Beschreibung 1:
Sissi kennt nur die Welt in der sie arbeitet: die Psychatrie. Der arbeitslose Ex-Soldat Bodo hat den Kontakt zur Welt verloren. Ein Unfall schweißt die vermeindlich Inkompatiblen für einen Moment zusammen, Bodo rettet Sissi das Leben. Danach ist die Welt verändert, und Sissi will mehr als einen Augenblick. Doch Bodos Mauern sind hoch.
Beschreibung 2:
Sissi (Franka Potente) ist Krankenschwester in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Sie hat ein verständnis- und liebevolles Verhältnis zu den Patienten. Als sie bei einem Autounfall im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommt, taucht Bodo (Benno Fürmann) als Lebensretter in ihr Leben - und verschwindet ebenso schnell wieder. Doch Sissi hat sich in den rettenden Engel verliebt und sucht mit Beharrlichkeit, Geduld und Ausdauer seine Gegenliebe.
Beide, Sissi wie Bodo, haben traumatisierende Erlebnisse hinter sich. Sissis Mutter, wie sie Pflegerin in der Psychiatrie, hat ein Fön in der Badewanne das Leben gekostet. Ihr Vater ist einer von den Patienten. Das Leben außerhalb dieser Einrichtung hat sie nie richtig kennengelernt. Bodo wird die Bilder von der Explosion an der Tankstelle nicht los, bei der seine Frau umgekommen ist. Er lebt zurückgezogen mit seinem Bruder (Joachim Król) in einer Holzhütte am Rand der Stadt. Als den beiden Brüdern ein Banküberfall misslingt, ist Sissi zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Deutschlands Regietalent Tom Tykwer ("Lola rennt") hat diesmal einen ruhigen, langsamen Film inszeniert, der den Zuschauer durch die sorgsam komponierten, kraftvollen Bilder fesselt. Lange Einstellungen, ungewöhnliche Kameraperspektiven und atemberaubende Kamerafahrten entwickeln eine ganz eigene Bildsprache und Intensität, in der die Schauspieler extrem gefordert sind. Auch hier hat die Produktion bis in die Nebenrollen hinein ein glückliches Händchen bewiesen.
DVD-Features u.a. Making of, Videoclip, Special Effects-Doku und DVD-ROM-Teil mit ungekürztem Drehbuch.
Beschreibung 3:
Alles ist möglich. Nicht ist egal.
Sissi, die Kaiserin aus der Psychiatrie in Wuppertal, will es wissen, was es mit dem Zufall und dem Mann auf sich hat, der ihr das Leben rettete. Sie sucht das Glück.
Bodo, der Krieger, hat seine Frau bei einer Explosion verloren. Er will vergessen. Seitdem ist er verloren für die Welt, stößt Sissi zurück. Aber sie gibt nicht auf. Und als ihre Lage gemeinsam hoffnungslos verzweifelt ist, springen die Krankenschwester und der arbeitslose Ex-Soldat gemeinam vom Dach, dem Schicksal von der Schippe und geradewegs in ein Happy-End hinein. Aber das ist ein neuer Film.
Tom Tykwer zeigt, wie die beiden zueinander finden, zeigt den langen,schwierigen Weg. Nichts ist zufällig, was er da inszeniert, jede Kleinigkeit noch wichtig und verknüpft. Alles scheint bei Tykwer möglich. Mitten in Wuppertal. Das Leben, ein kleines Wunder - nicht nur in Mailand, woran das entsprechende Filmzitat erinnert.
Dramaturgisch bleibt der Regisseur und Autor durchgängig auf dem Hochseil. Fortwährend geht er Risiken ein, gibt sich mit simplen Handlungsmustern nicht zufrieden und meistert auch den riskanten Filmort Psychiatrie, ohne Schaden zu nehmen oder anzurichten. Tykwer liebt seine Figuren, und er hat Darsteller, die dem Film Kraft und Ausdruck geben. Auch noch die Nebenfiguren sind präsent, und sei es nur durch kleine Blicke und Gesten.
Die Atmosphäre ist dicht, manchmal beklemmend dicht. Der Umgang mit filmischen Formen und Mitteln ist souverän, der Film spielt mit Zeit und Tempo. Dabei sind die Szenen stets in sich stimmig. Etwa wie Sissi mit Hilfe eines blinden Begleiters die richtige Ladenklingel ortet, den Besitzer erfolglos befragt, dann Gelegenheit zum Herumschnüffeln bekommt, die richtige Idee für eine kleine Adressenerpressung hat, und sie so zu ihrem Lebensretter findet. Immer wieder gibt es verblüffende Kleinigkeiten, und auch für Orte und Landschaften gibt es einen aufmerksamen Blick. Alles ist möglich, nichts ist egal.