Der 1903 in Lettland geborene Maler Mark Rothko gilt als einer der Begründer der Farbfeldmalerei. Aufgrund der gegen Juden gerichteten Pogrome im zaristischen Russland wanderte Rothkos Familie nach Amerika aus, als Mark fast 10 Jahre alt war. Rothko studierte später Kunst an der Yale University, zog dann nach New York, da die Stadt schon damals eine Kunstmetropole war. In den ersten Jahren seines Schaffens zeigen Rothkos Bilder Einflüsse aus dem europäischen Surrealismus. Zu den Künstlern, die seine Bilder beeinflussten, gehörten Max Ernst oder Yves Tanguy. Später wurden auch Einflüsse von Matisse oder Milton Avery in seinen Werken deutlich.
Am bekanntesten ist Rothko für seine großformatigen Ölgemälde, die aus monochromen Farbfeldern bestehen. Diese bestehen aus unterschiedlichen Farbschichten, die nicht nur den Eindruck vermitteln, dass die Grenzen der Farbflächen ineinander verschwimmen, sondern auch stark zum meditativen Charakter der Mark Rothko Bilder beitragen. Rothko wollte die Ausdruckskraft der Farben in den Mittelpunkt stellen und die Menschen mit seinen Bildern berühren. Es war ihm wichtig, durch das Betrachten seiner Bilder Emotionen auszulösen. Deshalb hatte er auch sehr genaue Vorstellungen, wie die Bilder in Ausstellungen präsentiert werden sollten. Rothko wünschte sich eine Hängung seiner großformatigen Werke in Räumen mit gedämpftem Licht. Der Betrachter sollte sein Bild aus der Nähe ansehen, um die Farben auf sich wirken lassen zu können.
1970 nahm sich Rothko in seinem Atelier das Leben. Er galt als manisch-depressiv, und es wird vermutet, dass eine depressive Phase zu seinem Suizid geführt hat. Sein seelisches Befinden spiegelt sich nach Ansicht mancher Kunstexperten auch in der Farbauswahl seiner Bilder wieder. In seiner letzten Schaffensphase wurden die Farben der Bilder gedämpfter. So entstanden auch die von einigen Betrachtern als düster und bedrohlich empfundener Bilder in Schwarz und Grau vermutlich in einer seiner depressiven Phasen.