Nach
Bridget Jones von Helen Fielding lieben wir die Frauenfigur: leicht trottelig, nicht unbedingt erfolgreich, aber dafür umso liebenswerter. Genau diese Eigenschaften machen die Protagonistin zu einem Ebenbild ihrer Leserinnen. Sie erzeugt eben das "So gehts mir manchmal auch"-Gefühl. Solch eine Figur hat sich auch
Sophie Kinsella erdacht, die in
Sag's nicht weiter, Liebling von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt.
Emma ist froh, dass sie nach längerer Zeit mal wieder einen Job länger als ein paar Monate behalten konnte. Auf dem Weg zu einem Meeting in Schottland sitzt sie mit einem Geschäftspartner im Flugzeug und schüttet ihm tolpatschiger Weise die Cola über das Hemd. Als es dann auch noch auf dem Rückflug zu Turbulenzen kommt, bekommt Emma die Krise. Netterweise wird sie dann von der Stewardess in die Businessclass gesetzt, wo sie dann in panischen Angstattacken dem fremden Mann neben ihr ihre komplette Lebensgeschichte erzählt. Sie lässt dabei auch keine peinlichen Details aus und ist nach der Landung des Flugzeugs ganz entsetzt, dass es der Konzernchef des Unternehmens war, in dem sie arbeitet. Am liebsten würde sie vor Scham im Boden versinken, als der Firmengründer Jack auch noch in ihrer Abteilung aufkreuzt. Zu Emmas Überraschung scheint Jack aber Gefallen an ihr gefunden zu haben und beide verlieben sich ineinander. Doch dann macht er den Fehler und verrät all ihre Geheimnisse im Fernsehen...
Sophie Kinsella war zuerst Finanzjournalistin und begann dann ihre Karriere als Autorin für Frauenromane. Bekannt geworden ist sie mit dem ersten Teil ihrer Shopaholic-Reihe:
Die Schnäppchenjägerin. Dieser wurde auch verfilmt.
Sag's nicht weiter Liebling ist jedenfalls locker leichte Unterhaltung in einem einfach zu lesenden Erzählstil. Der
Roman punktet mit lustigen und netten Charakteren und einer Liebesgeschichte, die natürlich ein Happy-End verspricht.