kassovitz), der als Sohn eines hochrangigen und einflussreichen Laien im Vatikan eine Audienz bei Papst Pius XII. (Marcel Iures) zu arrangieren versucht. Zwar lässt Fontana nichts unversucht, doch der Papst weigert sich, den Massenmord vor der Weltöffentlichkeit anzusprechen. Denn der Vatikan verfolgt seine eigenen Ziele, darüber hinaus fühlt er sich trotz des Gebots der Nächstenliebe nicht für die Juden Europas zuständig. Selbst als die jüdische Bevölkerung Roms vor den Augen Pius XII. deportiert werden, greift der Papst nicht ein.
Als letzte Konsequenz heftet sich Fontana den Judenstern an die Soutane und findet im Konzentrationslager den Tod. Gerstein stellt sich zum Ende des Krieges den Franzosen und verfasst einen detaillierten Bericht der Verbrechen in Treblinka und Belzec. Er wird der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, des Mordes und der Beihilfe zum Mord angeklagt und erhängt sich schließlich in seiner Gefängniszelle. Einem weiteren hochrangigen Mitglied der Waffen-SS, mit dem Gerstein zusammenarbeitete, gelingt es mit Hilfe eines Kirchenvertreters, nach Südamerika zu fliehen und so dem Prozess durch die Alliierten zu entgehen.
Basierend auf einer wahren Begebenheit - Ein umstrittenes Kapitel Kirchengeschichte.
Darsteller Sprecher: Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz, Ulrich Mühe, Michel Duchaussoy, Ion Caramitru, Marcel Iures, Friedrich von Thun
Beschreibung 3:
Der gläubige Familienvater Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) ist als Leiter der Desinfektionsabteilung beim Hygiene-Institut der Waffen SS für die Versorgung der Konzentrationslager mit dem Gas Zyklon B verantwortlich. Als er auf einer seiner Dienstreisen nach Polen in einem Lager Augenzeuge des Genozids wird, wird ihm klar, dass es nicht wie der Großteil der deutschen Bevölkerung wegsehen kann. In der Überzeugung, ein "Aufstand der Aufrechten" könnte die Judenvernichtung stoppen - schon längst rattern Viehwaggons mit ihrer menschlichen Fracht unerbittlich gen Osten - kontaktiert er hochrangige Personen der evangelischen Kirche und Vertreter anderer Staaten, um die Welt aufmerksam zu machen. Doch seine couragierten Versuche, die Gräuel der Nazis publik zu machen, stoßen auf eine Mauer der Ignoranz, auf Grund seiner SS-Mitgliedschaft werden seine Berichte nicht ernst genommen. Gerstein beschließt, den Papst als höchste moralische Instanz über die Judenvernichtung durch die Deutschen zu informieren...
Beschreibung 4: Kurt Gerstein (1905-1945), Mitglied der bekennenden Kirche, stand zunächst in Oppostition zum Nazistaat, wurde inhaftiert und aus der NSDAP ausgeschlossen. Um in das Dunkelste hineinzusehen meldete er sich 1940 freiwillig zur SS. Als Chef der Abteilung Gesundheitstechnik am Hygiene-Institut der Waffen-SS erhielt er 1942 einen Befehl zur Beschaffung von Zyklon B und wurde Zeuge von Massenmorden im KZ. Selbst ein Teil des Mordpparates, versuchte er, Diplomaten und die Kirche zu informieren in der vergeblichen Hoffnung, den Verbrechen der Nazis werde Einhalt geboten.
Rezensionen zu Der Stellvertreter
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