Fahrradreifen (814 Artikel)

Der Reifen oder Mantel ist eines der wichtigsten Teile am Fahrrad. Von seiner Qualität hängen Fahreigenschaften und Komfort zu großen Teilen ab. Die gebräuchlichste und fast bei allen Fahrrädern verbaute Reifenart ist der Wulstreifen. Die Wülste an den Kanten der Reifen sind mit Drähten oder Kevlar verstärkt und sorgen für sicheren Halt auf der Felge. Die Gewebestruktur, die das Grundgerüst des Mantels bildet, nennt sich Karkasse. Sie ist meist aus Nylon aufgebaut und besteht aus mehreren Gewebeschichten. Je dichter dieses Gewebe, desto widerstandsfähiger, aber auch schwerer, ist der Reifen. Die Gummibeschichtung, mit der der Reifen überzogen wird, bildet die Lauffläche. Einige Reifen verfügen zusätzlich über einen zusätzlichen Pannenschutzgürtel aus Kevlar, der verhindern soll, dass sich spitze Gegenstände in den Mantel bohren und den Schlauch durchstoßen. Wenn Sie sich einen neuen Reifen für Ihr Fahrrad zulegen wollen, so ist es wichtig, dass Sie auf den benötigten Umfang, also die Reifengröße, achten. Dieser ist auf der Flanke des Reifens angegeben – lesen Sie ihn einfach auf dem alten Reifen ab. Die Größe wird in Deutschland in der Regel entweder im metrischen Maß oder in Zoll angegeben. Dass Ihr Reifen abgenutzt ist und ausgewechselt werden muss, erkennen Sie daran, dass auf der Lauffläche die Pannenschutzeinlage oder die Karkassenfäden zu sehen sind. Bevor es dazu kommt, werden häufig allerdings die Seitenwände der Fahrradreifen brüchig und reißen ein. Dies ist eine Folge von zu geringem Luftdruck im Reifen. Kontrollieren Sie also bei Ihrem neuen Reifen den Luftdruck regelmäßig und passen Sie diesen stets an. So erhöhen Sie die Lebensdauer erheblich. Was das Profil anbelangt, ist die Auswahl groß. Überlegen Sie, bevor Sie sich für einen Reifen entscheiden, auf welcher Art von Untergrund Sie am häufigsten fahren. Allround-Reifen, die mit vielen Untergründen zurechtkommen, empfehlen sich für den Alltagseinsatz. Wenn Sie häufig im Gelände fahren, sollten Sie einen Reifen mit viel Profil wählen. Reifen für Sport- und Rennräder haben wenig bis gar kein Profil, da sie meist auf glattem Asphalt gefahren werden. Der Reibungswiderstand ist hier durch eine glatte Reifenoberfläche am geringsten. Einige Reifen besitzen bedingt durch das Profil übrigens eine Laufrichtung, an die Sie sich beim Anbringen des Reifens halten sollten.